• Hallo zusammen,

    seit 29.10.19 bin ich auch im Schneckenverein angekommen. Am 25.-27.11.19 war die erste Anpassung.

    Schön dieses Forum gefunden zu haben. Als Neuling habe ich zunächst viele Erfahrungsberichte und Beiträge der Mitglieder gelesen.

    Am meisten macht mir zu schaffen, dass alle Stimmen so fremd sind

    Ausführlich habe ich meine Anliegen auf meiner Pinwand dargestellt. Ich freue mich auf Antworten und Konversation überhaupt.

    :)

  • Hallo und Herzlich Willkommen hier!



    Wieso hast Du alles auf Deiner Pinnwand vermerkt?

    Du kannst doch das Forum ganz normal und gezielt nutzen, wie wir alle anderen auch.

    Wenn Du Fragen hast, frag ;)

    So kriegst Du nicht nur Antworten, auf diese Weise hilft Du eventuell sogar noch anderen Leuten, die CI Anwärter sind, oder ebenfalls frisch eine EA hinter sich gebracht haben.



    Ansonsten, für Dich ist das Hören mit dem CI noch recht frisch und total neu.

    Das kommt alles mit der Zeit.

    Auch wenn man es schon nicht mehr hören, oder gar lesen kann, aber dennoch trifft es zu: habe Geduld! ;)



    Gruß

    Sheltie

  • Hallo Sheltie, hatte erstmal Probleme überhaupt hier zurechtzukommen.

    Hier folgt eine Anregung für meine Familie, wie mit mir gesprochen werden sollte.

    Bitte lest hier und überlegt, ob ihr mir noch Anregungen mitteilen könntet. Ich wäre sehr froh darüber. Sage jetzt schon Danke.:!:

    Gesprächsgestaltung.pdf:?:

  • Hallo Barbara!

    Bin ein bisschen pragmatisch veranlagt. Du hast Dein CI und dein SP noch nicht so lange. Würde erstmal die Zeit abwarten. Die "fremden Stimmen" werden mit der Zeit wieder "vertraut". Bei mir war es beim ersten CI, dass ich 6-8 Wochen Männerstimmen nicht von Frauenstimmen unterscheiden konnte. Nach drei bis vier Monaten konnte ich die Personen an der Stimme erkennen. Nach sechs bis acht Monaten auch am Telefon. Bei der zweiten Seite, bei mir seit einigen Wochen aktiv, geht das alles ein wenig schneller. Weil mein Gehirn sich an die Signale gewöhnt hat. Habe aber auch lernen müssen, dass man nichts erzwingen kann bzw. sollte. Das ist jetzt so bei mir. Andere Mitglieder im Forum haben andere Erfahrungen. In Summe habe ich mit Geduld und Sprachtraining ein sehr gutes Sprachverständnis entwickelt.


    Wünsche Dir auf jeden Fall eine schöne und erfolgreiche Hörreise.

    Mit freundlichem Gruß

    Thomas

    Links: MedEL: Implantat MI 1200 Synchrony 24mm - SP EAS-Sonnet OP 01.06.18 EA 16.07.18 - MHH

    Rechts: MedEL: Implantat MI 1250 Synchrony 28mm - SP Sonnet 2 OP 17.09.19 EA 21.10.19 - MHH

    Edited once, last by Stier60 ().

  • Warum schreibst du, dass du nun keine Sprachspiele oder Ironie mehr verstehst? Wenn du das vorher verstanden hast, wirst du mit besser werdenden Sprachverstehen ja auch immer besser verstehen.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Hallo Sheltie, hatte erstmal Probleme überhaupt hier zurechtzukommen.

    Hier folgt eine Anregung für meine Familie, wie mit mir gesprochen werden sollte.

    Bitte lest hier und überlegt, ob ihr mir noch Anregungen mitteilen könntet. Ich wäre sehr froh darüber. Sage jetzt schon Danke.:!:

    Gesprächsgestaltung.pdf:?:

    hallo Barbara

    ich habe mir deine Notizen durchgelesen.
    Ich persönlich würde niemandem eine solche Liste in die Hand drücken- das wird eher auf Ablehnung stoßen, weil sich normal hörende Menschen nicht in die Lage hinein versetzen können.

    Meine positiven Erfahrungen waren einfach die Bitte der westlichen Gesprächskultur:

    nacheinander sprechen

    den anderen ausreden lassen

    klar und deutlich sprechen

    mit „Ton“ und nicht wahlweise flüsterleise bzw. schreiend sprechen

    darauf hinweisen, dass alle Gesprächsteilnehmer davon profitieren.

    Wenn es zu arg wird, mit einem Augenzwinkern sagen, dass man gerne gemeinsam singen könne, aber nicht reden.
    Diese Vorgehensweise hat mir privat und vor allem dienstlich immer gut geholfen.
    Mit einer Liste hätte ich, gerade im Dienst, alle nur verschreckt.


    Ein lockeres Miteinander ist meines Erachtens die beste Wahl, klappt auch gut mit höheren Persönlichkeiten 😉.


    Betreffend Sicht- und Lichtverhältnisse sind wir selbst verantwortlich und ich setze mich instinktiv so, wie es für mich optimal ist. Gegebenenfalls bitte ich um einen Tausch des Sitzplatzes. War alles nie ein Problem.

    Bitte einfach positiv an die Sache ran gehen und dann klappt es😉


    VG aus dem Rheinland

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo Barbara,


    willkommen im Club der "Blechohren"! :)


    Nun, die Erstanpassung ist bei Dir nun noch nicht lange her. Geduld ist das Zauberwort - gleichwohl es bei Deiner Anamnese es Dir schwerer fällt .... Denn das Gehirn muss erstmal lernen, die am Hörnerv ankommenden elektrischen Signale "neu" zu interpretieren. Das ist bei jedem CI-Träger ein sehr individueller Prozess in Abhängigkeit von Hörbiografie, mentaler Einstellung sowie der Bereitschaft und Fähigkeit zum wohl dosierten Training und dem Willen dazu.


    Am meisten macht mir zu schaffen, dass alle Stimmen so fremd sind


    Das ist anfangs normal und wird mit den fortschreitenden Anpassungen besser, bis es ganz weg ist. Wann, das kann niemand vorhersagen - jeder "tickt" da anders.


    Für mich jedenfalls sind meine CI's eine Erfolgsgeschichte meines Lebens geworden und ich möchte sie nicht mehr hergeben - nach rund 45 Jahren "Qual" mit Hörgeräten.... 8)


    Und wie Sasel bin ich der Meinung: Schmeiß die Liste in den Papierkorb! Du verschreckst nur Deine Leute. Entweder verstehen sie es oder manche auch nicht.... Sie werden schon noch merken, wie sich das im Laufe der Zeit zum Positiven wendet.

  • Ein persönliches Gespräch bzw. Hinweis wirkt bestimmt besser und ist netter, weil man im Kontakt mit dem Gegenüber ist.

    Trotzdem kann ich den Wunsch nach so einer Liste verstehen. Ich hab auch oft keine Lust mehr, alle anderen über meine Behinderung zu informieren...

  • Auf mich wirkt die Liste sehr traurig und ich vermute, dass jemand, der mit dem Thema nicht so richtig vertraut ist und/oder sich das auch nicht so richtig vorstellen kann, eher verschreckt ist. Am besten versuchst du wahrscheinlich am besten selbst, so viel wie möglich umzusetzen von dem, was dir gut tut, und das dann gegebenenfalls zu verbalisieren.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Danke euch allen. Ich habe die Liste auch noch nicht verteilt; vielleicht habe ich sie auch nur als Gedankenstütze für mich selbst geschrieben, um entsprechend meine Anmerkungen im Beisammensein zu machen. Werde die Liste nicht austeilen, sondern den Mut aufbringen, häufiger einzuhaken, wenn ich nichts verstehe. Nochmals Danke:)

  • Ich würde an deiner Stelle keine Liste verteilen, die Inhalte betreffend: Deutlichkeit, langsam und nicht alle miteinander kann man ja immer wieder anbringen und die Leute informieren, freundlich aber bestimmt. Für einen grossen Teil muss man halt selber schauen, sprich richtiger Standort, Licht usw.


    Ich habe ein Informationsschreiben verfasst für die Dozenten meines Nachdiplomstudiengangs, da haben wir in jedem Modul neue Dozenten und jedes Mal erklären warum ich gerne meine FM Anlage einsetze oder keine Gruppenarbeiten mag die im lärmigen Seminarraum oder der Cafeteria stattfinden.
    Dies hat bisher sehr gut funktioniert, ist aber ein kurzes Schreiben mit wenigen Punkten drin (Fenster schliessen, Gruppenarbeiten...) und auch die Hochschule hat ein ähnliches Formular betreffend Hörbehinderten Studenten gemacht und hat eine Anlaufstelle für alle beeinträchtigen Studis, egal ob jung oder alt.
    Bei jedem Dozenten hat es in den letzten Monaten dazu geführt, dass sie nachgefragt haben ob es io sei und das Gespräch mit mir gesucht haben über meine Hörbehinderung. Der letzte Dozent war der Mediensprecher/Verantwortliche meiner Uniklinik und hat sich dann sehr interessiert wie das im Alltag aussieht, er hätte Filmteams begleitet bei CI Ops oder Abklärungen dazu, wie es dann aber funktioniere im Alltag da wisse er noch nichts darüber.

    Aber meiner Familie und meinen Freunden würde ich so was nicht abgeben, das ist mir zu unpersönlich. Hier hilft ein Gespräch sicher viel mehr.

    li normal hörend

    re taub nach chronischen MOE im Kindesalter, nun Cochlear N6 OP 8.2.18 EA am 8.3.18