Nackenprobleme

  • Hallo


    Auf eigener Faust habe ich jetzt 3 Tage kein SP getragen. Die ziehenden Schmerzen wurden besser. Sind nicht weg aber sind besser. Außer die Schädeldecke drückt noch.

    Was mir aufgefallen ist, der Nacken ist ständig verspannt. Ich mache absolut nix. Kein Sport. Nur Entspannung. Aber irgendwas beißt mir in den Nacken. Schüttle ich den Kopf, spüre ich das Implantat und es tut weh. :(

    Ich kann weder zur Implantierenden Klinik noch sonstwo. Dank Corona.

    Kann es möglich sein, dass das Implantat falsch gesetzt wurde und deshalb solche Probleme macht?

    Physiotherapie und Osteopathie bringen keine Veränderungen. Leider.


    Ich versuche selbst schon alles Mögliche.

  • Hallo Caddia,


    ich glaube auch nicht, dass die Nackenschmerzen von einem falsch implantierten Implantat kommen. Vielmehr können sie von der Höranstrengung kommen, wenn man sich so konzentriert, auch beim Mundabsehen. Ich selbst habe auch öfter Nackenschmerzen.


    Was dir vielleicht helfen könnte, wäre, wenn Du Dir irgendwas aus der Tiefkühltruhe mit einem Handtuch drumherum auf den Nacken legst und dabei hinlegen. Diesen Tipp gab mir ein Arzt von meiner zuletzt erfolgten CI-Reha fürs 2. CI. Ich konnte es auch erst nicht glauben, dass das funktioniert. Aber es linderte die starken Schmerzen tatsächlich! ;)


    Liebe Grüße ReCI

  • Hallo Caddia,


    hast du mal versucht, telefonisch mit der Klinik Kontakt aufzunehmen?

    Vielleicht kann doch ein Besuch vereinbart werden, unter gewissen Vorkehrungen

    ?!


    VG Fibi

    Sohn (18 Jahre) rechts HG Linx von Resound bei hochgradiger SH

    links CI von Cochlear - OP am 04.05.2018 / EA 18.06.2018

  • Hallo ihr Lieben


    Ja ich denke auch, dass es vom Hörstress kommt. Ich verspüre auch einen Druck im Ohr auf der implantierten Seite.


    Fibi du glaubst nicht, was ich alles versucht habe, um einen Termin zu bekommen. Von Email, bis Anrufen, bis einfach dahin fahren, alles versucht. Einmal kam ich mit Termin, wurde gleich in die Schmerzambulanz geschickt, OHNE UNTERSUCHUNG, OHNE ALLES.

    Ja, wenn man nicht weiter weisst, vollpumpen mit Medikamenten und Klappe halten. Aber wer nimmt einfach Tabletten, ohne zu wissen, wofür. Da bin ich die letzte.

    Ich kämpfe für mein CI.

    Ja Röntgen wurde gemacht nach der OP. Aber ich habe Krafttraining gemacht für Nacken Bauch und Rückenmuskulatur. Vielleicht hat sich durchs Pressen was verschoben?

    Was ich weiss, Elektroden liegen da, wo sie sein sollen laut Techniker. Implantat ist nicht entzündet, tut auch nix weh. Nur nach 5 Monaten merk ich bei schnellen Kopfbewegungen noch immer, dass etwas im Kopf ist.

    Es kam auch schnell zum Hörerfolg. Nach 8 Wochen. Aber dem Gehirn war es wohl zuviel. Der Techniker meinte, SP jeden Tag tragen soviel wie möglich. Jetzt lass ich es weg.


    Wenn ich nur wüsste, woher die Kopfschmerzen kommen, Gott sei dank nicht sooo stark. Eher mässig. Könnte es von Höranstrengungen kommen?


    CT vom Schädel wurde gemacht. Nix auffälliges und nur deshalb liegt mein Verdacht nahe, dass es nur noch vom Implantat kommen kann, weil ich diese Probleme nie in meinem ganzen Leben hatte. Kann mich auch hoffentlich täuschen.

    Schade dass man sowenig CI Träger findet mit Problemen

  • Liebe Caddia,


    durch Pressen kann sich nichts verschoben haben. Sonst dürften wir CI-Träger ja keinen Sport machen.


    Die Kopfschmerzen kommen sicherlich auch von der Höranstrengung. Das habe ich auch immer wieder mal. Und vor allem bei zu wenig Schlaf habe ich am nächsten Tag schlimme Kopfschmerzen und das Hören ist dann aufgrund der Tagesform auch wesentlich schlechter als wenn ich ausgeschlafen bin.


    Gönne Dir ruhig die Hörpausen, die sind sehr wichtig für uns Hörgeschädigte! ;):)


    Liebe Grüße ReCI

  • Also die Kopfschmerzen kommen sicherlich von der Höranstrengung, das kenne ich auch persönlich von mir. Ich bin zwar keine Technikerin, aber was sich verschieben kann, was nur sehr selten passiert, sind die Elektroden. Das ist mal meiner guten Freundin passiert, worauf sie Reimplantiert wurde (will jetzt niemanden verschrecken). Wie gesagt sowas ist sehr selten, aber dadurch hört man mit dem CI auch sehr wenig, was bei die nicht der Fall ist. Zur Befestigung des Implantats dient das Knochenbett, was während der Implantation gefräst wird. Ebenso wird ein ein kleiner Kanal für die Elektroden auch gefräst, zur Befestigung. Bei Med-EL gibt es auch den SYNCHRONY 2 PIN, der dient noch zur sicheren Befestigung im Knochenbett. Wenn du kannst, kannst du mal deine Implantatstelle berühren oder tasten. Vielleicht hast du eine falsche Bewegung beim Krafttraining gemacht, was die Schmerzen verursacht, ich will dir jetzt keine Vorwürfe machen. Ich würde, wenn die ganze Situation vorbei ist, die implantierende Klinik informieren und die Situation in ruhe nochmal schildern und ggf. um ein eine Untersuchung im Implantat Bereich bitten, ohne das man gleich zur Schmerzambulanz geschickt wird. Mir ist noch eingefallen, dass ich vor vielen Jahren mal eine falsche Bewegung am Kopf gemacht habe, und kleine Schmerzen am Implantat hatte, wenn ich den Kopf bewegt habe. Es blieb nur einen Tag, dann waren die Schmerzen auch wieder weg, aber deine ziehen sich zu einem längeren Zeitraum.

  • Ich habe an einem Tag Sport gemacht und in dieser Nacht bin ich vor extremen sehr starken Schmerzen im Kopf aufgewacht. Ich habe gedacht, dass überlebe ich nicht. Mir lief der Speichel im Mund zusammen. Nahm eine Ibu 800 und legte mich wieder schlafen. Dann wurden die Schmerzen 2 Tage später erträglicher. Daraufhin bin ich zur Klinik und schilderte dies... ohne Untersuchung ging sie ins Nebenzimmer, kam wieder und schickt mich in die Schmerzambulanz. ( die HNO Ärztin schickte mich auf Anraten der Operateurin , die mich operiert hat, sass im Nebenraum, in die Schmerzambulanz.)

    Dann war Schmerzfreiheit genau 5 Tage. Seitdem zieht es immer wieder mal an der oberen Schläfenseite...und zwischen Ohr und Auge. Druckempfindlichkeit überm Auge an der Stirn.

    Ich wusste nicht, dass Hörstress solche Sachen auslösen können. Plus dazu ist der Nacken ständig verspannt. Es geht nicht in meinem Kopf rein, von was? Ich habe nix geändert, nix.

    Deshalb meine ich... denke ich, der SP ist nicht der Urheber, sondern das Implantat oder der Sport..... aber das macht doch keine 8 Wochen unentwegt Probleme.

  • Während der CI-OP haben sich bei mir durch die stundenlange „verkrampfte“ Haltung der Atlas- und der Axiswirbel (C1 und C2) verschoben. Die sind bei mir aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls drei Jahre vor der OP anfälliger. Mein Atlastherapeut konnte mir wieder wunderbar helfen (die Therapie muss ich allerdings selbst bezahlen, übernimmt leider keine Kasse).

    Vielleicht wäre das bei dir auch mal zu überlegen und zu prüfen🤔?


    Hörpausen sind immer gut, auch mal bewusst nicht hören zu wollen.


    Gute Besserung und schöne Ostern!


    LG SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo,


    es kann auch mit dem Magneten zusammen hängen. Wenn dieser zu stark ist, kann dieses zu Kopfschmerzen und einem Entzündungsgefühl kommen.

    Gerade "10 Wochen nach OP" passt auch dazu. Denn nach der OP ist die Stelle ums Implantat geschwollen. Diese Schwellung wird mit der Zeit weniger und somit ist ein schwächerer Magnet notwendig.

    Auch dass der Schmerz nach Nicht-Tragen abklingt... klar, der Magnet im Überträger ist ja nicht dran!


    Bitte überprüfe, ob du mit einem schwächeren Magneten klarkommst, ggf halt mehrere Tempos zwischen Kopfhaut und Überträger!

    Denn im schlimmsten Fall kann ein zu starker Magnet zu einer Nekrose führen!

  • Leider nein, darüber wissen leider die wenigsten Ärzte und Therapeuten Bescheid. Ich hatte damals nach meinem Unfall das Glück, dass mein Orthopäde 10 Monate (!) nach dem Unfall zufällig was von Atlastherapeuten gehört und mir den Tipp gegeben hat. Der Atlastherapeut konnte mir sofort und augenblicklich helfen, nachdem ich 10 Monate lang mit mega Schmerzen rumgelaufen bin und sogar in dieser Zeit mein Pferd verkauft habe, weil an Reiten nicht mehr zu denken war. Ich hatte nach dem Unfall Massagen und auch diverse Therapien mit erfahrenen Therapeuten, die den Atlas aber nicht ertasten konnten. All diese Therapien brachten keine Linderung.


    ich wünsche dir, dass dir von wem auch immer bald geholfen werden kann.

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • muggel es klingt nach Abnahme des Magneten nicht ab. Das Problem ist nach wie vor da. Hauptsächlich Schädelseite und Nacken auf der Implantierten Seite. Ich bin von Magnetstärke 4 auf 2-. Weniger geht nicht, es hält nicht.

    Ich habe keinerlei Schmerzen AM Implantat. Sondern 3 Finger breit überm Implantat und die Schädeldecke ist druckempfindlich. Es ist nix gerötet. Das ist ja alles was mich irritiert. Denn sonst wüsste ich ja was zu tun ist. Irgendwas stimmt nicht bei mir.

  • Hallo,


    du hattest doch weiter oben geschrieben, dass es nach 3 Tagen Nichttragen weniger geworden ist.


    Dass eine Reizung durch einen zu starken Magneten nicht sofort weg geht, wenn man ihn ablegt, ist eigentlich logisch. Wenn man sich beim Gehen in Schuhen ne Druckstelle gelaufen hat, dann ist die auch nicht sofort weg, wenn man die Schuhe auszieht.


    Wir können hier ja nur Tipps und Erfahrungen geben. Dass du die Magnetstärke schon reduziert hattest, war ja nicht klar. Da ich inzwischen mehrere Personen kenne, die wegen zu starkem Magneten Probleme hatten, wollte ich dieses einfach hier erwähnen.


    Ansonsten kenne ich auch eine Person, bei der das Implantat sehr nah an einem Nerv lag. Dadurch hatte diese Person auch Schmerzen. Durch Versetzen des Implantats einige cm nach oben waren diese Schmerzen dann weg. Dies war eine Idee / Vermutung des Operateurs, sehen konnte man dieses nicht (weder bei bildgebenden Verfahren noch während der OP).