Reha wie oft?

  • Guten Morgen!

    Ich war im Sommer 2018 in Bad Berleburg und habe mich danach für ein CI entschieden. Das habe ich dann im Januar 2019 bekommen.

    Weiß jemand, wann ich das nächste Mal zur stationären Reha gehen kann? Meine ambulante ist noch nicht abgeschlossen.

    Viele Grüße

    MadameMim

  • Hallo.


    Nur mal so eine Frage:

    Wenn Du schon in einer ambulanten Reha bist (ich nehme mal an, diese ist für 2 Jahre, für 20 Sitzungen?), ist denn überhaupt eine stationäre Reha angedacht?


    Bei "meinem" CI Zentrum ist es so, daß sie die Reha ambulant machen, und dann bleibt es in der Regel auch dabei. In ihren eigenen Räumen und mit ihren Logopäden. Für die meisten Patienten ist dieses Konzept wohl ausreichend.

    Nur bei speziellen Fällen wird wohl eine stationäre Reha empfohlen, und der Patient dann auch entsprechend weiter geleitet.



    Schönen Gruß

    Sheltie

  • Wenn es nach mir ginge, könnte ich jedes Jahr eine Reha machen...

    Ich meine nicht die Reha nach OP, sondern eine medizinische Rehabilitation für hörgeschädigte Menschen.

  • Irgendwie verwirrst Du mich gerade :/


    Ich verstehe, ehrlich gesagt, nicht so ganz, was Du mit "Reha nach OP" meinst. ?(

    Und ist Deine "medizinische rehabilitation für hörgeschädigte Menschen" nicht gleichzusetzen mit Hörtraining bei den Logopäden? :huh:



    Verwirrte Grüße

    Sheltie

  • Ich mache zurzeit eine ambulante Reha nach der CI OP. Das CI wird justiert und ich lerne, damit zu hören. 20 Termine habe ich dafür von meiner Krankenkasse bekommen.

    Darüber hinaus gibt es nach SGB für Hörgeschädigte das Recht auf stationäre medizinische Rehabilitation. Meine Reha hat zum Beispiel die Rentenversicherung bezahlt, weil es darum ging, meine Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

    Ich würde gerne wissen, wie oft ich so eine Reha nach SGB machen kann. Im Internet habe ich gefunden, dass es wohl alle 4 Jahre einen Anspruch gibt. Ich dachte, dass man als Hörgeschädigte vielleicht öfter darf...?

  • Hallo MadameMim,


    ich glaube, ich weiß worauf du hinaus möchtest: du möchtest aufgrund der Hörschädigung und (voll) im Erwerbsleben stehend, eine Reha unabhängig vom CI durchführen?


    Ich stehe vor dem gleichen Wunsch bzw. Problem: meine CI-Reha war im Januar 2018, ich möchte gerne aufgrund meines sehr kommunikativ intensiven Jobs im nächsten Frühjahr eine Reha zur Erhaltung meiner Dienstfähigkeit beantragen. In Bad Salzuflen hat man mir mitgeteilt, dass ich einfach mal eine entsprechende Reha aufgrund der Hörbehinderung, jedoch völlig unabhängig vom CI, beantragen könne.

    Im Rahmen der Jahreskontrolle habe ich diese Frage im CI-Zentrum ebenfalls gestellt. Dort wurde mir Unterstützung bei der Beantragung zugesichert, sollte meine Beihilfestelle den Antrag (zunächst) ablehnen.

    Dass (Hör-) Behinderten eine Reha in kürzeren als den bekannten nach dem SGB V bzw. SGB VI benannten 4-Jahres-Frist zusteht, ist mir nicht bekannt.:/


    Um es kurz zu fassen: was spricht dagegen, einfach einen Antrag zu stellen? Mehr als abgelehnt werden kann er nicht, man kann dann immer noch in den Widerspruch gehen.;)


    Viel Erfolg,


    lG SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo,


    falls um andere "Krankheit" handelt kann man jederzeit eine Reha beantragen

    Falls um gleiche Begründung handelt, dann normalerweise alle 4 oder 5 Jahren.


    Ich hatte im 1999 aufgrund beruflicher Umstände eine Reha meinerseits beantragt und machte dies auch. Wurde zwar als CI Kandidat (jedenfalls wurde mir empfohlen darüber Gedanken zu machen was nicht eilte) entlassen. Nach 1/2 oder 3/4 Jahre bekam Hörsturz - als dann nicht besser wurde ließ mich darauf dass Jahr implantieren und im 2000 machte ich eine CI Reha.

    Ich hatte auch befürchtet, dass es nicht ging und habe seinerseits Chefarzt der Rehaklinik gefragt und daher wurde mir gesagt wie ich anfangs schrieb.


    Sheltie... Man kann immer eine stationäre Reha machen nur die Kostenträger machen manchmal Probleme da die beides in einem Topf schmeißen. Eine stationäre Reha wird nicht nur Hörtraining angeboten. Und im Klinikum machst du vermutlich allein mit Logopädin Hörtraining d h. Kein Gruppenhörtraining indem jeder CI Träger auch Mal Texte/Wörter sagen muss, damit man unterschiedliche Sprecher hört etc.


    Gruß

    Wallaby

  • Ja, das meinte ich, Wallaby!


    Ich kann mir gut vorstellen, dass ich aufgrund der geänderten Umstände (jetzt habe ich ja ein CI) eine erneute Reha früher bekomme als erst nach vier Jahren.


    Du hast Recht, Sasel, einfach ausprobieren! Und der Tipp mit der Unterstützung vom CI Zentrum ist auch gut.


    Danke und viele Grüße

    MadameMim

  • Hallo!

    Ich habe Anfang August mein CI in Düsseldorf bekommen und bin auch dort in der ambulanten Reha.

    Durch meinen Schwindel, was ich seit der Operation habe, hat der Sachbearbeiter im Uniklinikum einen stationären Rehaantrag zur DRV Bund für Bad Berleburg losgeschickt. Ich warte nun auf eine Benachrichtigung.

    Also wäre der Hauptgrund für die stationäre Reha der Schwindel und das CI-Hörtraining nebenbei. Das Hörtraining soll dann, wenn ich zurück bin, in Düsseldorf weiter gehen.

    Wie waren deine Erfahrungen in Bad Berleburg?

  • Hallo Finchen,


    in Bad Berleburg war es wunderschön! Die Reha hat mir sehr gut gefallen. Die kleine Stadt, die ruhige Umgebung, die Anwendungen, die Ärzte und Therapeuten, die Zimmer - alles super. Leider ist das Essen eine Katastrophe gewesen...


    Viele Grüße

    MadameMim

  • Hallo MadameMim,

    das hört sich ja schon mal gut an. Auch wenn das Essen nicht so doll ist... ;o)

    Ich habe im Internet gesehen, das es 3 Rehakliniken in Bad Berleburg (jetzt Vamed, früher Helios) dort gibt.

    Ist man mit dem Schwindel in der Klinik für Hörgeschädigte untergebracht und welche Klinik ist es?

    Bekommt man als neuer CI-Patient dort auch Hörtraining?

    Sooo viele Fragen ;o) !

    Viele Grüße

    Finchen

  • Ich hatte dort meine EA ( 5 Tage ) und mache ab übernächste Woche eine Blockwoche ( 5 Tage ) zur der REHA kann ich dir aber direkt nicht viel sagen, zu denn örtlichen Gegebenheiten schon.


    Ich hab mich nach Rücksprache mit der Logopädin dazu entschlossen erstmal keine Rehabilitation zu machen und mache nur die 4 Blockwochen, danach sehen wir mal weiter.

    10.2018 ertaubt, 02.2019 bilaterale Implantation, 03.2019 bilaterale Versorgung mit Cochlear Nucleus 7, soweit zufrieden.

  • Laut meinem Kenntnisstand, hat man alle 4 Jahre Anspruch auf eine Reha - ob diese stationär oder ambulat durchgeführt wird ist irrelevant.

    Die Reha-Wartezeit kann verkürzt werden, wenn wichtige medizinische Gründe vorliegen oder, bei einer beruflichen Reha, der erhalt der Arbeitskraft gefährdet ist.

    Ich hab gerade einen Antrag auf medizinische Reha eingereicht und hab insofern Glück, dass meine letzte Reha im März/April 2015 war.

  • Hallo Ralle,


    vorausgesetzt es handelt um die gleiche Begründungen dann gilt die Frist.

    Wenn nach 2 Jahren wg. andere "Leiden/Krankheit" Reha beantragt dann geht auch eher.

    Daher konnte ich damals vor Ablauf der Frist erneut eine Reha machen.


    Gruß

    Wallaby

  • Mir sagte man bei meiner Reha in Bad Nauheim, beidseitig implantiert wäre alle 2 Jahre möchlich. Einseitig implantiert alle 3 Jahre.
    Vielleicht kann uns der Admin DCIG e.V. - O. Hupka was dazu sagen? Ich weiß, dass er auch in Bad Nauheim arbeitet ;-)

    links: wahrscheinlich von Geburt an taub; OP: 29.06.2015 Med El Synchrony + Standard Elektrode; EA: am 04.08.2015
    rechts: seit 14 mehrere Hörstürze, ertaubt; OP: 29.06.2015 Med El Synchrony + Standard Elektrode; EA: am 04.08.2015