Versicherungspflicht bei vom Integrationsamt finanzierte Hilfsmittel

  • Hallo ihr Lieben,


    Die gute Nachricht: Ich habe mehrere Roger Table Mics bewilligt bekommen.


    Die schlechte Nachricht: Es gibt einen Bewilligungsvorbehalt. Es wird verlangt, eine Vereinbarung zu unterschreiben, in der ich mich verpflichte, eine Elektronikversicherung abzuschließen. Und das bei einem vierjährigen Eigentumsvorbehalt.


    Mein Versicherungsberater, der zufälligerwiese von derselben Gesellschaft kommt, die das I-Amt benannt hat, hat erst einmal dumm geguckt und will sich jetzt erkundigen.


    Wenn ich sehe, dass schnöde Handyversicherungen 3€ im Monat kosten, ahne ich, dass diese Versicherung nicht billig ist. Darf der Kostenträger das von mir verlangen? Basierend auf welcher Rechtsgrundlage? Die Stiftung Warentest rät im Übrigen von Hörgeräteversicherungen ab.

  • Hallo Andrea,
    sowas habe ich noch nie gehört. Eher habe ich es so selbst erlebt, dass bei den Zuzahlungskosten eines Hörgerätes das Integrationsamt gleich mit eine Versicherung mitbezahlt. Nun scheint es so dass sie diese Kosten auf den Klienten umlagern ..
    Wie sieht's eigentlich mit der gesetzlichen Gewährleistung aus? Müsstest Du dann nicht lediglich für 2 Jahre die Versicherung bezahlen?
    Auch wenn mir klar ist, dass so ein Integrationsamt auch nur mal vorbeugen will so schnell dir wieder Hilfsmittel bewilligen zu müssen verstehe ich das ganze nicht. Ich hatte mal Schriftdolmetscherdienste bewilligt bekommen für 2 Jahre und das war ein Mehrfaches der Kosten für mehrere Table Mics. Da müssten sie bei elektronischen Geräten eigentlich nicht so zimperlich sein.
    Schöne Grüße Frank

    links: wahrscheinlich von Geburt an taub; OP: 29.06.2015 Med El Synchrony + Standard Elektrode; EA: am 04.08.2015
    rechts: seit 14 mehrere Hörstürze, ertaubt; OP: 29.06.2015 Med El Synchrony + Standard Elektrode; EA: am 04.08.2015

  • Hallo Andrea!


    bei welchem Integrationsamt läuft das Ganze?

    Ich möchte, wegen behindertengerechte Arbeitsplatzeinrichtung ein Finanzierungsantrag bei einem Integrationsfachdienst stellen.

    Dazu gehört auch die entsprechende optimale Hörversorgung dazu.

    D.h. mit Hilfsmitteln für die Kommunikation.


    Gibt es wirklich ein Bewilligungsvorbehalt von einem Integrationsamt bzgl. einer Elektronikversicherung?

    Gibt hierfür entsprechende gesetzliche Regelung darüber?

    Und wenn ja, in welchem Bundesland läuft das?

  • Hallo, ich bin niedersächsische Staatsbedienstete mit einem Dienstort im "Ausland" (Bundesland Bremen). Die Zuständigkeit wurde unter den I-Ämtern der geklärt mit dem Ergebnis, dass Bremen zuständig ist.


    Nach der Rechtsgrundlage habe ich gefragt, noch keine Antwort bekommen. Mein Versicherungsberater sagt, dass es solche Elektronikversicherungen nur für gewerbliche Kunden gibt.

  • Hallo!

    Du bist eine niedersächsische Beamtin und wurdest nach Bremen "abgeordnet"?

    Wer ist denn dein "Haupt-Arbeitgeber/Dienstherr"?

    Wo ist denn dein "Haupt-Dienstort"?

    Oder wurdest du dauerhaft "abgeordnet"?


    Wenn die Zuständigkeit in Bremen liegt, kann ich mir das nur erklären, dass nur in Bremen ein Finanzierungsbedarf für besondere Hilfsmitteln gibt. D.h. in deinem anderen Dienstort gibt solch ein Finanzierungsbedarf nicht, sondern nur in Bremen?


    Bzgl. Versicherungspflicht, ist mir das Ganze sehr neu. Gibt hierfür eine gesetzliche Grundlage beim Integrationsamt?

    Denn, dass Ganze kann nicht einfach "willkürlich" gemacht werden.

  • Teile von Bremerhaven gehörten früher zum Königreich Hannover. Daraus ist historisch der Umstand gewachsen, dass es in Bremerhaven ein richtiges niedersächsisches Behördenzentrum gibt, das für das niedersächsische Umland zuständig ist.


    Der MA vom IAmt hat mir die Gesetzesgrundlage mitgeteilt, weswegen er die Table Mics bewilligt hat und damit an meiner Frage voll vorbei geantwortet. Aber nicht mit mir!