AKKU Nutzung bei CI

  • Hi,


    ich habe, bzw. meine Frau :evil: hat eine grundsätzliche Frage, sie denkt da anders.


    Die Stromversorgung bei CI wird doch von der KK getragen.


    Wie sieht es mit dem Ladestrom für die AKKU`s aus, bzw. wieviel Strom brauchen die?


    Hat jemand dazu schon mal Test`s angestellt?


    Das hört sich kleinlich an, sie hat das ganze mal hochgerechnet.:/


    Grüße aus Anhalt


    Uwe

    Rechts: 21.08.19 OP Cochlear 622 EA 23.09.19 N7

    Links: HG Aquaris 501 in Planung Resound Enzo 3D

  • Moin Uwe,


    ich bin bei der AOK Niedersachsen versichert. Ich habe die Möglichkeit die Stromkosten für die Akkus bei der AOK abzurechnen. Allerdings habe ich mich damit noch nicht beschäftigt diese auszurechnen. Die AOK will dazu zum einen den Stromverbrauch wissen und den aktuellen Strompreis den ich bei meinem Anbieter bezahle.


    Ich kann bis zu maximal 4 Jahre zurück die Stromkosten abrechnen. Da ich erst im vorigen Jahr im Februar implantiert wurde, habe ich also noch etwas Zeit mir das alles auszurechnen.


    Gruß
    Andreas

  • Die von woase erwähnte Hochrechnung hat mich neugierig gemacht. Daher habe ich eine eigene Überschlagsrechnung gemacht (alle Werte nach oben abgeschätzt).


    Den Akkuverbrauch können wir mit einem 200mAh Akku pro Tag abschätzen (das ist deutlich mehr als ich nutze). Nehmen wir mal an, dass der Akku mit einem Linearregler geladen wird, der mit 5V versorgt wird. Damit brauchen wir für eine Ladung ungefähr 200mAh * 5V = 1Wh Energie.


    Jetzt nehmen wir noch an, dass das der Wirkungsgrad durch das Steckernetzteil, etc. nur 70% ist. Damit brauchen wir 1Wh / 0,7 = 1,4Wh Energie pro Tag.


    Auf ein Jahr ergibt das 1,4Wh * 365 = 511Wh = 0,5 kWh.


    Mit einem Strompreis von 0,30€/kWh folgt 0,5 kWh * 0,30€/kWh = 0,15€ (pro Jahr!).


    Dazu kommt noch der Standby Verbrauch. Laut EU Verordnung müssen das weniger als 0,5W sein (vermutlich aber weniger). Auf ein Jahr sind das 0,5W*365*24h = 4380Wh = 4,4 kWh also 4,4kWh * 0,30€/kWh = 1,32€.


    Ich hoffe ich habe jetzt keinen Fehler in der Rechnung gemacht (sonst bitte Bescheid geben!), aber damit kämen wir bei meiner sehr pessimistischen Abschätzung auf etwa 1,5€ Betriebskosten pro Jahr.


    Bei dem Wert würde ich mir die Anschaffung eines Strommessgerätes stark überlegen, aber nach der ganzen Rechnung will ich jetzt fast ein Messgerät an die Ladestation hängen und schauen wie viel ich tatsächlich verbrauche. ^^

  • Moin,


    müssen wir das ernsthaft diskutieren, wo jeder selbstverständlich seine SmartPhones täglich befüllt und auch sonst vllt.nicht alle Möglichkeiten zum Energiesparen ausnutzt?


    Ich möchte die Rechnung von one_ear gar nicht nachvollziehen, aber was dabei rauskommt, entspricht größenordnungsmäßig meinen Erwartungen. Wir reden da von Peanuts, wie schon richtig argumentiert wird


    LG Konrad (der auch zu Hause schon mal FirmenLatop/SmartPhone auflädt, ohne eine Rechnung an den AG dafür auszustellen)


    P.S.: Unsere CI sind nicht so stromhungrig, dass das signifikant ins Gewicht fallen würde. Nur mal so am Rande bemerkt, um das (erwartete) Argument für Batterien sofort mal auszuschließen

  • Bei der Hochrechnung lohnt sich nicht mal das Papier für einen Antrag bei der KK.


    War auch nur eine grundsätzliche Frage.


    Frage meiner Frau hat sich damit geklärt.


    Danke

    Rechts: 21.08.19 OP Cochlear 622 EA 23.09.19 N7

    Links: HG Aquaris 501 in Planung Resound Enzo 3D

  • Der Vergleich zum Smartphone ist gut. Die haben gerne einen 3000mAh Akku (oder auch größer). Das ist ja einfach Mal um mehr als den Faktor 10 größer.

    Die wirklichen Stromfresser sind sowieso alles was Wärme aus Strom erzeugt (elektrische Heizung, Kochfeld, Backofen, Wasserkocher, Mikrowelle etc.). Auch Glühlampen (und sogar die modernen LED Leuchtmittel) haben eine höhere Leistung als so ein Ladegerät.