Luft an der Spulenstelle?

  • Seit gestern stelle ich fest, dass meine Spule nicht mehr so gut am Kopf haftet. Ich habe den Magnet Stärke 2 mit Abstandhalter, was bisher gut war. Nun aber fällt er leicht herunter. Ich habe vielleicht 1-2x falsch geniest.

    Sollte/Kann ich da etwas machen (außer Abstandhalter weg)?

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Du könntest ein Stirnband benutzen, damit die Luft nach und nach „verschwindet“. Aber kein zu festes Stirnband benutzen. Ich hatte mal einen Bluterguss am Implantat, da hielt der Magnet auch nicht. Ich habe es mit einem günstigen Drogerie Stirnband wegbekommen. Wenn es sich nicht verbessert, zum Arzt gehen.

  • Das Problem mit einem kleinen Luftkissen über dem (linken) Implantat habe ich auch, der Spulenträger sitzt dann nicht optimal und somit ist sowohl der Funkkontakt von aussen nach innen als auch die Haltequalität sehr eingeschränkt. Dies hängt bei mir vor allem davon ab, wie ich nachts liege. Als Seitenschläfer drücke ich hin und wieder die Luft über dem Implantat etwas zur Seite, dann funktioniert alles, wie es soll, machmal über viele Tage hinweg. Aber es gibt auch Tage, da will sich das Polster nicht wegdrücken lassen .... eine richtige Lösung hierfür gibt es hierfür nicht, ich versuche dann, mit den Fingern vorsichtig das Luftkissen so zu verschieben, dass es passt. Es ist tatsächlich nur ein kleines Luftkissen, aber mit grosser Wirkung.

    Das Einsetzen eines stärkeren Magneten zum besseren Sitz am Kopf führt bei mir bei sehr warmen Wetter zu gefühlt sonnenbrandähnlichen Effekten, überhaupt bin ich da sehr wärmeempfindlich, bis hin zu leichten Taubheitsgefühlen rund um den Spulenträger.

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


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    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

  • Seit heute sitzt die Spule wieder besser, während sie in den Tagen zuvor immer wieder abgefallen ist und sich fast wie der gleiche Pol angefühlt hat. Darüber bin ich froh, denn ich habe mir auch diesen Abstandhalter nicht ohne Grund drauf montiert. Ich hatte zumindest damals an der Spulenstelle dann auch immer so ein Ziehen, ich vermute, ich habe eine recht dünne Kopfhaut. Bei einem stärkeren Magneten hätte ich dann wie Magneto auch Sorge, dass es wieder zu diesen Irritationen kommt.
    Jetzt weiß ich also, dass die Luft zum Glück wieder weggeht und denke hoffentlich daran, so zu niesen, wie man soll.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Indem man sich die Nase zuhält. Dann kommt angeblich Luft durch die Tuben an die falsche Stelle.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Das Problem mit Luft unter der Haut kenne ich nur für eine gewisse Zeit nach der OP, in der man vorsichtig sein muss mit schneuzen, niessen und co. Alles erst mal verboten.


    Mir hatte man das nach der OP nicht gesagt (es war gerade viel los und ging im Stress wohl unter) und nachdem ich immer wieder Nasenbluten und evtl einen blauen Fleck im Mittelohr hatte hat mir eine Stationsärztin sogar geraten, regelmäßig einen Druckausgleich zu machen, damit frische Luft ins Mittelohr kommt.


    Das Ergebnis war ein großes Luftkissen beim Implantat, die wurde dann mit einer Spritze abgesaugt, dann wieder drei Tage Druckverband und Antibiotika über Infusion, als Krankenhaus.


    Das man aber für immer aufpassen muss, wäre mir neu. Wobei ich mir beim Niessen noch nie die Nase zugehalten habe.


    Darf man nie einen Druckausgleich machen, wenn man z.B. Aufzug fährt?

  • Wobei ich mir beim Niesen noch nie die Nase zugehalten habe

    Die Erklärung von AnniB hat mich zwar auch erst stutzig gemacht. Bei genauerem darüber Nachdenken habe ich dann doch einige Bekannte ins Gedächtnis gerufen bekommen, die auch immer ihre Nase zuhalten. Ist also nichts ungewöhnliches, nur weil ich das nicht mache.

    Niesen verursacht ganz allgemein einen viel höheren Druck (im Ohr) als wenn man mit dem Aufzug oder gar Bergbahn fährt oder mit dem Flugzeug fliegt, auch ohne Zuhalten. Mach dir da also keine Gedanken, Rebecca. Zumal bei den meisten der Druckausgleich schon dann funktioniert, wenn man nur explizit schluckt.

  • Moin

    Darf man nie einen Druckausgleich machen, wenn man z.B. Aufzug fährt?

    natürlich soll man Druckausgleich machen, wenn man z.B.erkältet ist (dann ist die Eustachsche Röhre verengt, ein Druckausgleich wird schwieriger), oder wie Du schreibst Aufzug fährt, oder sich das Wetter ändert, ... wenn der Druckausgleich zwischen Innenohr und Aussenwelt nicht automatisch geschieht, oder sonstwie merkt, dass da was nicht stimmt. Da spricht man aber von Änderungen im 0,1 Bar-Bereich


    Z.B.beim Tauchen ist der Druckausgleich meist unabdingbar, da der Druck mit zunehmender Tiefe durch die höhere Dichte des Wassers schneller ansteigt (10m Wassertiefe=2Bar, 20m Wassertiefe=3Bar, ...). Dann macht man das beim Abtauchen permanent kontrolliert, kein Problem, weil momentan die Differenz Aussenwelt/Innenohr klein ist


    Ein Niessen ist jedoch unkontrollierbar. Kurzzeitig entsteht ein hoher Überdruck, der bei zugehaltener Nase tatsächlich zur Zerstörung des Trommelfells führen kann. Das hat mit einem normalen Druckausgleich nichts gemein


    Niesen verursacht ganz allgemein einen viel höheren Druck (im Ohr) als wenn man mit dem Aufzug oder gar Bergbahn fährt oder mit dem Flugzeug fliegt

    Ja sicher, aber den Überdruckeffekt auch noch durch das Zuhalten der Nase zu verstärken rät sicherlich kein HNO. Bei zu erwartendem Knall o.Ä.wird auch immer geraten, den Mund offen zu halten, um Spitzen abzumildern, und das Trommelfell zu entlasten.


    Und: Wenns 1000 Mal gut gegangen sein sollte, heißt das nicht, dass es bei 1001.Mal das Trommelfell nicht irreparabel zufetzt.


    LG Konrad

  • Ich habe mir nicht die Nase komplett zugehalten, aber weitgehend, weil ich leise bzw. fast unhörbar niesen wollte (was mir aber nie gelingt).

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Laß es lieber ;)


    Egal wie "störend" die Nieserei, bzw. das damit verbundene Geräusch für andere, auch sein mag, gesünder ist es auf jeden Fall, es laufen zu lassen.

    Man sollte es sogar nicht unterdrücken!

    Wenn man spürt, daß da was ist, und es "will nicht" raus, dann sollte man in die Sonne schauen, so daß man am Ende wirklich Niesen mußt.


    Du kannst Dir ja gerne ein Tuch, aber bitte mit Abstand, eine Art Höhle formen, vor Nase und Mund halten.

    Das sollte auch ein wenig die Geräusche eindämmen.

    Aber raus sollte es!