Umgang von Guthörenden mit eurer Hörbehinderung

  • Mich würde interessieren, wie eure nähere Umgebung (Familie, Freunde) mit eurer Hörbehinderung bzw. Euren Bedürfnissen umgehen.

    Konkreter Hintergrund ist ein Erlebnis vor rund 3 Wochen, das mir noch immer im Kopf herumschwirrt. Ich hatte mich mit drei Freundinnen, u.a. meiner besten Freundin getroffen, der ich seit ewig auch von meinen Schwierigkeiten im Alltag und Beruf durch meine einseitige an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit erzähle. Bereits beim letzten Gruppentreffen hatte ich gesagt, dass ich in der Kneipe mit mehreren Gesprächen gleichzeitig und Hintergrundlärm nicht an Gesprächen teilnehmen kann. Diesmal wieder das gleiche, ich war zu spät und man hatte sich bereits in ein lautes Lokal gesetzt. Der Abend war geprägt von leisen Zweiergesprächen und Lärm, auf die Frage meiner Freundin, warum ich so still sei, habe ich nur auf den Lärm und die Ohren gedeutet, weil ich es leid war, wieder alles zu erklären. Auf Nachfrage per sms im Anschluss, ob alles ok sei, habe ich dann geschrieben, dass ich nichts verstanden habe, so laute Läden derzeit für mich nicht so gut sein, man sich vielleicht besser im kleinen Rahmen treffen sollte. Die Antwort der Freundin war dann, dass alle für den Erfolg von Gesprächen verantwortlich seien und ich Verständnis dafür haben müsse, dass andere Menschen normalhörend seien.

    Mich hat diese Antwort absolut geplättet, vielleicht bin ich auch zu empfindlich.


    Hat sich euer Freundeskreis verändert, seid ihr verstärkt mit Leuten unterwegs, die auch schlecht hören, oder habt ihr die Energie, immer wieder Gesprächsregeln einzufordern und den Ort von Treffen zu bestimmen?

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Nein, Du bist nicht zu empfindlich. Ich sag' mal kurz und knapp: Das wäre die längste Zeit meine Freundin gewesen.


    Es ist leider so: Viele Menschen können sich die Hörprobleme in solchen Störschall-Umgebungen schwer vorstellen - bis sie selbst davon betroffen sind, was ich ja niemanden wünsche. In meinem eigenen Umfeld habe ich auch leicht- und mittel-Schwerhörige, die zumindest wissen, wie ich mich fühle und das transportiert sich dann auch auf alle anderen drumherum. Insofern habe ich da etwas Glück im Unglück.


    Wenn wir alle zusammen unterwegs sind, haben sich die Optimal-Hörplatz-Strategien zwischen den gut- und schwerhörigen inzwischen gut eingespielt. Früher, vor meiner CI-Zeit, war ich auch zunehmend dabei, mich selbst immer mehr auszugrenzen, das ging soweit, dass ich den Eindruck hatte, anderen zur Last zu fallen, weil man zuviel Rücksicht auf mich nehmen muss. Das ist die grosse Gefahr dabei, und mit ein wenig Rücksicht aufeinander könnte man auch hier viel erreichen im Umgang miteinander.


    Vielleicht hilft Dir ja ein Gespräch mit Deiner Freundin in einem kleineren Rahmen, um das zu klären. Wenn dann immer noch kein Verständnis aufkommt, dann .... siehe oben.

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


    ____________________________________


    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

  • Ich hatte bewusst darauf geachtet, Ich-Botschaften zu schicken, aber es kamen letztlich gefühlt nur Abblockungen. Ich habe ihr dann noch zwei Links geschickt mit dem Kommentar, dass das vielleicht die Botschaft bzw. das Verstehen erleichtert, aber auch da kam nur zurück, man sei verwundert, habe sie sich doch in den letzten Jahren um Verständnis bemüht. Ich werde das auf jeden Fall nochmal thematisieren müssen, weil mich besonders die Aussage, ich müsse Verständnis dafür haben, dass andere normalhörend seien so war wie wenn man einem Beinamputierten o.ä. sagen würde, er müsse verstehen, dass andere beim Treffen Joggen wollten

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Was magneto schreib ist sehr wahr. Ich habe es selbst so erlebt. Teilweise habe ich auch im Vorfeld über meine Hörbehinderung informiert. Bei mir führte dies dazu, dass ich auf andere (angeblich) aggressiv wirkte. Das ist wissenschaftlich erwiesen überigens auch eine Art Schutzmechanismus von uns Hörbehinderten. Habe ich einen guten Artikel dazu gefunden. Ich hatte mir dann selbst Hilfe gesucht und meine Therapeutin hat mir da auch die Augen geöffnet. So ist eine damals sehr gute Freundin (Geschäftsführerin eines großen Behindertenverbandes) nicht mehr meine Freundin. Nach ihren Worten sollte ich sogar von meiner (Hör)Behinderung genesen! Da trennt sich dann häufig die Spreu vom Weizen. Auf meinen jetzigen kleineren Freundeskreis kann ich mich aber verlassen. Ich denke, es hat nicht nur mit mehr Rücksicht zutun sondern mit mehr Akzeptanz fürs Anderssein.


    Sabine

    durch Masernerkrankung im Kleinkindalter progrediente Schwerhörigkeit beidseits, rapide Verschlechterung in letzten Jahren,

    li: HG Siemens Motion P, re: CI - Cochlear CI522+N7, OP: 30.1.2018, EA: 12.3.2018(Kanso), 2.5.2018 (N7)

  • Ich muss für mich noch austarieren, ob ich die Kraft aufbringe, immer wieder das Gleiche den gleichen Leuten zu sagen und zu fordern, oder ob ich nicht schaue, mir (auch) einen Kreis mit Menschen mit ähnlichen oder gleichen Bedürfnissen aufzubauen

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • oh ja, ich kann dich sehr gut verstehen. Privat gibts nur sehr wenige Menschen, die sich wie Deine Freundin verhalten. Im Kollegenkreis ist das schon eher mein Problem.

    Trotzdem. Ein bitterer Beigeschmack, daß man sich irgendwie anders verhalten "sollte" ist bei mir oft dabei gewesen.

    Ich hab versucht mir klar zu machen, was ich an der Situation verändern kann und möchte.

    Deshalb treffe ich mich jetzt oft mit Freundinnen zum Sport, Wandern, im Biergarten oder lade sie zu mir auf die Terrasse oder aufs Sofa zum Cocktail trinken ein.

    Lieber genieße ich weniger Treffen, dafür gehts mir bei denen richtig gut. Das Verstehen im Störgeräusch wird mit meinem CI immr besser. Vielleicht wirds irgendwann für mich auch im Lokal wieder angenehmer. Im Moment ist das Streß, den ich vermeide.

    Alle Freund/innen denen was an mir liegt, akzeptieren das.

    Stark hörgeschädigt ist sonst keiner in meinem Freundeskreis.

    Mi 1200 Synchrony Flex 28 re. OP 13.11.2018 Helios Hildesheim. Seit juli 2020 Sonnet 2

    MI 1250 Synchrony 2 Flex 28 li. OP 29.08.2019 Helios Hildesheim.Sonnet 2

  • Hallo Anni,

    Das ist schon heftig, wenn das deine Freundin so gesagt hat und das auch noch elektronisch (SMS). Erschwerend kommt für dich hinzu, dass du dein Hörverlust erst seit kurzem hast. Ich würde versuchen deiner Freundin zu erklären, dass der Hörverlust für dich so schon eine extreme physische als auch psychische Belastung darstellt und du nunmal zur Zeit einen stabilen Halt brauchst, den du in deiner besten Freundin siehst (wofür sind sie sonst beste Freunde?).

    Ich bin von Geburt an schwerhörig und bin eigentlich gewohnt, dass ich immer derjenige bin, der am schlechtesten hört. Nun ist es auch bei mir soweit wie Rainer es beschrieb: ich grenze mich zunehmend selbst aus. Das will ich aber nicht, daher will nun auch ich den CI-Weg gehen. Und da bist du mir 2 Schritte voraus: Du hast schon einen OP-Termin ;) Von daher hast du alles richtig gemacht.

  • Hallo Anni,

    Das ist schon heftig, wenn das deine Freundin so gesagt hat und das auch noch elektronisch (SMS). Erschwerend kommt für dich hinzu, dass du dein Hörverlust erst seit kurzem hast. Ich würde versuchen deiner Freundin zu erklären, dass der Hörverlust für dich so schon eine extreme physische als auch psychische Belastung darstellt und du nunmal zur Zeit einen stabilen Halt brauchst, den du in deiner besten Freundin siehst (wofür sind sie sonst beste Freunde?).

    Ich bin von Geburt an schwerhörig und bin eigentlich gewohnt, dass ich immer derjenige bin, der am schlechtesten hört. Nun ist es auch bei mir soweit wie Rainer es beschrieb: ich grenze mich zunehmend selbst aus. Das will ich aber nicht, daher will nun auch ich den CI-Weg gehen. Und da bist du mir 2 Schritte voraus: Du hast schon einen OP-Termin ;) Von daher hast du alles richtig gemacht.

    Hallo Dani!, bei mir ist es in den vergangenen fünf Jahren immer weiter bergab gegangen, die Freundin hat mitbekommen, wie ich Dauergast beim Akustiker war, wie ich mich im letzten Jahr gequält habe (wobei die Tränen zumindest bei mir dann doch immer nur fließen, wenn ich alleine bin). Wenn ich ehrlich bin, sie wird es wohl nicht verstehen, warum diese Antworten so verletzend waren, es wird immer ein „ja, aber“ bleiben.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Wenn ich ehrlich bin, sie wird es wohl nicht verstehen, warum diese Antworten so verletzend waren, es wird immer ein „ja, aber“ bleiben.

    Das ist schade zu lesen.

    Ich bin seit letztem Jahr Mitglied an einem Stammtisch mit überwiegend Schwerhörigen. Das war mein erster Kontakt in meinen 44 Jahren überhaupt, dass ich andere Schwerhörige kennengelernt habe. Meine Frau meint, seitdem bin ich viel lebendiger geworden. Es tut einfach gut mit Leuten zusammen zu sein, die die Problematik auch selbst kennen.

    Hast du schon mal versucht, Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe aufzunehmen? Dort geht es ja nicht um das gemeinschaftliche Bemitleiden, sondern um gemeinsam Spaß zu haben, etwas zu unternehmen. Wir beispielsweise gehen gerne in den Biergarten, weil wir uns in geschlossenen öffentlichen Räumen prinzipbedingt schlecht unterhalten können. In den kälteren Monaten versuchen wir, ruhigere Cafes zu finden. Klappt zwar auch nicht immer, aber dann leiden wir wenigstens alle und nicht nur Einzelne besonders stark. Andere Stammtische treffen sich durchaus auch privat mal zu Hause.

  • Aus zeitlich-organisatorischen Gründen noch nicht, im Oktober werde ich zu einem CI-Stammtisch gehen

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Oh nein, das tut mir leid. Denn das tut weh....


    Mein lieber Reha Freund, schöne Grüße ;), erklärte mir dort, dass ich in Zukunft die sein werde, die sagt, wo man hin geht und wo man sitzt...

    Und ja, die wirklichen Freunde tragen das mit mir... die anderen sind im Laufe der Zeit weniger geworden...


    Dafür sind andere dazu gekommen! :love:


    Das Problem ist eben, dass Hörstörungen nicht "gesehen" werden... naja, und wie oft "verstecken" wir, dass wir nicht gut hören...strengen uns extrem an...

    Aber irgendwann geht das eben nicht mehr...

    Und du bist ja gerade im Umbruch...und gestehst dir vieles ein...


    Auch wenn es weh tut...geh diesen Weg weiter.

    Sprich in einem 4 Augen Gespräch mit deiner Freundin!

    Vielleicht kriegt ihr es nochmal hin...


    LG

  • Solche Reaktionen wie die der „Freundin“ sind oft Schutzmechanismen, weil sie selbst mit der Situation völlig überfordert sind. Klar, richtig ist dies auf keinen Fall, kann jedoch eine Begründung sein.

    Ich habe das vor zwei Jahren nach der OP leider im eigenen Freundeskreis erleben dürfen. Jedoch nicht in Bezug auf das Hören , sondern auf mein verlorenes Gleichgewicht. Während ich quasi wieder laufen lernen und meinen Körper auf das Hallten vom Gleichgewicht trainieren musste, dazu logischerweise nicht mobil (ich durfte 9 Monate kein Auto fahren und lebe auf dem Land) war, stand ich auch verd.... alleine da bis auf eine Freundin, die mich erst auf die Spur CI gebracht hatte.

    Seit der OP sind meine Kollegen und „meine“ Bürgermeisterin sogar aufmerksamer geworden und passen auf, dass ich mich nicht zu sehr übernehme😊.

    Da ich mein Leben lang schwerhörig war, es jedoch vor mir selbst verdrängt habe, musste ich selbst erstmal zu meinen (Hör-) Problemen stehen ehe ich Verständnis von meinem Umfeld erwartet habe.

    Ich habe auch erst vor zwei Jahren übers Forum und vor 1,5 Jahren durch die Reha Kontakt mit Betroffenen bekommen- nach über 40 Jahren! Heute ist ein ebenfalls CI Träger aus der Reha, der in der Nähe wohnt, meiner Familie und mir ein sehr guter Freund geworden!😉


    Ich wünsche euch allen die Kraft und Größe, über blöde Bemerkungen, tun sie noch so weh, im wahrsten Sinne des Wortes hinweg zu hören .


    Viele liebe Grüße SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Ich kenne das leider auch so. Treffen in lärmigen Pubs oder Kneipen meide ich seither oder gehe einfach wenn ich genug habe. Das ist besser als schweigen und so tun als ob man dabei sei. Sprich, ich sage mir ist es hier zu laut und ich möchte gehen oder an einen anderen Ort hin. Falls die anderen mitmachen dann io und sonst gehe ich halt heim und fertig.

    Solche "Freunde" mit so wenig Verständnis reagieren auf solche Dinge eher als wenn man schweigt oder nur über seine Ohren spricht. Ich thematisiere meine Ohren im Bekanntenkreis wenig, aber falls es ein zu lauter Ort ist, dann halt immer mal wieder kurz.


    An meiner Arbeitststelle bestimme ich den Treffpunkt oder wenn wir in unserem kleinen Team ausgehen, dann wissen alle wo ich gerne sitzen möchte und dass ich es lieber ruhiger mag, wir sind allerdings auch alle ü40 im Team.

    li normal hörend

    re taub nach chronischen MOE im Kindesalter, nun Cochlear N6 OP 8.2.18 EA am 8.3.18

  • Mein Traum wäre es, dass Leute, die von meinem Problem im Lärm wissen, bei der Platzwahl darauf Rücksicht nehmen. An dem betreffenden Abend kam ich als letzte und bat darum, mit einer am Tisch den Platz wechseln zu können. Auf die belustigten Blicke hin sagte ich dann, dass ich dann besser verstehen könne wegen meinem Ohr. Wenn ich tatsächlich mal gehen würde, wäre das ein Affront und es würde mir vorgeworfen, dass ich ja was hätte sagen können.

    Was mich wahrscheinlich auch so verletzt hat bei der schriftlichen Kommunikation, war wohl auch, dass an keiner Stelle etwas kam wie „das war mir nicht so bewusst“ oder „Mist, wir haben es wieder vergessen“, sondern eben nur Nachrichten mit dem Tenor „du fühlst falsch“ und „ist ja auch deine Schuld“ und „akzeptier, dass andere dein Problem nicht haben“. Ich werde aber einfach das nächste Mal mehr für mich sorgen.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • AnniB

    Darum würde ich zuerst um einen Platzwechsel bitten oder um einen anderen Ort und wenn nicht reagiert wird gehen. Ich hab das mehrmals gemacht und es begründet mit der Aussage: Ein solcher Platz oder Treffpunkt sei für mich schwierig und zu anstrengend. Das bleibt dann bei den anderen noch eher haften und hilft beim nächsten Mal. Falls nicht reagiert wird sind es die falsche Freunde. Ich hatte schon immer nur einen kleinen aber feinen Freundeakreis und hänge nicht an solchen Treffen.

    li normal hörend

    re taub nach chronischen MOE im Kindesalter, nun Cochlear N6 OP 8.2.18 EA am 8.3.18

  • Ich auch nicht mehr. Meistens sind in Gruppen ja nur smalltalkthemen und dafür dann so viel Anstrengung

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Erstaunlicherweise sagen auch die „Normalhörenden“, dass es sehr laut und eine Unterhaltung schwierig sei, wenn ich als Hörbehinderte das Thema zur Sprache bringe.😂

    Liebe Anni, dein Resümee, beim nächsten Mal einfach etwas mehr für dich zu sorgen, ist schon mal der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung: nämlich selbstbewusst zu deinem Problem zu stehen! Mach weiter so👍🏻!

    Nikita: du hast recht, man sollte das Thema Schwerhörigkeit dann thematisieren, wenn es gerade angebracht ist und es weder verschweigen noch zum Dauerthema machen.

    Ich persönlich hatte letzten Donnerstag bei einer dienstlichen Veranstaltung eine putzige Situation: ich habe bei dieser Veranstaltung mein Minimikrofon ausprobiert und es gerade parat gemacht, als ich von einem Vertreter der lokalen Presse, den ich schon länger kenne (wir haben einige Pressetermine und Veranstaltungen gemeinsam gemacht) auf meine Technik angesprochen wurde. Er war ganz baff, als er erfuhr, dass ich ohne Technik (HG und CI) quasi taub und aufgeschmissen bin. Ihm fiel meine Schwerhörigkeit gar nicht auf und hat sich sehr interessiert nach dem CI und dem Hören in meinem derzeitigen sehr kommunikativen Job erkundigt.

    Es gibt also auch Menschen, die sehr offen und interessiert auf mich bzw. uns Schwerhörige zugehen 😉.

    Über den Rest sollten wir stehen😇

    LG

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Ja, das stimmt einfach anstrengend. Und oft einfach zu viel abends.

    Ich kannte es nicht anders war seit meinem 8 Lebensjahr einseitig taub und für mich war es einfach normal so zu hören und die Anstrengung war mir nicht so bweusst, ich wusste einfach dass ich sehr viel Schlaf brauche.

    li normal hörend

    re taub nach chronischen MOE im Kindesalter, nun Cochlear N6 OP 8.2.18 EA am 8.3.18