Warum klingen manche Alltagsgeräusche schon sehr realistisch und andere nicht?

  • Dann betrachte die Frage als an SSDler gestellt. Es kann doch nicht sein, dass manche hier nicht in der Lage sind, einfach in der Sache zu antworten oder aber das Bedürfnis haben zu scheinen, den Einseitigen immer wieder einen reinwürgen zu wollen.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Sheltie in den letzten Tagen war es mehrfach so, dass ich nach dem Üben in Videos reingeraten bin, wo erst weibliches Gequäke war und dann kamen Männerstimmen, bei denen immer wieder mal für ganz ganz kurz die echte Stimme durchgekommen sein muss (so wirkte es). Da ‚wusste’ ich plötzlich, wie derjenige wohl klingt. Es war lustig zu sehen, wie das Gehirn es immer wieder kurz geschafft hat.

    Das hatte ich eine Weile lang auch gehabt.

    Als ob der erwachsene männliche Sprecher einen extremen Stimmbruch hat :D

    Die Stimme ist dann immer so gekippt, von tief auf extreme Höhen.

    Meist eher oben geblieben, als wieder zurück gesprungen.


    Irgendwann hat das mal nachgelassen, oder nur noch ganz selten gekippt.

    Jetzt habe ich das gar nicht mehr! ;)





    Aber das Vergehen der Zeit allein reicht nicht. Ich möchte meine Zeit außerdem auch nutzen.

    Verständlich!

    Ich hoffe, es wird jetzt nicht falsch verstanden, oder so hinein interpretiert, als ob ich da was "bremsen" möchte, oder so.

    Das ist nicht meine Art.

    Nur, manches läßt sich einfach nicht "erzwingen", egal wie oft, richtig und vor allem gut man seine Zeit auch zum Üben nutzt ;)



    Ich habe es sogar HEUTE noch, daß da mal ein "neuer Ton" auftaucht, oder ich feinere Nuancen heraushören kann, die ich vorher so überhaupt nicht wahrgenommen habe.



    Schönen Gruß

    Sheltie

  • Zitat Wallaby

    „Und dein Threads mit "nach einem Jahr ist gut" weiß ich nicht woher du das hast. So pauschal kann man es eh nicht sagen da man sagt dass um lebenslange Nachsorge handelt.“


    Wallaby, su sprichst mir da aus der Seele! Nach einem Jahr ist es noch lange nicht gut. Ich finde diese Aussage eine Klatsche gegen diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, länger brauchen, im zu einem für sich zufrieden stellenden Hörergebnis zu kommen. Dies betrifft meines Erachtens vor allem die, die ihr Leben lang taub oder an Taubheit grenzend schwerhörig bzw. hochgradig schwerhörig sind. Da müssen sich neue Töne und Frequenzen mühselig erarbeitet werden und man freut sich über jeden noch so kleinen Erfolg - und das immer wieder, auch über ein Jahr hinaus.

    Es gibt hier im Forum einige User, die leider auch nach einem Jahr immer noch ihre Probleme haben. Auch im wirklichen Leben da draußen gibt es sie.

    Deshalb sollte man einfach das neue Hören genießen und ohne „wenn und aber“ in Frage stellen. Die Erfahrung hat mich gelehrt, die Hörreise unverkrampfter angehen zu lassen und siehe da, es läuft wesentlich besser. Der Weg zu dieser Erkenntnis war ein steiniger, aber mit Hilfe diverser mir sehr wichtiger Personen, auch hier aus dem Forum, ging es dann. Das ist vielleicht der Grund, dass ich persönlich diese Hinterfragerei nicht so ganz nachvollziehen kann.

    Es gibt nunmal Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich nicht immer bis ins Detail und genau erklären lassen können.


    Euch allen weiterhin viel Erfolg auf eurer (lebenslänglichen) Hörreise lasst es entspannt angehen.


    Jecke Grüße us dem Köllschen🎉

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Zitat SaSel: "Es gibt nunmal Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich nicht immer bis ins Detail und genau erklären lassen können."


    Ja, das stimmt vollkommen. Und den Rest möchte ich erklärt bekommen und verstehen 8o

  • Post by Wallaby ().

    This post was deleted by the author themselves ().
  • Dann betrachte die Frage als an SSDler gestellt. Es kann doch nicht sein, dass manche hier nicht in der Lage sind, einfach in der Sache zu antworten oder aber das Bedürfnis haben zu scheinen, den Einseitigen immer wieder einen reinwürgen zu wollen.

    Ich glaube nicht, dass dir hier jemand einen reinwürgen will. Ich finde die Antwort von Wallaby eher tröstend. Ist doch auch nett, oder?

    Aber wahrscheinlich möchtest du nicht getröstet werden, sondern willst nur eine sachliche Antwort.

    Ich freue mich auch über Tröste-Antworten ;)

  • Ich schrieb von „nach einem Jahr ist es ok“ nicht „gut“. Aber egal. Ich empfinde manches anders und es ist vielleicht das Schriftmedium.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Hallo,


    ich will niemanden "reinwürgen"


    Als mit CI vor über 30 Jahren begann wurde zuerst die "GL" implantiert. Als mit der Zeit dann Eltern Hörgeschädigte Kinder kamen dass diese trotz minimale Hörreste für ihr Kind ein CI haben wollten merkte man den Unterschied weshalb bei GL die Erfolge nicht da waren da diese zuvor trotz HG kein Sprachverständnis hatten


    Als ich vor 20 Jahren (das war dann die Zeit indem das CI aus den "Kinderschuhen" rauskann und immer mehr hochgradig SH für ein CI entschieden) vor Entscheidung des CI stand da mir von Ärzte empfohlen wurde wollte ich Anfangs partout nix davon wissen. Nachdem ich der Pädagogin bei VU sagte dass die CI Träger welches ich bis dato kannte, diese nicht viel mehr Sprachverständnis hatten als ich mit meine HG trotz kurz davor Hörsturz bekam noch wahrnahm. Plötzlich fragte sie mich waren es zuvor GL oder SH und erst dann kam ich ins grübeln. Fing dann neu an zu sortieren und sah dann durch div. CI Träger mit individuelle Hörbiographie die Unterschiede. Da meine Erwartungen realistisch waren wurde erst recht mir "gute Chance" eingeräumt und gleichzeitig bekam ich den Spruch von Pädagogin gesagt "Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut bzw. Viele Wege führen nach Rom" Auch wenn mir durch jahrelange SH Vereinsarbeit bekannt war musste ich diesen Spruch auch erst einmal schlucken und kam bzgl. Entscheidung für/gegen CI nochmals ins Grübeln.

    Bis die ersten SSD'lern implantiert wurden vergingen nochmals glaube ca. 10 Jahren.


    Bei Nachjustierungen ist von Audiologen/Techniker vieles Theorie da die eh nicht wissen wie wir hören tun und daher macht die Sache umso schwieriger einen guten Techniker zu finden mit dieser auskommt (auch da hatte ich schon mindestens 3 Techniker nach "erste" Termin in den Wind geschossen und sahen mich nicht mehr und ging immer wieder zu meine bisherige Technikerin.


    Da bei jedem Hörgeschädigte die Hörbiographie individuell ist egal ob GL, frühschwerhörigen, spätertaubt, SSD'ler handelt - wird man kein Patentrezept geben. Zwischen Theorie und Praxis liegen Welten. Diejenigen die mit Hörschädigung nicht/kaum zu tun haben verstehen selten weshalb CI Träger gibt die mit jedem x beliebigen Person zb. telefonieren können andere nur mit bestimmte und der 3. dann gar nicht tun. Auch erfuhr ich von Hörgeschädigte in dessen Job weitere Hörgeschädigte sind wird man angesprochen warum klappt bei dir nicht und beim Kollegen dies gut.....

    Bei SSD kommt oftmals und das sah ich in Reha und Selbsthilfegruppe, dass mancher immer wieder vergleichen tun wie dies und jenes heute und damals Klang.


    Kurz zusammengefasst es gibt für vieles Erklärungen aber dieses darf man nicht verallgemeinern da auf jede individuell ist.

    Und für manches gibt halt keine allgemeingültige Erklärung weshalb, warum es so ist.


    Dennoch wünsche ich allen eine spannende individuelle Hörreise. Und etwas Gelassenheit gehört dazu und vorallem Geduld


    Gruß

    Wallaby

  • Ich glaube nicht, dass dir hier jemand einen reinwürgen will. Ich finde die Antwort von Wallaby eher tröstend. Ist doch auch nett, oder?

    Aber wahrscheinlich möchtest du nicht getröstet werden, sondern willst nur eine sachliche Antwort.

    Ich freue mich auch über Tröste-Antworten ;)

    nein, ich habe mit meiner Frage keinen Trost gesucht. Ich habe in einigen Beiträgen im Netz sowie in einem Radiobeitrag gehört, dass nach einem Jahr das Hören „ok“ war. Da ich nach 3 Wochen Hören keine Vorstellung davon habe, was sich da noch ändert, sodass diese Leute von „nach einem Jahr ok“ sprechen, habe ich mich erkundigt, was das sein könnte.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Ich glaube, dass die Funktion eines CI auch von einem Techniker oder sogar dem, der's erfunden hat, nicht in Gänze durchdrungen wird. Denn, so habe ich es mittlerweile verstanden, ist es nicht nur die Technik, sondern das Zusammenspiel von Technik und Körper, worum es beim Hören lernen mit CI geht.

    Ich habe jedenfalls noch niemanden gefunden, der mir meine vermeintlich ausschließlich technischen Fragen beantworten konnte. Vielleicht gibt es diese Antworten auch gar nicht (meine Vermutung), da jeder Körper anders ist. Auch wenn es sich um dieselbe Technik handelt.

    In diesem Forum versuchen Betroffene so gut wie möglich anderen Betroffenen zu helfen und Fragen zu beantworten. Dabei spielt die eigene Erfahrung der Antwortenden natürlich eine große Rolle. Aber diese Erfahrung speist sich aus dem eigenen, individuellen und subjektiven Erleben mit dem eigenen Körper.

    Das ist meine Quintessenz.

  • Ich glaube, dass die Funktion eines CI auch von einem Techniker oder sogar dem, der's erfunden hat, nicht in Gänze durchdrungen wird. Denn, so habe ich es mittlerweile verstanden, ist es nicht nur die Technik, sondern das Zusammenspiel von Technik und Körper, worum es beim Hören lernen mit CI geht.

    Ich habe jedenfalls noch niemanden gefunden, der mir meine vermeintlich ausschließlich technischen Fragen beantworten konnte. Vielleicht gibt es diese Antworten auch gar nicht (meine Vermutung), da jeder Körper anders ist. Auch wenn es sich um dieselbe Technik handelt.

    In diesem Forum versuchen Betroffene so gut wie möglich anderen Betroffenen zu helfen und Fragen zu beantworten. Dabei spielt die eigene Erfahrung der Antwortenden natürlich eine große Rolle. Aber diese Erfahrung speist sich aus dem eigenen, individuellen und subjektiven Erleben mit dem eigenen Körper.

    Das ist meine Quintessenz.

    Fragen haben und Antworten bekommen sind ja erwünscht. Es gibt einige, die Fragen solang, bis sie die ihnen genehme Antwort bekommen. Es gibt halt auf eine Frage zig verschiedene Antworten und wie du MadameMim erkannt hast, kann bei der gleichen technischen Ausgangsbasis die Antwort seeeeeehr vielfältig sein.

    Das beste Beispiel ist Windows (das Betriebsystem der PCs) Microsoft sagt"Oh toll, genial, es kann alles, es läuft stabil" Aussagen z.B. zu WIN10. Ich kann aus Erfahrung sagen, das WIN10 bei mir nicht stabil und supertoll lief! Das Programm WIN10 ist bei allen User gleich nur die Hardware unterscheidet sich bei allen extrem. Es fängt schon bei den Prozessoren an, geht über die Platinen, über Festplatten, Grafikkarten usw. weiter. Auch die anderen Programme wie z.B. ein Bildbearbeitungsprogramm, Browser, Spiel usw. können WIN10 beeinflussen. Was ich damit sagen möchte: WIN10 = Elektrode + SP, Hardware = menschlicher Körper und Software = Gehirn, Lernfähigkeit und Einstellung des Menschen.

    Du hast auch richtig erkannt, dass jede Antwort nur das Erlebte und die Erfahrung des Antwortgebenen ist. Deshalb ist es wichtig die Antwort für sich zu analysieren und mit seinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen zu vergleichen und seine Schlüsse daraus zu ziehen.

    Und meiner Meinung nach sind Fragen wie sich was, wie, wo, warum usw, für die Zukunft bzw. weitere Weg mit dem CI nicht definitiv und erklärbar zu beantworten - nur so: ja könnte, möglich ist es, es kann auch so .... und so weiter - die genaue und befriedigende Antwort kann nur der Fragesteller sich selbst geben.