Hoffnung auf ein CI

  • Hi SaSel,


    ich hätte durch Zahlung eines Risikozuschlages den Ausschluss der HG vom Vertrag vermeiden können. Darauf hatte ich mich 1984 nicht einlassen wollen, da der Risikozuschlag (damals 20,-DM/Monat) mich genauso teuer gekommen wäre wie die Selbstzahlung des PKV-Anteils, falls ich tatsächlich Hörgeräte tragen würde. Es sind auch explizit nur Hörgeräte ausgenommen, ärztliche Behandlung und selbst Otoplastik wird anstandslos übernommen. Und CI ist ja kein Hörgerät, deshalb dürfte der SP nicht vom Leistungsausschluss erfasst werden.

    Ich vertraue jetzt auf das DHZ, da die sicherlich wissen, wie sie formulieren müssen, damit weder Beihilfe noch PKV rumzicken. Meine Akte bekam extra ein entsprechendes Post-It, damit Frau Prof. Dr.... vor Abgang nochmal draufguckt.


    Jedoch sollte uns gutes Hören es wert sein, zumal ich einen sehr kommunikationsintensiven Job habe und dafür gutes Hören eine Voraussetzung ist

    Das kann ich so unterschreiben. Ich hätte meine HG auch für den halben Preis bekommen, wenn ich auf diverse Extras verzichtet hätte. Aber der Zugewinn an Lebensqualität durch diese Extras war deutlich, ist unbezahlbar und mir den höheren Kaufpreis allemal wert.


    LG

    Ulrike

    Hochtonschwerhörigkeit/Hochtontaubheit von Kindheit an.

    Rechts: CI622 seit 12/2019, Nucleus 7

    Links: 65% Sprachverstehen mit HG (seit 2012 Oticon pro agil)

  • Hallo Maja,

    das ist auch meine Ansicht. Im Moment warte ich noch auf den Bericht des DHZ, um ihn dann Beihilfe/PKV einzureichen.


    Ich arbeite in der Zwischenzeit an meinem Verschlimmerungsantrag für das Versorgungsamt. Bei Tinnitus und Bruxismus lese ich im Internet, dass der Bruxismus Tinnitus auslösen kann, das passt bei mir aber nicht. Tinnitus seit 2013, Bruxismus erst seit 2016/2017. Also vermute ich mal Hörstress und Tinnitus --> Bruxismus --> Verstärkung des Tinnitus (morgens ist er besonders laut und gerne auch beidseitig).

    Keine Ahnung, wie ich das in den Antrag kriege, am besten als Anlage...


    LG

    Ulrike

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  • Hallo Ulrike,


    ich vermute, dass dich dein anstrengendes Hören und die ungeklärten Fragen ziemlich stressen - ging mir so. Vielleicht versuchst du neben dem unvermeidlichen bürokratischen Kram, deine Seele zu entlasten.


    Wenn ich das richtig verstanden habe, lebst du in Hannover. Dort kann ich dir folgende Heilpraktikerin empfehlen:

    https://www.homoeopathie-vinals-hannover.de


    Mein Heilpraktiker ist mir eine nicht wegzudenkende Stütze!


    Viel Erfolg!

    Maja

  • Danke für dem Tipp, merke ich mir.


    Meine Entstressung ist in meinem Avatar abgebildet;) . Ich habe außerdem meine Arbeitszeit um 4 Stunden/Woche reduziert und kann jetzt wirklich lange Mittagspause machen inklusive Waldspaziergang. Und meine Hündin lebt mir vor, im Hier und Jetzt zu leben. Aber auf die Woche Zusatzurlaub nach Anerkennung einer Schwerbehinderung freue ich mich jetzt schon:)


    Der Befundbericht des DHZ ist auch schon da und von mir heute an Beihilfe/PKV weitergegeben worden. Nun heißt es mal wieder abwarten:rolleyes:

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  • Kurzes Update: Die Beihilfe hatte mir "als Einzelfallentscheidung" tatsächlich schon nach 2 Wochen eine Zusage geschickt.
    Die PKV habe ich heute angerufen, der Befund ist noch bei ihrem Gutachter ("noch" ist gut - der Bearbeiter hatte sich verplappert - ist erst am 3.7. zum Gutachter geschickt worden).

    Trotzdem bin ich jetzt ganz optimistisch, da die PKV - wenn sie schon einen Gutachter einschalten - ganz offensichtlich nicht beabsichtigt, die Leistung wegen dem Versicherungsausschluss für Hörgeräte zu verweigern.

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  • Langsam glaube ich, dass es dies Jahr nichts mehr wird mit dem CI. Meine PKV fordert weitere Unterlagen an (u.a. Felsenbein-CT u.a., was eigentlich erst in den Tagen vor der OP gemacht wird), also habe ich das Schreiben an die MHH geschickt. Nun warte ich auf einen Termin, damit die Untersuchungen gemacht werden können...


    Das Versorgungsamt hat mir nur einen GdB von 40% zugestanden, da lege ich Widerspruch ein. Schön, dass es dafür im Internet Vorlagen gibt....

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  • Hi Terry,

    ein kleiner Tipp zum CT: bei mir war ein CT auch schon zur Voruntersuchung nötig (also nicht erst kurz vor der OP). Weil ich sehr lange auf einen Termin in der Klinik hätte warten müssen, habe ich die Aufnahmen dann in einer anderen radiologischen Praxis machen lassen, wo ich innerhalb von zwei Wochen einen Termin bekommen habe. Vielleicht ist das bei dir ja auch möglich und beschleunigt die Sache etwas.

    Viel Glück!

    Seit Anfang 20 progrediente, tieftonbetonte Schwerhörigkeit (ungeklärte Ursache), erst nur auf einem Ohr, mittlerweile beidseitig an Taubheit grenzend.

    Seit dem 24.6.19 links implantiert mit HiRes Ultra 3D von AB mit der SlimJ Elektrode, Sprachprozessor Naida Q90; rechts Hörgerät Naida link von Phonak.

  • Terry  Cino ich habe es auch außerhalb machen lassen (aber auch, weil ich zur Klinik länger fahren muss und es keinen Grund gab, das in der Klinik machen zu müssen)

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Vielen Dank für die Tipps, aber das CT war nur exemplarisch aufgeführt:


    - Unterlagen zur Hörgeräteüberprüfung und -Optimierung (ok, könnte der HNO auch machen)

    - audiometrisches Verfahren im freien Schallfeld (war das nicht schon bei der Voruntersuchung?)

    - objektive Hörprüfungen mit TEOAE/DPOAE

    - Elektrocochleographie, BERA, Promontoriumstest

    - Felsenbein-CT, MRT Cochlea

    - Fachärztliche Stellungnahme zu psychischen Faktoren

    - Unterlagen zu logopädisch-phoniatrischen, pädagogischen und psychologischen Untersuchungen bzgl. der Kommunikationsfähigkeit, der Erwartungshaltung, der Motivation, Lernfähigkeit und psychosozialen Situation (so langsam komme ich mir schon beim Lesen wie in der Klapse vor...)

    - Bericht zu allen Komorbiditäten (habe ich nicht)


    Bevor ich da zu x verschiedenen Ärzten renne, denke ich in der MHH besser aufgehoben zu sein. Außerdem meinte Frau Prof. Dr. L.-Sch. schon bei der Voruntersuchung, dass ich mich bei Schwierigkeiten wegen einer Kostenübernahme an sie wenden solle.


    Auf ein paar Wochen kommt es ja auch nicht drauf an, mich fuchst in erster Linie, dass ich evtl. Probleme mit der Unterbringung meiner Hündin bekomme, da meine Hundesitterin (Rentnerin) öfter in den Urlaub fährt...

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  • Hallo Paula,

    ich wohne in Hannover.

    Gina ist ein Dackel-Bodeguero-Mix aus Spanien, eher scheu und unterwürfig, deshalb kommt eine Hundepension mit vielen Tieren nicht in Betracht.

    LG Terry

    Hochtonschwerhörigkeit/Hochtontaubheit von Kindheit an.

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  • Hallo Paula,

    das wird schon klappen mit meiner Nachbarin, ich muss nur den OP-Termin (wenn die Kostenübernahmeerklärung dann endlich mal käme) mit ihren Urlaubsplänen abstimmen.

    Aber vielen Dank für deine Hilfsbereitschaft!

    LG

    Terry

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  • So, es geht weiter voran, am 2.9. werde ich in der MHH zur stationären Voruntersuchung aufgenommen, damit meiner PKV die nötigen Unterlagen für die Zustimmung zur OP vorgelegt werden können.


    Inzwischen ist der Bescheid vom Versorgungsamt gekommen, gerade einmal ein GdB von 40% wurde anerkannt.


    Meine Auswertung des letzten Audiogramms ergibt nach der 4-Frequenz-Tabelle nach Rösner einen Hörverlust von 78% links und 89% rechts, d.h. (sehr) hochgradig x an Taubheit grenzend, so dass allein der Hörverlust nach meiner Ansicht zu mind. 50% GdB führen müsste. Hinzu kommt bei mir seit 2013 ein nerviger Tinnitus auf dem rechten Ohr, seit 2016 mit Bruxismus. Der wurde überhaupt nicht berücksichtigt, weil das Versorgungsamt nur den Befundbericht der MHH angefordert hatte (und Tinnitus da kein Thema war).


    Ich habe erst einmal Widerspruch eingelegt und soll binnen 4 Wochen die Begründung nachliefern. Beim HNO-Arzt und Zahnarzt habe ich mir bereits Termine besorgt in der Hoffnung, dass mir dort geeignete Befundberichte erstellt werden können.


    Falls jemand Ideen/Formulierungsvorschläge für die Begründung des Widerspruchs hat - immer her damit, gerne per PN.

    Hochtonschwerhörigkeit/Hochtontaubheit von Kindheit an.

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  • Ich kann Dir gern meinen Widerspruch zukommen lassen, wenn ich wieder zuhause bin. Denke muss noch bis zum Wochenanfang in der Klinik bleiben. Es soll noch mal eine DVT- Aufnahme gemacht werden, ob die Elektrode richtig plaziert ist.


    Grüße aus der Klinik

    Uwe

    Rechts: 21.08.19 OP Cochlear 622 EA 23.09.19 N7

    Links: 10.03.20 OP Cochlear 622 EA 23.03.20 N7

  • Hi Uwe,


    vielen Dank dafür.

    Ich drücke dir die Daumen, dass die Elektrode richtig sitzt und du bald entlassen werden kannst.

    Liebe Grüße in die Klinik


    Terry

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  • Vielen Dank, woase - jetzt weiß ich besser, wie ich den Widerspruch aufbaue.

    Dir auch weiterhin gute Genesung und einen reibungslosen Verlauf!

    Hochtonschwerhörigkeit/Hochtontaubheit von Kindheit an.

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  • So, ich habe mich diese Woche schon einmal mit der MHH vertraut gemacht, da dort die weiteren Voruntersuchungen für meine Krankenkasse durchgeführt wurden. Das Team ist durch die Bank sehr nett und geduldig, allein die Warterei auf die nächste Untersuchung nervt. Am Mittwoch muss ich noch das Abschlussgespräch mit der Oberärztin führen und dann die Unterlagen bei der Krankenkasse einreichen.

    Nach dem Lesen des vorläufigen Entlassungsberichtes habe ich (vor Erleichterung/Freude) sogar geheult. Schwarz auf weiß wurde bestätigt, dass für Patienten mit steil abfallender Hochtontaubheit Hören nicht Verstehen bedeutet, Hörgeräte wenig bringen. Dies zu lesen, mein Problem so genau beschrieben zu sehen - ich glaube ich rahme die Sätze ein und hänge sie an die Wand.

    Wie oft musste ich Familie und Freunden erklären, wie oft wurde mir nicht geglaubt. Das jetzt "medizinisch korrekt" formuliert vorliegen zu haben, ist nicht nur für mein Selbstwertgefühl gut, ich kann es auch jedem Zweifler in die Hand drücken...

    Hochtonschwerhörigkeit/Hochtontaubheit von Kindheit an.

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