Versorgung mit N7 als EAS

  • Hallo,


    meine OP habe ich alles in allem gut überstanden.

    Die Abschlußuntersuchungen sind vorbei und ich wieder Heim.


    DVT: Elektrode liegt da, wo sie soll ( war auch von mir zuerkennen).:thumbup:


    Hörprobe: Hörreste im Tieftonbereich noch vorhanden:thumbup:


    Schwindeltest mit dem "Stuhl": Ergebnis nicht wie gewünscht, meinte zumindest die Technik:thumbdown:

    Persönlich merke ich keinen Schwindel, darf aber erstmal bis zur EA und Testwiederholung kein Auto mehr fahren.||


    Funktion der Elektrode mit mir: alle 22 Töne gehört :D


    Im Ergebnis soll es ein N7 als EAS werden.


    Wo könnte ich dazu zu etwas nachlesen?


    Viele Grüße aus Anhalt


    Uwe

    Rechts: 21.08.19 OP Cochlear 622 EA 23.09.19 N7

    Links: 10.03.20 OP Cochlear 622 EA 23.03.20 N7

  • Hallo Uwe,

    ich kann dir leider keine Antwort auf deine Frage geben, sondern habe selbst eine Frage an dich🙈:


    Du hast dich offensichtlich für Cochlear entschieden.

    Du schreibst, dass deine Hörreste noch vorhanden sind; klasse, das freut mich sehr für dich.

    Meine Frage: welche Elektrode wurde implantiert? Ist deine Hörschnecke im Vergleich zu anderen größer ?


    Ich überlege, was ich mit der linken Seite machen soll. Implantieren ja oder nein? Ich möchte jedoch nicht auch noch auf der zweiten Seite meine Hörreste (HV etwa 85%) verlieren und ohne Technik in einer völligen Stille zu leben😌. Rechts würde ich mit der Elektrode 522 implantiert, jedoch konnten die Hörreste in kleinster Weise erhalten bleiben. Gleichzeitig habe ich mein Gleichgewichtsorgan verloren.


    Daher bin ich derzeit sehr am Zweifeln zwischen auch links besser hören wollen und der völligen Taubheit und möglicherweise völligen Verlust des Gleichgewichts.


    Wo wurdest nochmal operiert?



    Ich danke dir für deine Antwort.


    LG und weiterhin gute Besserung; wenn du dich gut fühlst, wird das mit deinem Gleichgewicht ganz bestimmt wieder in die Reihe kommen.


    LG aus dem Rheinland

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Sind diese Hörreste bei dir noch so merkbst, SaSel ? Ich habe angeblich auch welche, aber sie sind im Tieftonbereich und sind für Sprache nicht nutzbar. Ich merke sie nur bei lauten Bässen.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • SaSel ich war im Ameos Klinikum Halberstadt

    Operiert hat Dr. Langer er ist der Chefarzt.

    Auf dem DVT war zu erkennen, daß die Elektrode nicht noch Ende der Hörschnecke war.

    Die 622 kann bei Notwendigkeit auch später umprogrammiert werden, so hab ich das verstanden.

    Das wird mit dem Gleichgewicht, ich mach mir da keine Sorgen. Vorteil zur Zeit ich hab meinen "persönlichen Fahrer", Frauchen muss halt rann und nicht umgedreht. 8)

    Viele Grüße aus Anhalt

    Uwe

    Rechts: 21.08.19 OP Cochlear 622 EA 23.09.19 N7

    Links: 10.03.20 OP Cochlear 622 EA 23.03.20 N7

  • Hallo Uwe,


    vielen lieben Dank für deine prompte Antwort!

    Dann scheint es wohl eine neue Elektrode von Cochlear zu geben:/.

    Da muss ich mich bei der nächsten Kontrolle im CI Zentrum schlau machen.

    Sprache verstehe ich zwar auch so gut wie gar nicht, aber wenigstens Stimmen und Geräusche. Darauf möchte ich Extrems ungern verzichten X/.

    Mehr als jetzt auf dem linken Ohr habe ich beidseitig bis zur OP mein Leben lang nicht ohne (damals) HG gehört bzw. verstanden- ohne dass es mir bewusst war. Vielleicht mache ich mir deswegen auch mehr Gedanken...

    LG und weiterhin einen guten Verlauf; genieße die Chauffeurdienste der „besseren“ Hälfte;)

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo,

    ich habe eine "volle Insertation" und habe dennoch die Hörreste damals erhalten (rechts sind sie wegen einem Hörsturz ca. 1-2 Jahre nach der Implantation weg).
    Ob man das Restgehör erhälten kann, liegt also nicht unbedingt (nur und ausschließlich) an der Einführtiefe, sondern an ganz vielen unterschiedlichen Gründen, z.B. wie langsam die Elektrode eingeführt wurde, wie "vorsichtig" der Operateur war, wie nah sie an den (verbliebenen) Haarsinneszellen gekommen ist usw.

    Das Risiko das Restgehör zu verlieren besteht bei jeder OP, auch bei den so genannten EAS-OPs.

  • Sind diese Hörreste bei dir noch so merkbst, SaSel ? Ich habe angeblich auch welche, aber sie sind im Tieftonbereich und sind für Sprache nicht nutzbar. Ich merke sie nur bei lauten Bässen.

    In einem anderen Thread hast du ein Foto hochgeladen, in dem ersichtlich ist, dass du bei 250 Hz erst ab 65dB und bei 500Hz (hier beginnen erst die Vokale) erst ab 85dB hörst. Daher würde ich auch als Laie behaupten, dass es für das Sprachverstehen nicht nutzbar ist.

    Ich bin nicht SaSel aber mein Hörverlust ist nur 20dB@250Hz und 35dB@500Hz. Erst bei 750Hz geht es bei mir auf 65dB runter. 1kHz bis 2kHz ist nur noch ein kleiner Rest über 80dB und kaum Dynamikreserve vorhanden, den ich unbedingt mit CI versorgen möchte. Darunter soll es wenn es nach mir geht das Gehör erhalten bleiben, also ich möchte nach Möglichkeit per EAS versorgt werden. Ohne HG kann ich mit viel Mühe und unter guten Bedingungen noch etwas verstehen.

  • Dani! Da sieht es bei mir tatsächlich ja schlechter aus. Aber so brauche ich mir auch Stress zu machen, ob wohl noch was übrig geblieben ist nach der OP.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Ob man das Restgehör erhälten kann, liegt also nicht unbedingt (nur und ausschließlich) an der Einführtiefe, sondern an ganz vielen unterschiedlichen Gründen, z.B. wie langsam die Elektrode eingeführt wurde, wie "vorsichtig" der Operateur war, wie nah sie an den (verbliebenen) Haarsinneszellen gekommen ist usw.

    Das Risiko das Restgehör zu verlieren besteht bei jeder OP, auch bei den so genannten EAS-OPs.

    sehe ich genauso... ich bin rechts mit einer "langen" (14mm) Sonde versorgt, und habe durch die Sondenanlage im Durchschnitt 20dB verloren; Sprachverstehen ohne CIs ist unter optimalen Bedingungen über rechts möglich, links ist jenseits Gut und Böse.

    Ob man durch den Erhalt des Sprachverstehens aber gleichzeitig EAS Kandidat wird, ist nicht zwingend. EAS unterstützt primär den Tieffrequenzbereich, so mein Toningenieur CI-Ambulanz; ist dieser noch ausreichend vorhanden, wie bei mir, bringt einem ein EAS eher nichts, kann sogar das CI-Sprachverstehen beeinträchtigen. Hier hilft wirklich nur ausprobieren...