Bei mir piept es nun...die Hörreise beginnt.

  • Heute, 1 Woche nach der OP, habe ich meinen Sprachprozessor erhalten.

    Die gute Nachricht: alle Elektroden funktionieren, jede Elektrode wurde einzeln auf angenehme Lautstärke eingestellt. Und wie befürchtet musste der Regler im Hochtonbereich ziemlich hochgefahren werden, bevor ich da überhaupt etwas wahrnahm. Für mich die Bestätigung, dass ich tatsächlich schon in sehr früher Kindheit oder von Geburt an hochtontaub war.

    Anschließend sollte sozusagen die die Generalprobe erfolgen, ob aus den Tönen etwas zu verstehen ist. Da folgte dann die Ernüchterung: es piept im Rhythmus seiner Worte, das war es. Tröstende Worte vom Techniker "keine Wunder erwarten nach 5 Minuten".


    Ab morgen heißt es also üben...heute bin ich zu unkonzentriert und auch zu kaputt vom Tag, um mich mit dem Rucksack bzw. seinem Inhalt zu beschäftigen. Der Techniker hat mir empfohlen, mich z.B. einfach mal im Park hinzusetzen und auf Alltagsgeräusche zu lauschen, Nachrichten mit Untertiteln u.a.m.


    In der Cochlear-Lounge habe ich übrigens erfahren, dass ich als frischgebackenes Mitglied der Cochlear-Family ein weiteres Zubehörteil kostenlos erhalte, sofern ich mich bei ihm innerhalb von 3 Monaten nach der OP melde. Da das Minimic Teil der Erstausstattung ist, nehme ich vermutlich den Medienstreamer. Für den Telefonclip hätte ich höchstens im Büro Verwendung, da bezahlt der Arbeitgeber;)


    Ab 13.01. ist die Erstanpassung, mal schauen, wie weit ich bis dahin gekommen bin....

    Hochtonschwerhörigkeit/Hochtontaubheit von Kindheit an.

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    Links: 65% Sprachverstehen mit HG (seit 2020 Oticon Exceed)

  • Für mich war es am Anfang eine große Hilfe mitzulesen. Inzwischen verstehe ich auch ohne mitzulesen. Manchmal verändert sich etwas über Nacht.
    ich habe übrigens auch von der Cochlear Family ein zweites Zubehörteil bekommen 😃

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • musste der Regler im Hochtonbereich ziemlich hochgefahren werden, bevor ich da überhaupt etwas wahrnahm

    Hallo Terry,


    erst mal Glückwunsch zu dieser recht frühen "temporären" Anpassung! :) Hauptsache, es piepte erst mal, auch wenn's nervt... Das vergeht mit der Zeit.


    Während es bei meinem linken Ohr gleich während der EA gleich klappte, hatte ich zwei Jahre später beim rechten Ohr das gleiche Problem im Hochtonbereich.... Hat bei mir gute 3 Monate gedauert, bis da was ankam... Man kann noch nicht mal beide eigenen Schlappohren vergleichen., geschweige denn mit anderen CI-Trägern - jeder tick da anders... Es kommt noch in die Pötte.


    Ich wünsche Dir ab der regulären EA im neuen Jahr ein guten Start in die Hörreise!

  • Vielen Dank für die guten Wünsche. Nachdem heute die Nacht wieder einmal schon um 3 Uhr vorbei war, habe ich über Stunden mir selbst vorgelesen, Nachrichten geschaut usw. Der Ton war immer der gleiche, es veränderte sich überhaupt nichts. Wenn so eine Art "Glockenspiel" mit verschiedenen Tönen angekommen wäre, ok - aber so? Also heute morgen in Anbetracht der bevorstehenden Feiertage leichte Panik, dass da vielleicht etwas falsch eingestellt ist (nur eine Elektrode aktiv oder so).

    Da das DHZ nicht unbedingt als flexibel bekannt ist in punkto kurzfristige Terminvergabe, habe ich einfach meine Akustikerin angerufen und komme gerade von ihr zurück (sie ist schon ein echter Schatz!). Die Elektroden wurden noch mal durchgegangen und nur etwas anders eingestellt. Sofort hörte ich statt nur dem einen Ton das "Glockenspiel", nach 5 min quatschen dann konnte ich vereinzelt Wörter erahnen (so ungefähr in jedem 3. oder 4. Satz ein Wort). Und wenn ich jetzt mit meinem Hund langsam spreche, höre ich tatsächlich das, was ich sage (fürchterlich irritierend, sich selbst doppelt zu hören), die Tastaturanschläge beim Tippen (völlig überflüssig:S).

    Damit lässt sich arbeiten;)


    Beim Großfamilientreffen nächsten Sonntag werde ich den SP aber mit Sicherheit nicht anlegen^^

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  • Wie lange hast du quasi nichts gehört? Da braucht das Gehirn wahrscheinlich einfach Zeit - und Input. Ich habe bei mir den Eindruck, dass das Gehirn ständig analysiert und immer mehr mit den Informationen anfangen kann. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es gut wäre, den SP einfach zu (er)tragen. Mir hat man gesagt, das ist das Wichtigste ist, dass ich das Gerät von morgens bis abends trage.

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    das andere Ohr ist normalhörend

  • Ja, das mag für manche Leute stimmig sein. Für andere ist eine Hörpause genau das Richtige. Das muss man für sich selbst raus finden. Ich werde aggressiv, wenn ich den SP zu lang trage.

  • Tag 3
    Hurra - ich habe endlich wieder einmal 8 Stunden am Stück geschlafen. Nach fast einer Woche mit maximal 4 Stunden am Stück sehr erholsam. Es zeigt mir aber auch einmal wieder, wie anstrengend Hören ist. Gestern habe ich noch über 1 Stunde mit Untertiteln ferngesehen und versucht, ohne HG und nur mit SP etwas zu verstehen. Bei mir klingt es wie mit Helium, die Aussprache lässt ebenfalls zu wünschen übrig;)

    Und die ersten 5 min mit dem SP verstehe ich überhaupt nichts, dann langsam einzelne Wörter. Ich finde es richtig spannend, quasi die Arbeit meines Hörnervs mitzuerleben, aus dem Klangbrei etwas Sinnvolles herauszufiltern.


    Vor der OP war ich hochtontaub mit 89% Hörverlust auf der rechten Seite, 35% Sprachverstehen mit HG. Das bedeutete in der Praxis, dass ich das Ohr als nutzlos empfunden habe und erleichterte mir die Entscheidung pro CI (kann nur besser werden).

    Die Hörpausen habe ich auch zu HG-Zeiten gebraucht, zu lange verstehen zu müssen sorgt bei mir für Erschöpfungszustände, d.h. nach längeren Besprechungen in der Gruppe kann ich am nächsten Tag keinen klaren Gedanken fassen, meine Zunge verknotet sich statt zu sprechen.


    Lieber Hörnerv, es ist übrigens wirklich nicht nötig, sich selbst atmen zu hören, bitte lerne möglichst schnell, das zu ignorieren. Als Dampferin (das sind die E-Zigaretten-User) atme ich nun einmal genussvoll tief ein und aus8) Aber ich finde es schön, dass ich gefühlt wirklich am rechten Ohr höre. Alle Geräusche tauchen nicht wie aus dem Nichts aus und sind einfach im Kopf, sondern ich höre mit dem rechten Ohr.

    CI's sind schon ein technisches Wunderwerk, vielen Dank an all diejenigen, die daran forschen, arbeiten, entwickeln:love::love:

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  • Jep.

    Ist wirklich einmalig!

    Allerdings solltest Du Dein Gehirn bitten, etwas ignorieren zu lernen, nicht Deinen Hörnerv ^^


    Es ist tatsächlich so, daß alles mit seiner Zeit kommt.

    Anfangs noch bißchen anstrengend, später kommt alles ungefragt an. Was zu welchem Zeitpunkt, ist immer unterschiedlich! Sogar heute noch habe ich so AHA Momente :)

    Ähnlich, wie Du es schon mit dem Atemgeräusch empfindest. Aktuell mag es sogar noch nerven 8o

    Deshalb habe ich zu meiner Anfangszeit eher alles einfach so auf mich einprasseln lassen, ohne mich groß anzustrengen. Erst, als ich gemerkt hatte, es kam was an, habe ich dann auch versucht, gezielter zu lauschen.



    Glückwunsch zu Deinem bisherigen Hörerfolg!

    Es kann nur noch weiter gehen! :thumbup:



    Gruß Sheltie

  • Tag 6 mit SP

    Dienstag nachmittag hatte ich meinen SP bekommen, jetzt ist es Sonntagmorgen. Und mein Gehirn lernt in Riesenschritten.

    Es hilft, sich das ins Gedächtnis zu rufen, wenn ich ungeduldig werde.

    Freitag wurden die Fäden gezogen, seitdem juckt es weniger, gestern endlich wieder einmal ein schönes Bad genommen. Die Wunde heilt gut, die Ohrmuschel ist noch weitgehend taub. Ich hoffe, der Magnet hält, denn das Taubheitsgefühl sorgt auch dafür, dass ich den SP nicht spüre.


    Mr. SP ist weiterhin auf Helium, aber heiser geworden. Und er hat mitbekommen, dass im Fernsehen verschiedene Personen sprechen. Je länger eine Person spricht, desto mehr "Persönlichkeit" bekommt die Stimme, fast schon eine Stimmlage. Gestern habe ich den Minimic ans TV angeschlossen und höre jetzt nur noch mit SP, der normale Ton ist aus. Der Wiedererkennungswert der Wörter steigt an, mit Untertiteln zusammen ist schon fast problemloses Verstehen möglich. Ohne Untertitel geht aber noch gar nichts...

    Im Gespräch mit echten Personen ist Mr. SP eine Nervensäge und noch eher hinderlich. Ohne HG auf der anderen Seite würde ich da ganz alt aussehen. Außerdem habe ich gestern mal Hörtrainings-Apps ausprobiert. Vor allem Nonsenssilben zum Erkennen einzelner Konsonanten oder Vokale sind ein reines Glücksspiel. Das zeigt, wie lang mein Weg noch ist.

    Aber wie gesagt, es beginnt gerade Tag 6, die ärztliche Prognose lautet: nach 6 Monaten werde ich besser verstehen als vor der OP. Und bisher ist alles sehr gut verlaufen, ich habe überhaupt keine Nebenwirkungen wie Schwindel, zusätzlicher Tinnitus (mir reicht der, den ich sowie habe) o.ä.


    Ich dachte ja, Mr. SP "hört" meinen Puls, wenn es ansonsten still ist, aber das stimmt nicht, er "pingt" nur jeden zweiten Pulsschlag. Ich vermute mal, er hört ein elektrisches Gerät aus dem Küchenbereich oder eine Uhr. Irgendwann werde ich den "Übeltäter" ausfindig machen müssen, wenn Mr. SP (bzw. mein Gehirn) nicht lernt, das zu ignorieren. Dampfen darf ich jetzt schon ohne Begleitkommentar, es ist also möglich;)


    Heute nachmittag ist vorweihnachtliches Großfamilientreffen. Ich habe mich entschlossen, Mr. SP und Minimic dürfen mit. Abnehmen kann ich ihn immer noch, wenn es zuviel wird. Morgen bin ich glücklicherweise noch krankgeschrieben und kann dann meine Hörerschöpfung auskurieren. Wobei die wohl eher vom Hörstress mit HG kommt, denn das stundenlange Fernsehgucken mit Mr. SP hat am nächsten Tag keine Auswirkungen.

    Letztlich waren es ja die Erschöpfungszustände nach Hörstress, die mich zu der OP bewogen haben - und die ad acta legen zu können und endlich wieder auch aktiv leben zu können.....ein Traum würde wahr:)


    Ich bin dankbar. Die Hörreise ist wie ein Adventskalender, hinter jeder Tür steckt eine neue Überraschung;)

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  • Ich hatte auch ein undefinierbares Ploppen, bis ich drauf kam, dass es der Magnet ist, der etwas Spiel hatte und hin und her geschoben wurde bei jeder Bewegung...

    Thema Hörstress: Ich war gestern mit der Familie auf dem Weihnachtsmarkt. So ein richtiger Rummel, hatte mit Weihnachten nicht viel zu tun. Aber mein Sohn wollte unbedingt in die Geisterbahn :) Wir waren um 20 Uhr zu Hause. Hatte einen lauten Tinnitus und war mega erschöpft. Bin um 20.30 Uhr auf dem Sofa eingeschlafen und um 21 Uhr ins Bett gewankt. Und ich habe nur einen Glühwein getrunken! ^^

  • Hallo Terry,

    Die Hörerschöpfung kommt auch vom CI, denn dein Gehirn muss Schwerstarbeit leisten und braucht viel Energie dafür. Sie äußert sich zbsp. mir nur anders als der Hörstress mit HG. Beim CI ist bei eher Erschöpfung und Müdigkeit, beim HG Verspannungen und Kopfschmerzen. Also einfach selbst probieren und dich selbst beobachten und es so machen, wie man sich wohl fühlt.

    Lg Sabine

    durch Masernerkrankung im Kleinkindalter progrediente Schwerhörigkeit beidseits, rapide Verschlechterung in letzten Jahren,

    li: HG Siemens Motion P, re: CI - Cochlear CI522+N7, OP: 30.1.2018, EA: 12.3.2018(Kanso), 2.5.2018 (N7)

  • Scheint bei jedem anders zu sein. Ich habe noch nur HGs und klage über keine Kopfschmerzen. Dagegen bin ich abends platt. Selbst gestern hat sich meine Frau gewundert, wovon ich denn erschöpft sei, wir haben doch praktisch nichts gemacht (außer insgesamt 4h mit dem Auto von Ort zu Ort zu fahren und uns unter Straßen- und Handwerkslärm zu unterhalten...)

    Auch Terrys letzter Beitrag führt mir mal wieder vor Augen, dass ich mich viel zu spät für ein CI entschieden habe. Umso mehr freue ich mich auf die OP im Februar.

  • Bei mir äußert sich die Erschöpfung immer am nächsten Tag, wenn sich das Adrenalin abgebaut hat. Montag nachmittag ist z.B. bis zu zwei Stunden im Büro Besprechung mit 8 Personen - am Dienstag mache ich dann schon mittags Feierabend und schlafe 2 Stunden. Seminartage als Teilnehmer oder Referent - am nächsten Tag kann ich nicht klar denken, stolpere bei jedem Schritt und habe einen Knoten in der Zunge, wenn ich formulieren will. Aussagen vor Gericht (muss ich beruflich manchmal als Zeuge) - dasselbe, auch wenn das nur kurz ist. Ich habe jedes Mal Angst, dass der Gerichtssaal in einem Altbau ist, ich die Fragen nicht verstehe, die Antworten nicht weiß.

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  • Was den Aufenthalt in Lärm angeht, war ich vor ein paar Tagen positiv überrascht: Wir sind einem großen Brauhaus gelandet und es war sehr sehr laut. Ich habe anzuschauen dann das Café-Programm ausgewählt und konnte mich echt gut unterhalten und habe auch den Lärm nicht so stark wahrgenommen.
    Dafür konnte ich aber beim Frühstück, während ich getoastetes Baguette gegessen habe, NICHTS verstehen 😄

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    das andere Ohr ist normalhörend

  • 1 Woche mit Mr. SP

    Vorgestern beim Familientreffen hatte ich nach 2 Stunden genug vom Glockenspiel in meinem rechten Ohr - 24 Personen in einem Raum, darunter zwei lebhafte Kinder im Vorschulalter, das war echt zuviel.

    Da ich TV mit Untertiteln inzwischen recht gut nur mit CI verfolgen kann, versuchte ich mich gestern einmal an einer Hörttrainings-App. Mir schwant langsam, dass das ständige Gerede von "üben, üben, üben" hier im Forum kein Scherz ist=O=O:
    Ein "O" höre ich regelmäßig als "U", "Vierzig" bei den Zahlen klappt auch nicht. Und manche Wörter konnte ich noch so oft wiederholen - trotz der Vorgabe (z.B. Obst, Berufe usw.) kam ich nicht auf die Lösung. Na dann: üben, üben, üben. Ein neues Hobby brauche ich mir für nächstes Jahr sicher nicht vorzunehmen.

    Ansonsten ist Mr. SP nicht mehr heiser und auf Helium, dafür habe ich analog zum Werbespruch ein "Kind im Ohr" von der Stimme her.

    Es ist aber erstaunlich, auf welche Entfernungen Mr. SP etwas wahrnimmt. Heute morgen beim Gassigehen hörte ich plötzlich ein rhythmisches Klappern, es war eine Dame auf Stöckelschuhen in rund 40 Meter Entfernung.


    Heute morgen fing mein rechtes Auge an zu tränen. Erst habe ich mir nichts dabei gedacht außer "vielleicht Zug bekommen". Später dann merke ich, dass alles gleich schmeckt, dass sich rechts Lippe und Nase taub anfühlen und das rechte Unterlid ständig zuckt. Ich hoffe, dies ist nur sehr vorübergehend ein Teil des Heilungsverlaufs (OP war vor genau zwei Wochen), eine Beeinträchtigung der Gesichtsnerven macht nicht wirklich Spaß und schlägt auf die Laune...Bitte lieber Weihnachtsmann: wenn ich noch einen Wunsch frei habe, mach, dass das schnell wieder verschwindet<X Ich bin auch ganz brav und übe, ehrlich;)

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  • Ich hatte auch nach circa drei Wochen nach der OP plötzlich etwas Theater mit dem Gesichtsnerv; keine Lähmung oder Ähnliches, aber Kopfschmerzen bzw. Schmerzen an verschiedenen Stellen im Kopf und wie so Blitze. Das ist aber wieder weggegangen.
    O und U auseinander zu halten ist mir am Anfang auch sehr schwer gefallen. WannWann fangen klangen auch alle Alltagsgeräusche in der App gleich. Inzwischen klingen viele natürlich, am Anfang klangen auch alle Alltagsgeräusche in der App gleich. Inzwischen klingen viele natürlich.

    Was das Üben angeht, ja, das muss man wohl tun und es bringt auch Erfolg. Es ist nur von Person zu Person unterschiedlich, wie schnell das geht. In diesem Beitrag steht auch noch einmal explizit, dass man zusätzlich zum Alltag mit AppsIn diesem Beitrag steht auch noch einmal explizit, dass man zusätzlich zum Alltag mit Apps üben soll, Hörbüchern, Programmen etc. aktiv üben soll.
    https://sb536d3178b57bef1.jimc…kognitiven%20Verfalls.pdf

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    das andere Ohr ist normalhörend

  • Bei mir äußert sich die Erschöpfung immer am nächsten Tag, wenn sich das Adrenalin abgebaut hat. Montag nachmittag ist z.B. bis zu zwei Stunden im Büro Besprechung mit 8 Personen - am Dienstag mache ich dann schon mittags Feierabend und schlafe 2 Stunden. Seminartage als Teilnehmer oder Referent - am nächsten Tag kann ich nicht klar denken, stolpere bei jedem Schritt und habe einen Knoten in der Zunge, wenn ich formulieren will. Aussagen vor Gericht (muss ich beruflich manchmal als Zeuge) - dasselbe, auch wenn das nur kurz ist. Ich habe jedes Mal Angst, dass der Gerichtssaal in einem Altbau ist, ich die Fragen nicht verstehe, die Antworten nicht weiß.

    Hi Terry! Ich kenne das mit der Erschöpfung nur allzu gut!

  • Es ist so, dass ich erst immer die Räume checke, in denen ich mich befinde. Dann stelle ich meine CI`s auf das Programm ein, das meinem Gehör entgegen kommt. Sobald mehrere Personen sprechen, konzentriere ich mich auf diese, deren Stimme ich am besten verstehe. Sagt jene etwas, wo ich den Zusammenhang des Gespräches herausfinde, ist es ok, wenn nicht, hab ich halt Pech..

    Das ist überaus anstrengend und macht müde.

    Man muss in Gesprächen mit vielen Leuten in einem Raum einiges lernen, auch das "weghören" !

    Alles Gute Dir