Roger TableMics und Videokonferenzen

  • Hallo,


    manche kannt mich vielleicht aus anderen Forum. Ich bin seit ziemlich genau 18 Jahren mit einem CII von von AB implantiert und trage links ein Phonak Naida Link UP Hg.


    Ich habe auf der Arbeit (in einer Behörde) öfters Arbeitsgruppenbesprechungen in mal mehr mal weniger goßen Gruppen. Die maximale Gruppengröße ist etwa 25 Leute. Dann habe ich außerdem ein bis zwei Mal im Jahr abendliche Bürgerinformationstermine (Massenveranstaltung).


    Vor Corona kam ich hörtechnisch so einigermaßen klar. Bei den Bürgerterminen habe ich immer ich einen "Sprachdolmetscher" (= Kollegen) gebraucht und werde ihn auch weiter brauchen, wenn solche Termine eines Tages wieder erlaubt sind.


    Bei den größeren Gruppengrößen ist mir schon mal hier und da etwas entgangen (was ich aber auch noch kompensieren konnte). Bei kleineren Gruppen gab es vor Corona keine Probleme.


    Jetzt haben wir aber diesen Virus :( Diese Gruppensitzungen finden inzwischen wieder statt, leider aber in den größten Räumen, die wir finden können. Das sind die größten Sitzungssääle in Rathäusern oder im Kreishaus oder Sääle in Gastwirtschaften. Und ich verstehe je nach Raumakustik manchmal fast gar nix. Ich habe seit gestern leihweise zwei Phonak TableMics. Die habe ich heute im Kollegenkreis ausprobiert. Der Kollegenkreis war aber so klein, dass ich da sonst auch keine Probleme mit dem Veratehen gehabt hätte, so dass der Aha Effekt noch nicht da war. Die nächste mittelgroße Sitzung ist nächste Woche, mal sehen wie das wird. Hat jemand Erfahrungen? Wieviele TableMics braucht man, um 20-25 Personen abzudecken?


    Braucht jemand von euch die Fernbedienung? Kann man damit auch gezielt ein bestimmtes Mikrofon ansprechen?


    Mein zweites Problem Videokonferenzen:
    Was benutzt ihr für Videokonferenz Headsets? Die ersten Kollegen, die zu einem Online Webinar mussten, haben schon Headsets und mit diesem Teil werde ich nichts anfangen können. Selbst die jungem Kollegen beschweren sich, dass das Ding drückt, und die tragen keine Hörgeräte geschweige denn einen SP. Außerdem ist die Muschel des gestellten Headsets zu klein.


    Wir werden zukünftig einen Teil dieser bisher persönlichen Meetings durch Videokonferenzen ersetzen, zumal wir auch einiges an Fahrerei sparen. Auch Schulungen werden auch langfristig z.T. auf Webinare umgestellt werden.


    Meine Akustikerin sagt, ein Headset (mit dem eben auch meine Sprache in die Konfrenz zurück übertragen wird) hat Phonak nicht im Portefolio. Phonak empfiehlt einen Bluetooth Dongle von Sennheiser zusammen mit dem Compilot. Der Compilot hat wie ich finde eine mäßige Akustik mit sehr wenig Dynamik. außerdem stottert er imme eine Weile, bis die Übertragung okay ist. Da weiß ich nicht, ob das wirklich die Lösung ist.


    Eine Bekannte empfahl mir ein Bose Quiet Comfort Headset. Da habe ich Bedenken, dass das Hörgerät unter dem Kopfhörer pfeift bzw. das Mikrofon vom HG abgedeckt wird. Bevor ich etwas bestelle und wieder zurück schicke, wollte ich mal lesem ob jemand von Euch schon Erfahrungen gemacht hat und wenn ja welche. Haben Eure AG denn z.B. das teure Bose Headset bezahlt, wenn die Kollegen nur so ein Billigteil bekommen?

  • Hallo Andrea,


    ich habe letztens ein Webinar machen müssen. Dazu habe ich meinen Audiolink von MedEl ans Laptop angeschlossen.. Ich musste allerdings nur hören und natürlich verstehen, nichts kommentieren. Das ging ganz gut. Alternativ hätte ich mein Roger Select angeschlossen.


    Zu dem anderen kann ich leider nichts schreiben.



    Gruß

    Hildegard

  • Hallo Andrea,


    mich konnte mir bei meinen Webinaren bisher super gut mit dem Minimikrofon, welches am PC angeschlossen war, gut behelfen. Je nach Umgebungsgeräusche, ich sitze derzeit zu zweit, ab Ende August zu dritt (!) im Büro, habe ich mein HG ausgeschaltet am Ohr gehabt. Das Zuhören nur mit CI und das über teilweise fast fünf Stunden, war schon Hardcore 🙈.


    Ein Headset würde bei mir nichts nützen: mit Kanso und HG kann ich das vergessen.


    Das Minimikrofon begleitet mich auch bei Dienstbesprechungen, im größeren Kreis wird’s jedoch auch schwierig. Leider ist im Ratssaal die Mikrofonanlage ausgebaut, so dass ich die leider im Moment nicht nutzen kann.

    Meine Dienststelle hat mir damals mein Minimikrofon erstattet.


    Ich bin gespannt, welche Lösung du für dich finden wirst; haben wir beide offensichtlich einen ähnlichen Job (Kommunalverwaltung 😉).


    Viele Grüße

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo,


    benutzt denn sonst keiner die TableMics? Wofür ist die Fernbedienung gut?


    Ich hatte jetzt auch mal eine Besprechung mit ca. 10 Personen, wo ich auch ohne Table Mics noch hätte mithalten können. Mit den Table Mics fiel es mir doch deutlich leichter. Ich konnte mehr mitschreiben und war nicht darauf angewiesen, zusätzlich abzusehen. Nun finden in der Urlaubszeit kaum noch Sitzungen statt. Ich denke ab September geht es wieder mehr mit Besprechungen los. Ich werde um Verlängerung der Probezeit bitten.


    Ich bin in einer Landesverwaltung tätig und bin trotz meiner Hörbehinderung eher an einer kommunikativen Position, d.h. ich muss einige der Veranstaltungen auch moderieren, so dass gutes Verstehen (wie eigentlich immer) schon essentiell ist.

  • Hallo Andrea
    Mit der Fernbedienung zum Table Mic kannst du leider keine einzelne Mikrofone ansprechen oder ein- und ausschalten. Man kann lediglich alle Mikrofone stummschalten oder den Radius erweitern.

    Was du noch manchen könntest: Zusätzlich zu den Table Mics ein Roger Select beantragen und dem Hauptredner der Veranstaltung umhängen. Sobald das Roger Select flach liegt und mit den anderen Table Mics verbunden ist, wird das Select aber stummgeschaltet. In Kombination mit den TM funktioniert RS also nur als Richtmikrofon für einen einzelnen Sprecher, während die anderen TM normal weiter funktionieren. Theoretisch könnte man mit 4 oder mehr TM arbeiten, was aber ingesamt recht viel kostet.

    In grossen Räumen habe ich die beiden TM je auf einen Stuhl im Raum gestellt, damit die Verteilung besser ist.

  • Danke ,


    reichen Dir denn zwei Table Mics in einem großen Raum? Die Kosten sind erst einmal zweitrangig, da ich eben zusehen muss, meine Arbeit auch erledigen zu können. Ich gedenke die Kosten beim Integrationsamt zu beantragen.

  • Ich habe noch was Neues entdeckt.


    Von den Roger Produkten gibt es neu auch ein Clip-On-Mic. Das ist ähnlich wie das Minimic und kann man mit dem Select und den Table Mics kombinieren. Sprich dem Hauptsprecher das kleine Clip-On-Mic anheften und auf die Tische oder Stühle noch Table Mics hinlegen und kombinieren.


    Der Select kann man mehr selektieren als mit den Table Mics samt Fernbedienung.


    Ich habs bisher leider nur zwei Mal in Vorlesungen mit 25-30 Leuten ausprobieren können wo es auch Gruppenarbeiten und Besprechungen im Plenum gab plus den Dozenten. Danach kam Corona und ich hing am Computer mit Onlineveranstaltungen wie ihr wohl alle auch.

    li normal hörend

    re taub nach chronischen MOE im Kindesalter, nun Cochlear N6 OP 8.2.18 EA am 8.3.18