Erwerbsgemindertenrente ?

  • Hallo Stuttgarter,


    Die Renten von DRV sind vom Kapitalmarkt unabhängig, im Gegensatz zur privaten Altersvorsorge.


    Die Verschlechterung des Rentenniveaus haben wir uns damit erkauft, dass die Lebenserwartung die letzten 50 Jahre bestimmt um 10 Jahre angestiegen ist. Dass damit auch die Regelaltersgrenze steigt und/oder das Rentenniveau sinkt, ist m. E. eine ziemlich zwangsläufig Folge.


    Nun das hilft Dir nicht. Ich wollte das aber angemerkt haben.

  • Genau,

    Wenn man heute (2020) im Monat 100 € einzahlt, bekommt man dafür 5,26 € Rente, Das heißt nach genau 19,01 Jahren hat man das Geld wieder raus (Ohne Abstriche und Rentenerhöhungen). Dieser Wert sinkt aber, so dass man immer länger Rente beziehen muss, um die 100 € wieder raus zu kriegen. Verzinst wird nichts, aber dafür sicher.


    Gruß Norbert

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  • Das sehe ich anders Andrea.

    Das was du schreibst, ist Arbeitgeber- und Politikergeschwätz um uns für blöd zu verkaufen.

    Damit wir eine demografische Antwort haben und somit nichts mehr hinterfragen.


    Die Rente ist nach dem Leistungsprinzip aufgebaut, je mehr man einzahlt, um so mehr Rente bekommt man später.

    Sie erfüllt noch zusätzlich die Absicherung für Lebensunterhalt, heute nur noch bei Invalidität und schwerer Krankheit.


    Dieses Prinzip wurde in den letzten Jahren immer wieder dadurch verletzt, weil Leute für Zeiten, in denen sie keine Beiträge eingezahlt haben, dann auch dafür eine Rente bekommen.

    Ungedeckte Milliardenverpflichtungen sind entstanden Z.B. durch Kindererziehungszeiten, Osterweiterung, für Zeiten, in denen in das System keine Beiträge eingezahlt wurden.

    Aber alle diese Zeiten werden wie Rentenbeitragszeiten gewertet.


    Alle diese Fehlzeiten sind normalerweise Zeiten, die von der Steuer bezahlt werden müssten und nicht von den Beitragszahlern, die Monat für Monat für ihre Altersvorsorge zahlen.

    Da das nicht gemacht wird, ist das reiner Diebstahl an den Beitragszahlern der DRV !


    Aber da wir vorrangig von Leuten geführt werden, die alle ihre eigenen renditestarken Renten-Pensions-Systeme geschaffen haben, die sie sauber halten wollen, wälzen diese, von Natur aus Steuervermeider, natürlich lieber allgemeine Belastungen auf die dummen Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft ab.

    Denn die wehren sich ja nicht, bzw. blicken meist gar nicht durch, denn das Rentensystem wird dafür möglichst kompliziert gehalten.


    Der Bevölkerung wird ein Taschenspielertrick vorgegaukelt um sie gefügig für Kürzungen zu machen, man müßte die DRV ständig mit Steuergeldern stützen, dabei ist es das Geld, das zuvor gestohlen wurde.


    Daher Riester, Rürup abschaffen, Selbständige, Beamte und Politiker in die Rente der DRV verpflichten.

    Würde es in dem System gerecht zugehen, könnten die Jungen, bezüglich Umlagesystem, auch die Renten der geburtenstarken Jahrgänge bezahlen.

    Gruß Bestager


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    Edited 3 times, last by bestager ().

  • Hallo Bestager,


    dass die Selbstständigen, Beamte und Wahlbeamte dann auch Rentenansprüche erwerben würden, ist Dir wahrscheinlich klar? Und dass der Staat pro aktiven Beamte einen fünfstelligen Mehrbetrag im Jahr aufzuwenden hätte, ist Dir auch klar??? Aktive Beamte kosten dem Staat viel weniger als Tarifbeschäftigte der gleichen Eingruppierung. Das kannst du gern imöffentlich zugänglichen Tarifrechner vergleichen, die A-Besoldungen mit den Entgeldgruppen für Bund und Länder vergleichen.


    Gerade die Selbstständigen sind m.E. auch eher Nettoempfänger als Nettozahler. Viele tun nämlich gar nichts für die Rente bzw. verlassen sich drauf, dass ein Betriebsnachfolger diesen ablöst.


    Du hast Recht was die Versicherungsfernen Leistungen angeht. Aber ein Systemumbau würde sich frühestens eine Generation später auszahlen und die Ersparnis wäre kleiner als du denkst. Österreich hat das gemacht, dort zahlen Beamte in die Rentenversicherung ein. Da zahlen aber alle mehr in die Rente Kasse ein als in Deutschland in Ö ca 22% und in D 18 %, jeweils AG und AN zusammen. Die Ösis bekommen im Gegenzug nach 45 Jahren mehr Rente.

  • Ungedeckte Milliardenverpflichtungen sind entstanden Z.B. durch Kindererziehungszeiten, Osterweiterung, für Zeiten, in denen in das System keine Beiträge eingezahlt wurden

    Du hast das System der "Umlagefinanzierung" nicht verstanden. Das was heute einbezahlt wird ist auch gleichzeitig heute schon wieder weg. Es wird nichts angelegt. Wenn z.B. für die Kindererziehungszeiten einer Person heute entsprechende Zahlungen aus der Steuer geleistet werden würde, ist zum Zeitpunkt des Renteneintritts dieser Person trotzdem nicht mehr Geld vorhanden.

    Dasselbe Spiel galt auch bei der Osterweiterung. Mit Öffnung der Mauer kamen auf einen Schlag ein paar Millionen Rentenempfänger hinzu. Aber gleichzeitig kamen auch ein paar Millionen Renteneinzahler hinzu. Das Mehr an Umlageeingängen hat die zusätzlichen Ausgaben in etwa ausgeglichen.

    Warum das Rentensystem so kompliziert ist muss man dir offenbar auch nochmal erklären: Es ist ein Generationenvertrag, bei dem der Einzahler Vertrauensschutz für bereits erworbene Rechte genießt, man muss alte Regelungen solange weiterführen wie ältere Mitglieder noch einzahlen.

    Beitragszahlern, die Monat für Monat für ihre Altersvorsorge zahlen

    Umlagefinanziert => sie zahlen NICHT für IHRE Altersvorsorge. Sie erwerben Rechte (Punkte), nach dessen Verhältnis die Umlagen (=Beitragszahlungen) in der Zukunft aufgeteilt werden. Du kannst von heute auf morgen jedem seine Punkte verdoppeln, es ändert sich nichts an der Höhe der zukünftigen Rente.

    Arbeitgeber- und Politikergeschwätz

    diese, von Natur aus Steuervermeider

    Taschenspielertrick vorgegaukelt

    Das sind natürlich gewichtige Totschlagargumente, die man nicht widerlegen kann. :rolleyes:

    Diebstahl

    Erinnert mich gerade irgendwie an einen amerikanischen Präsidenten. Ich weiß nicht warum.

  • Genau,

    Wenn man heute (2020) im Monat 100 € einzahlt, bekommt man dafür 5,26 € Rente, Das heißt nach genau 19,01 Jahren hat man das Geld wieder raus (Ohne Abstriche und Rentenerhöhungen). Dieser Wert sinkt aber, so dass man immer länger Rente beziehen muss, um die 100 € wieder raus zu kriegen. Verzinst wird nichts, aber dafür sicher.


    Gruß Norbert

    So vollkommen unkommentiert kann ich diesen Beitrag nicht stehen lassen.

    So ganz stimmen die Werte zwar nicht, kommen aber hin. Zumindest für Selbständige. Für AN, die ja nur die Hälfte einzahlen, erhalten für dieselbe Einzahlung die doppelte Rente.

    "Unverzinst" ist natürlich nicht richtig, da der Rentenwert regelmäßig steigt. Zwar nicht jedes Jahr, aber niedriger wird er auch nicht. 2019 erhielt man für 100€ monatlich Einzahlen noch 10,96€ (bzw. 5,48€) monatliche Rente, 2020 schon 11,34€ (bzw. 5,67€), also über 3% mehr für die Einzahlung in 2019.

    Und komplett unter den Tisch wird die Tatsache fallen gelassen, dass von den Einzahlungen nicht nur die Rente selbst bezahlt wird, sondern auch ein Teil der Krankenkassenbeiträge der Rentner. Und nicht zu verachten die Reha-Maßnahmen. Auch die werden vom Beitragszahler finanziert und dienen sogar dem Beitragszahler selbst, um die Leistung zu erhalten für weitere Beitragszahlungen. Aber auch Versicherungsleistungen, um das es hier im Thread geht, nämlich Erwerbsgemindertenrente. Das sei dir verziehen, denn das wird auch bei den ganzen "seriösen" Vergleichen Deutschland vs. Österreich immer unterschlagen.

    Ich will hier die deutsche Rente nicht mehr als nötig schönreden. Aber falsche Behauptungen kann ich auch nicht stehen lassen.

  • Ich bin von einem Gesamtbetrag von 100 € ausgegangen. es geht mir nur um eine einfache Beispielrechnung. Und die ist richitg.

    100 € sind 100 €, egal woher.

    Wer lesen kann......

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  • Ich schreibe nicht so oft hier, daher bin ich mit dem komischen Zitiersystem nicht so vertraut, daher mache ichs klassisch.


    Andrea

    dass die Selbstständigen, Beamte und Wahlbeamte dann auch Rentenansprüche erwerben würden, ist Dir wahrscheinlich klar?


    Freilich, der Beamte ist dann ebenso dem Druckmittel des Leistungsprinzips des Rentensystems unterstellt, er bekommt nur so viel, nach dem Maßstab, wie er zuvor eingezahlt hat.

    Zudem würde seine Rentenentwicklung ebenso dem Riesterfaktor, Demografiefaktor, und der allgemeinen weiteren Absenkung des Rentenniveaus wirklich wirkungsgleich wie die anderen Arbeitnehmer unterliegen.

    Das hat was mit Gerechtigkeit zu tun und man braucht sich überhaupt nicht wundern, dass immer mehr Menschen auf die Straße gehen und immer brutaler werden, das ist nicht nur wegen aktuellen Ereignissen, viele haben einfach die Schnauze gestrichen woll von einer immer ausgeprägteren Klassengesellschaft.

    Corona hat gezeigt, dass zig Trillionen an Kapital organisiert werden können, wenn man es nur will oder muß.

    Da sind die Kosten für die Gleichstellung der Rentensysteme Peanuts dagegen.

    Aber die Beamtenlobby die uns regiert, verhindert das schon seit Jahrzehnten, weil sie die Privilegien für sich und ihre Kinder nicht verlieren wollen.


    Dani

    Du hast das System der "Umlagefinanzierung" nicht verstanden.


    Dass die Rente ein Verschiebebahnhof zu Lasten der Beitragszahler ist, obwohl davon vieles Kosten/Zusagen sind, die alle zu tragen haben, habe ich oben bereits beschrieben.

    Bei der Betrachtung ist es vollkommen egal, welche Generation des Umlagesystems gerade bezahlt.

    Wer z.B. für Zeiten Kindererziehung oder vor Mauerfall Rente bezieht ohne dass er selbst was dafür in das System eingezahlt hat, dem muß diese Zusage von aktuellen Steuereinnahmen bezahlt werden und nicht von dem Geld der aktuellen Beitragszahler. Ist denn das so schwer zu verstehen Dani ?

    Denn nämlich dann sind auch genügend Einnahmen der Beitragszahler übrig um vernünftige Renten für die erworbenen Rentenpunkte der aktuellen Rentner zu zahlen und man könnte so manchen Senkungsfaktor streichen.


    Die Steuerlasten für die exorbitant hohen Pensionsversprechen tragen auch die nächsten Generationen und für die Pensionen zahlen sogar noch Rentner mit Armutsrenten, für jede Stulle beim Bäcker.

    Die Lösung für das Problem habe ich ebenso aufgezeigt, indem alle in ein System einzahlen müssen, das auch alle gleich behandelt.

    Geld ist mehr als genug da, siehe Corona.

    Eher du kapierst das nicht Dani.


    Dani

    Du kannst von heute auf morgen jedem seine Punkte verdoppeln, es ändert sich nichts an der Höhe der zukünftigen Rente.


    Quatsch was du da schreibst, je mehr Rentenpunkte, um so höher die Rente, ganz egal, was was man gerade für den Rentenpunkt bekommt.

    Es ist aber so, dass jeder Rentenpunkt im laufe der Zeit an Wert verliert, wegen der mit der Agenda 2010 einführten Senkungsfaktoren.


    Dani

    Warum das Rentensystem so kompliziert ist muss man dir offenbar auch nochmal erklären:


    Wenn du weiter versuchst mich und meine Argumnentaionen ins lächerliche zu ziehen oder für blöd erklären willst, dann werde ich dir gegenüber aber auch einen anderen Ton anschlagen, der sich dann aber gewaschen hat, pass lieber auf, ich lass mir von dir sicher nicht die Spielregeln diktieren.


    Irgendwer hat auch noch geschrieben, in Österreich gäbe es keine Erwerbsminderungsrente, das stimmt nicht, es gibt diese Rente in Österreich und sie ist auch noch genau so wesentlich höher wie die anderen Renten, als in Deutschland.


    Dann....... Arbeitnehmer wären im Vorteil, weil sie nur die Hälfte an Rentenbeiträgen zahlen.

    Ist auch realitätsfern, glaubt ihr etwa das würde ein Arbeitgeber bei den Gehältern nicht berücksichtigen ?

    Der Arbeitnehmer würde ein höheres Brutto-Gehalt bekommen, müßte der Arbeitgeber diesen Rentenbeitrag nicht abführen.

    Zudem ist das ein gutes Geschäft für den Arbeitgeber, denn er kann das vom Betriebsgewinn steuermindernd absetzen.


    tele-nobbi

    Ich bin von einem Gesamtbetrag von 100 € ausgegangen. es geht mir nur um eine einfache Beispielrechnung. Und die ist richitg.

    100 € sind 100 €, egal woher.

    Wer lesen kann......


    Auch wenn deine Zahlen nicht stimmen, insbesondere wegen der ganzen eingeführten Senkungsfaktoren, kann man das Beispiel mal zur Verdeutlichung heranziehen.

    100 Euro monatlich = 1200 Euro jährlich um eine BruttoRente von 5,26 monatlich zu erhalten

    = 12000 Euro in 10 Jahren um eine BruttoRente von 52,60 Euro zu erhalten

    = 48000 Euro in 40 Jahren um eine BruttoRente von 210,40 Euro zu erhalten

    Von den Bruttorenten muß man dann noch die Beiträge zur Krankenkasse und Pflegeversicherung abziehen.

    Gruß Bestager


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  • bestager

    Was andere schreiben, stimmt ja sowieso nicht nach deiner Meinung, schon klar.

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  • Hallo Bestager, die Höhe der Beamtenpension hängt von der Dienstzeit und der Besoldungshöhe ab. Eine üppige Pension man sich erdienen, ebenso wie eine hohe Rente. Du übersieht, dass ein Beamter dem Staat brutto sehr viel weniger kostet als ein Angestellter, der Netto dasselbe wie der entsprechende Beamte bekommt. Stirbt ein Beamter früh spart der Steuerzahler sehr viel Pension und Beihilfe, lebt ein Beamter lange, wäre es für den Steuerzahler besser gewesen der Beamte wäre in der GKV und RV gewesen. Es ist aber mitnichten so, dass die Systemumstellung Milliarden einsparen würde. Du tust so, als ob Beamte eine besonders privilegierte Kaste ist, die nicht einmal Steuern zahlt.


    Zu deinem Rechenbeispiel.


    48.000 Euro entspricht einer Monatsrente von 210 Euro; also pro Jahr 2.520 Euro; in 10 Jahren 25.200 Euro. Bei einer angenommenen Rentenbezugsdauer von 20 Jahren wären es ca. 50.400 Euro. Wenn man berücksichtigt, dass Rentenerhöhungen noch gar nicht eingepreist sind, stelle ich fest, sooo schlecht ist die Rendite bei der heutigen Zinslage auch nicht. Wer alt wird fährt sogar eine ziemlich ordentliche Rendite ein.

  • Und die Beispielrechnung mit den 100 € habe ich direkt aus der Finanztest zum Thema Rente.


    Mir ging es wirklich nur darum, zu zeigen, für wieviel Geld man wieviel Rente kommt. Wenn ich das bei jungen Leuten frage, erhalte ich Antworten wie 20 € Rente für 100 € Einzahlung, Total daneben .....Also in 5 Jahren hat man Geld wieder raus. Ne, in 20 Jahren.


    Gruß Norbert

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  • Norbert :D,

    ich hätte ja nie gedacht, dass ich Blüms Aussage mal bestätigen würde. Aber wo bitte gibt es nach heutigem Stand eine sichere Rendite von über 5%? Alternativ kann man dasselbe Geld natürlich in 20 Jahren in immer gleich großen Stücken von anfänglich 5% pro Jahr verscherbeln, dann darf der Bedarf aber niemals höher werden, im Gegensatz zur Rentenauszahlung, die zumindest immer wieder mal den Rentenwert (=Euro pro Punkt) erhöht.

    Die Aussage der von dir befragten Jugend mit einer sicheren langfristigen Rendite von 20% ist absolut utopisch, selbst für hochspekulative Aktienoptionen wäre es das. Da glaube ich eher, die haben die Frage oder die Begriffe nicht richtig verstanden.

  • Andrea

    48.000 Euro entspricht einer Monatsrente von 210 Euro; also pro Jahr 2.520 Euro


    Nicht vergessen, das ist eine Nettorente von 2217 Euro pa, bleibt übrig, nach Abzug von Kranken und Pflegeversicherung.

    Das wäre eine Rendite von 4,6%

    Aber wie gesagt, durch die Senkungsfaktoren wird das nicht dabei rauskommen und die Rentensteigerungen sind nur in machen Jahren ein realer Inflationsausgleich.

    Schon gar nicht für den individuellen Warenkorb, wenn der vorwiegend aus gesunden Lebensmitteln bestehen soll.

    Man muß auch beachten, dass man die Rente erst Jahre nach den Einzahlungen bekommt, so lange tut sich mit dem Geld wenig.


    Zur Konkretisierung, der derzeitige Eckrentner bekommt 1.538,55 Euro Brotto, ca. 1353 Euro Netto. (KVdR versichert)

    Um das zu bekommen, muß man heute nach Nobbis Modell dafür 352.000 Euro bei der DRV eingezahlt haben.

    Das sind 18463 Euro BruttoRente pa.

    Die Steuerpflicht beginnt derzeit bei 9.408 Euro Rente (Single). (Angenommen kein Freibetrag mehr, wie es in Zukunft der Fall sein wird.)


    Andrea

    die Höhe der Beamtenpension hängt von der Dienstzeit und der Besoldungshöhe ab.


    Wie viel gibts nochmal vom letzten Sold dann Pension ?

    80% habe ich im Kopf davon gehen geringe Kosten für die private Krankenkasse ab, weil das Meiste von der Beihilfe bezahlt wird.

    (Ich weiß, bei dir ist es anders Andrea)

    Alleine das ist schon ein Faktor dafür, warum die Pensionen im Durchschnitt doppelt so hoch sind wie die Renten.

    Geplante Rentenabsenkung auf 48% und das ist noch Brutto, davon geht dann ebenso wieder Kranken und Pflegeversicherung ab.

    Und manche werden dann auch noch Steuern davon bezahlen müssen, weil es in wenigen Jahren keinen Steuerfreibetrag mehr für die Renten gibt.

    Steuerliches Existenzminimum mal aussen vor gelassen.


    Nochmal bezüglich deiner Argumentation Andrea, der Pensionär wäre billiger als der Rentner.

    Vielleicht jetzt, die Rehnung kommt aber hinterher, also wieder Verschiebebahnhof auf zukünftige Generationen.

    Die werden dann aber wieder auf die angeblich teuren Rentner losgehen und kürzen wollen und nicht auf die, die in Wahrheit sie doppelt so viel kosten.

    Pensionäre haben eine statistisch belegte wesentlich höhere Lebenserwartung als Rentner, weil sie nicht so stark dem Leistungsdruck im Erwerbsleben unterliegen und dazu auch noch durchschnittlich früher als Rentner aufhören zu arbeiten.

    Daher zahlen die nächsten Generationen die langen Pensionen.

    Der Pensionär hat in der Vergangenheit selbst nicht viel dazu beigetragen.

    Zudem darf man bei der ganzen Rechnung nicht das Witwengeld vergessen, das auch bei weitem nicht so stark reglimentiert ist wie die Witwenrente, was z.B. das Zusammentreffen zweier Eheeinkommen betrifft. Anrechnung usw.

    Aber so was kommt halt dabei raus, wenn man zulässt, dass zukünftige Pensionäre Gesetze für Rentner kreieren.

    Denen ist es nämlich vollkommen egal, ob die später bei der Tafel anstehen müssen.


    @Danil

    Wer hätte gedacht, dass es mal keine Zinsen mehr in Deutschland gibt, weil ganz Europa mit gestützt werden muß ?

    Aber ohne Europa werden wir leider nicht mehr überleben können und die schrauben daher schon seit Jahren in Brüssel daran, die staatlichen Renten Europaweit ganz abzuschaffen.

    Gruß Bestager


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  • Dani


    Ja, für mich ist das alles nur Träumerei, was manche so für Vorstellungen haben. So gut wie keiner der ca. 30-jährigen, die wir kennen, nimmt sich mal Zeit für das Alter. Rentenauskünfte werden gleich in die Tonne geworfen, weil sich keiner damit beschäftigen will. Zusätzliche Vorsorge ist unwichtig, lieber 2 oder 3 Autos, usw. Die Leute tun mir echt leid.


    Ich habe mich hier nur neutral zur Rente geäußert. Und es ist richtig, die Rendite kann sich echt sehen lassen und muss sich nicht verstecken.


    Gruß Norbert

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  • Nur zuir Info:


    Eckrentner: d.h. 45 Jahre durchschnittlich verdient, mal aktueller Rentenwert: 45 x 34,19 = 1538,55,€


    Gruß Norbert

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  • bestager


    Mmh, mal eine Frage: Ist das richtig, dass der Freibetrag abgeschafft wird? Das wäre ja echt bitter.


    Gruß Norbert

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  • Ja Nobbi:


    "

    Wer eine Rente bezieht, die 2005 oder früher begann, muss lediglich 50 Prozent der Rente versteuern. Ab 2040 versteuern Neurentner ihre Rente zu 100 Prozent.

    "

    Derzeit liegt der steuerfreie Anteil nur noch bei 20%

    Gruß Bestager


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  • Das haben wir einem pensionierten Beamten zu verdanken, der um 2000 vor Gericht zog und klagte, dass Pensionen versteuert werden müssen, aber Renten zu 50% steuerfrei damals waren.


    Dass Pensionen aber wesentlich höher sind und die Meisten Renten heute unter 1000 Euro trotz lebenslanges arbeiten liegen, hat die pensionsberechtigten Richter natürlich nicht interessiert.


    Das kommt halt dabei raus, wenn man alle Macht nur an eine Bevölkerungsschicht abgibt.

    Gruß Bestager


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  • bestager

    Ja, das ist richtig, aber der Grundfreibetrag bleibt, den hatte ich mit den Rentenfreibetrag verwechselt....


    Zusätzlich zum Rentenfreibetrag können Rentner genau wie Arbeitnehmer vom steuerlichen Grundfreibetrag profitieren. Dieser liegt für das Jahr 2020 bei 9.408 Euro. Ist die Summe von Renten- und steuerlichem Grundfreibetrag höher als die Jahresbruttotrente, fallen keine Steuern an.

    Ab 2040 also immer noch den Grundfreibetrag, bei verheirateten doppelt so viel


    Gruß Norbert

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  • Hallo Bestager,


    Die Brutto-Höchstpension ist 71,25 Prozent von der letzten Brutto-Besoldung ohne Zuschläge. Dazu muss man 40 Jahre Beamter in Vollzeit sein und darf erst mit Regelaltersgrenze ausscheiden. Wer weniger als 40 Vollzeitjahre hat oder früher geht oder Rentenansprüche aus anderen beruflichen Tätigkeiten, hat natürlich Abzüge, 1,9 % pro fehlendes Dienstjahr und 3,6% pro Jahr vor der Regelaltersgrenze und 100% der Rentenansprüche. Die Abzüge sind im Übrigen erst bei der Mindestpension gedeckelt, bei den Renten ist der Abzug m.W. bei 10,8% gedeckelt. Eine abzugsfreie Pension schafft weniger als die Hälfte, die weibliche Beamten erst recht nicht.


    Von der Pension geht die Krankenversicherung mit nicht unerheblichen Beträgen wieder ab. Die Mindestpension sind ca. 1.500 Euro. Hat man einen der früheren Billigkrankenversicherungtarif, für den keine ausreichende Altersrückstellung gemacht wurde, lebt man auch als Pensionär in Armut. Beim Eckrentner mit den 1.500 Euro ist die Krankenversicherung schon bezahlt.


    Die Beamtenpension ist in den hohen Besoldungsgruppen, die ein Studium erfordern, durchaus ziemlich üppig. Aber als Akademiker würde man idR auch eine hohe Rente bekommen. Wenn die Pension im einfachen und mittleren Dienst gut wäre, würden nicht so viele Postbeamte und deren Witwen am Hungertuch nagen und als Basisversicherte in der Priorität hinter den GKV Versicherten stehen.


    Die Behauptung, dass Beamte im Schnitt älter würden als andere Berufstätige mit Bürojobs halte ich für eine nicht zutreffende Behauptung.


    Wenn die öffentliche Hand für die Pensionen nichts zurück legt, können die Beamten nichts dafür. Wenn Rentnern oder Beamte ein hohes Alter erreichen, zahlt entweder die RV oder der Steuerzahler drauf. Stirbt man als Rentner oder Beamter früh, dann gewinnt rein monetär die RV oder der Staat.


    Steuerlich werden Beamten genauso behandelt wie der Rest.