Ci abgelehnt nun Widerspruch?

  • Guten Morgen liebe Gemeinde.


    Folgendes


    Ich bin seit 2014 mit Hörgeräten beidseitig versorgt. Jedoch von 2014 bis jetzt hat sich beidseitig das hören um 50db links und 60db rechts verschlechtert so das HG's kein ausreichendes Sprachverständnis mehr zulassen.

    Nun bin ich seit 2 Monaten in der Dortmunder ci Klinik in Behandlung gewesen ob CI's für mich besser wären.

    Zuerst wollten sie mir Innenohr implante einsetzen, kamen dann aber zu dem entschluss das durch mein stetig schlechteres hören dies nicht optimal wäre.

    Daraufhin hatten wir Gespräche wegen den CI's.

    Die Ärztin sagte mir das ich definitiv demnächst CI's benötigen werde.

    Das wir jetzt alles schon mal dafür fertig machen, sprich Papiere untersuchen etc.

    Gemacht getan, Papiere dann der KK gefaxt 1 woche später dann einen brief bekommen das die Unterlagen nun zum MDK gesendet werden.

    Heute kam dann die Ablehnung :cursing::cursing::cursing:

    Ich verzweifelt gerade stark.

    Das MDK schrieb das nur Werte bzw Befunde des rechten Ohres vorhanden wäre was aber nicht sein kann da ich beides gefaxt habe .

    Die Ablehnung kam mit der Begründung das die Voraussetzungen nicht ganz erfüllt sind (ich bin doch schon so gut wie taub beidseitig). Das Neue HG's mit moderner Software/Hardware es ermöglichen könnten die Taubheit auszugleichen.....

    Meine neuen Hörgeräte sind aktuell 1 Jahr alt .

    .

    Mein Hörvermögen ist auf deutsch gesagt was für den ar....

    Ich kann kein Fernsehen ohne Untertitel.

    Gespräche führen ist für mich eine Qual und total unangenehm.

    Meine Frau und meine Kinder bekommen Anfälle mit mir wegen der ständigen Frage was sie gesagt haben etc.

    Ich weiß einfach im Moment nicht weiter.

    Ich habe hier soviel gelesen und hoffe ihr könnt mir evtl helfen was ich nun tun soll.

    Glg

    Ricardo

  • Hallo Ricardo,


    das ist leider große Mode, dass solche Sachen erst mal formal "aus Kostengründen" abgelehnt werden.. Bitte sofort widersprechen. Hier ein Mustertext:



    Sehr geehrte ...



    gegen Ihr Schreiben vom .... (Ablehnung einer vollen Kostenübernahme von einer ...) erhebe ich Widerspruch. Die Begründung reiche ich Ihnen nach, wenn mir die hiermit gleichzeitig erbetenen Kopien wie folgt vorliegen:


    alle Entscheidungsgrundlagen



    alle ärztliche Gutachten



    Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieses Widerspruchs. Etwaige Kosten für Kopien übernehme ich. In § 25 SGB X mögen Sie bitte die Rechtsgrundlagen dafür sehen.



    Mit freundlichen Grüßen


    Wenn Du die Unterlagen hast, bitte mit der Klinik Kontakt aufnehmen und mit denen zusammen den Widerspruch begründen.

  • Schade, dass sich Deine Klinik da nicht drum kümmert. Als Kunde und potenzieller Erbringer der Kostenübernahme durch die KK sollten sie eigentlich ein Interesse daran haben, dass alles läuft.

    Aus Hildesheim kann ich aus eigener Erfahrung berichten:

    1. CI Kostenübernahme seitens der KK mit der Klinik geregelt. Kostenübernahmevertrag. Meinerseits keinerlei Anträge nötig.

    2. Ci Kostenübernahmeantrag von der Klinik vorbereitet, zusätzlich Stellungnahme der Reha Einrichtung, daß das erste CI gut funktioniert, dann alles zu KK geschickt. 3 Wochen später die Zusage.

    Bin bei der TK. Seit 48 Jahren.

    Ist das wirklich so unterschiedlich von Kk oder Klinik abhängig ?

    Hoffentlich kommst Du mit dem Wiederspruch durch...

    Drück Dir die Daumen.

    VG Sabine

    Mi 1200 Synchrony Flex 28 re. OP 13.11.2018 Helios Hildesheim. Seit juli 2020 Sonnet 2

    MI 1250 Synchrony 2 Flex 28 li. OP 29.08.2019 Helios Hildesheim.Sonnet 2

  • huhu Jochen

    Vielen Dank für deine Flotte Antwort.

    Du hast mir damit schon sehr geholfen.:thumbup:

    Habe nämlich Null Ahnung von so etwas ||

    Dann mach ich mal direkt das schreiben fertig und faxe es einmal rüber.

    Meinst du ich sollte es denen auch noch mal per Einschreiben zukommen lassen?

    Lg

  • huhu so wie ich es bisher hier gelesen habe sind die Krankenkassen wirklich unterschiedlich .

    Die einigen genehmigen alles sofort andere wiederum müssen sich durchboxen.

    Schade eigentlich , ich habe nie großen Anspruch an meiner Krankenkasse gehabt. Die HG's habe ich alle immer komplett aus eigener Tasche bezahlt ohne Zuzahlung etc.

    Also im Prinzip ein stiller Kunde ohne große Ausgaben um so bedauerlicher finde ich es das man eine direkte Ablehnung sendet .

    Dank Jochen weiß ich ja jetzt was ich vorerst zu tun habe :):thumbup:

    Hoffe das die sich nicht weiter quer stellen ansonsten werde ich wohl weiterhin die Klinik aufsuchen und die KK mit berichten und kosten überdecken ^^ bis sie ja sagen hehe.

    Glg

    Rivatdo

  • Dann mach ich mal direkt das schreiben fertig und faxe es einmal rüber.

    Meinst du ich sollte es denen auch noch mal per Einschreiben zukommen lassen?

    Dann bitte ein Sendeprotokoll ausdrucken als Beweis. Ich würde es besser als "Einschreiben mit Rückantwort" per Post schicken. Denke jedoch daran, das mit dem Datum des Ablehnungsschreibens und nicht erst mit dem Eingang bei Dir die Frist von 4 Wochen "tickt" und Weihnachten sowie Neujahr dazwischen liegen! Machen manche KK's sehr gerne in der Hoffnung, dass Du die Frist verbummelst....

  • Die Ablehnung kam mit der Begründung das die Voraussetzungen nicht ganz erfüllt sind (ich bin doch schon so gut wie taub beidseitig). Das Neue HG's mit moderner Software/Hardware es ermöglichen könnten die Taubheit auszugleichen.....

    Ricardo,

    das ist der Standard Ablehnungstext der Kassen, hinter dem MDK vestecken die sich nur, in Wahrheit schreiben die Kassen die Ablehnung selbst, ohne den MDK einzuschalten, der sowieso von den Kassen bezahlt wird.


    Den gleichen Text habe ich damals auch von der TK bekommen, als ich noch bei denen war.

    Kommt halt auch auf den Sachbearbeiter an, bei dem man landet.


    Du hörst kaum noch was ? Deine Familie dreht schon durch ?

    Ich kenne das, das hat mich damals so richtig krank gemacht.

    Bin dann fast 1,5 Jahre mit Krankenschein Zuhause geblieben.


    Krank ist halt krank und am Ende habe ich dann das CI doch bewilligt bekommen.

    Fristgerechten, nachweisbaren Einspruch einlegen und Zuhause bleiben, nur Mut Ricardo !

    Mach dir ein Paar schöne Tage, die wollen es doch gar nicht anders.

  • Guten Morgen,


    habe auch ein Problem mit der KK. Habe einen Antrag für neue CI im Sommer 2019 gestellt und 2x Ablehnung bekommen. Die KK schrieb mir das meine Unterlagen zum Widerspruchsausschuss gehen und ich Bescheid bekomme. Habe gestern Ablehnung bekommen. Laut Akustikermeisterin habe ich noch genug Sprachverstehen und somit keinen Anspruch. Habe aber große Probleme mit "Doppelthören " also auf jedem Ohr einzeln und nicht syncron. Hat jemand einen Vorschlag ob es sich lohnt weiter zu gehen oder Widerspruch zurückziehen? Würde mich über eure Meinung-en sehr freuen.?(

  • Laut Akustikermeisterin ...

    Ist ja interessant, wer so alles beim MDK fleuchen und keuchen darf... Ich kenne einen Fall, da war's nen Gynäkologe, der über die Notwendigkeit eines Ci zu entscheiden hatte....


    Im Ernst Pusteblume, wenn die Ablehnung aufgrund der Entscheidung vom "sogenannten Widerspruchsausschuss" deiner KK kam, würde ich vorm Sozialgericht mit Hilfe eines Fachanwaltes für Medizin- und- Sozialrecht klagen. Denn manche KK's wollen es nicht anders....

  • langes Zitat, kurzer Beitrag...

    ich habe nichts, absolut nichts mit dem Papierkram zu tun gehabt, ich kam, bekam und ging....(frei nach Caesar).

    Das zweite CI war vom Restgehör eigentlich knapp nicht indiziert (nach KK Vorgabe), die Klinik sah das anders und hat es auf eigenes Risiko eingesetzt...

    Ich merke jetzt erst langsam, wie gut ich es habe mit meinem Versorger habe.

    Gruß, Bernd

  • Ja und zwar trage ich links seit 2011 ein CP 810 und rechts CP910 von Cochlear. Seit längerer Zeit (über ein Jahr) habe ich ein Doppelthören. Ich höre also mit beiden Ohren nicht syncron. Sehr störend. Dazu hat sich meine Spirale in der Cochlear verschoben und somit habe ich nicht mehr alle Elektroden zur Verfügung. Deshalb habe ich Antrag auf 2 neue Sprachprozessoren CP1000 gestellt um evtl. dieses Manko des Doppelhörens zu beheben. Aber wie gesagt .. abgelehnt. Würde angebl. noch genug Sprachverständnis haben. Auf meine Beschwerden wurde nicht eingegangen. Werde mich mit Akustiker in Verbindung setzten was man machen kann.

  • Generell hat man Anspruch auf ein so genanntes Upgrade, wenn man nachweisen kann, dass man eine signifikante Verbesserung in mindestens zwei Messbereichen mit den neuen Sprachprozessoren erreicht, d.h. du mit den neuen Sprachprozessoren ein deutlich besseres Mehrsilber (Zahlen), Einsilberverständnis hast oder wenn du deutlich besser im Störschall verstehst.
    Hast du denn die neuen Sprachprozessoren nicht getestet? War mit denen das Doppelhören weg?
    Wieviel Verbesserung hattest du denn mit den neuen Sprachprozessoren?


    Wie begründet die Krankenkasse die Ablehnung genau?

  • Hallo, natürlich habe ich den CP1000 getestet. Ergebniss: HSM Satztest in 10 dB SNR mit CP810/910 ergab 48,11 % und mit CP 1000 83,96 %.

    Durchgeführt am 4.6.2019. Verglichen mit den Werten von 2018 = 79% . Es wäre nicht nachvollziehbar wieso der Wert so gesunken ist. Es wäre eine Anpassung und >Überprüfung der vorhandenen Geräte angezeigt. Auf mein "Doppelthören" gehen sie mit keinem Wort ein.

    Dieses Doppelthören war mit dem CP1000 natürlich besser. In der Testphase war es noch da aber wesentlich schwächer.

    Habe jetzt Termin beim Akustiker. Mal abwarten.....




    rechtsChochlear CP810 /2011

    linksChochlear CP910/2013

  • Jede abgelehnte Leistung ist ein Plus in der Kasse der KK und des ablehnenden Mitarbeiters ....