Haben eure CI-Kliniken das AB Implantat empfohlen?wenn ja,mit welchen Argumenten?

  • Hi,

    Ich weiss (im sinne von erlesen)nur, das die neuesten Implantate von AB MRT- tauglich bis 3.0 Feldstärke sind und eine 5 mal bessere Klangqualität als die Konkurrenz hat und doch so wenige Nutzer ?

    Bei Facebook in der Cochlea Implantat gruppe sind bei der Umfrage deutlich mehr MED EL Nutzer wie A .Bionics ,trotz über 4000 Mitglieder,wobei wohl nicht alle mitgemacht haben.

    das einzige was ich gelesen habe Batterien teurer als Konkurrenz, aber Akkus vielfältiger und besser?0bwohl viele mit schwacher akkuleistung nicht zufrieden im laufe der Zeit .

    Teile wie Überträgerkabel , T-mic gehen schneller kaputt

    wohnhaft: Kreis Pinneberg(bei Hamburg)

    HNO Arzt Juhl/deichmann in HH eidelstedt

    ~mehr als 70 Hörstürze /Vestibularerkrankung bds.

    Edited once, last by Maho68 ().

  • Du musst bedenken dass Implantat für MRT bis 3.0 Feldstärke ist noch relativ neu auf dem Markt. Neuere Patienten die sich für AB entscheiden, werden mit dem neuen Implantat versorgt. Meiner Meinung nach macht das neue Implantat wenig Sinn wenn man bereits ein Implantat hat und das andere Ohr soll auch versorgt werden. Ist so bei mir der Fall, müsste da nochmal nachfragen.


    Meine Klinik hatte mir damals AB empfohlen weil ich bereits ein Phonak-Hörgerät hatte. Wie sich aber später herausstellte war das HG zu alt um mit dem Q90 kompatibel zu sein. Hätte sonst wohl Cochlea genommen. Das Q90 habe ich jetzt seit über 2 Jahren und das T-Mic war noch nicht defekt bei mir. Dafür habe ich schon einige Überträgerkabel verschlissen. Akkus lassen nach 2 Jahren inzwischen nach, ist aber noch akzeptabel, habe eh immer einen zusätzlichen Akku dabei.

  • Hallo MaHo68,

    Meine Klinik hat mir kein CI speziell empfohlen. Ich habe mich rein aus Tragegründen für cochlear entschieden. Es ist schön, dass es eit letzten Herbst ein mrt-taugliches CI gibt. Manch einer benötiigt dies aus medizinischen Gründen, ebenso wie es medizinisch notwendig sein dass nur eine bestimmte Elektrode implantierbar.

    Deine angelesen Weiteren Aussagen, insbesondere 5x besserer Klang, ordne ich als Werbeaussage ein. Hier im Forum ist sehr gut erkennbar, dass sehr unterschiedlich Hörerfolge mit allen Anbietrn gibt. Diese Aussage kann auch kaum von einem CI-Träger stammen, denn der müßte sich ja zweimal inplantieren lassen haben. Das bezahlt keine Kasse.

    Sabine

    durch Masernerkrankung im Kleinkindalter progrediente Schwerhörigkeit beidseits, rapide Verschlechterung in letzten Jahren,

    li: HG Siemens Motion P, re: CI - Cochlear CI522+N7, OP: 30.1.2018, EA: 12.3.2018(Kanso), 2.5.2018 (N7)

  • Die zunehmende MRT-Tauglichkeit der Implantate ist eine gute Sache. Die Aussage mit dem 5x besserem Klang würde ich auch nicht überbewerten. 5x besser als welches andere CI?


    Da man selbst keinen Vergleich anstellen kann, welches CI besser klingt und man auch keinen anderen CI-Träger fragen kann (selbst wenn sich jemand mit einer anderen CI-Versorgung aus welchen Gründen auch immer neu implantieren liesse, wäre kein echter Vergleich möglich - hat man Glück, klingt es besser, oder eben gleich oder weniger gut wie das Vorgänger-CI).

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


    ____________________________________


    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

  • Moin Maho68,


    Kliniken geben eigentlich nur Empfehlungen, wenn dies medizinisch notwendig ist, z.B. wenn es Gründe für eine ganz bestimmte Elektrode gibt.


    MRT-tauglich ist sicher ein wichtiges Kriterium, wenn solche Untersuchungen abzusehen sind. Du musst Dir aber darüber im klaren sein, dass bei einer MRT-Untersuchung des Kopfes JEDES Implantat mit einem Magneten zu Artefakten führen wird.


    "5 mal bessere Klangqualität" ... sehe ich wie Sabine als reine Werbeaussage an. Wo und in welchem Zusammenhang wurde denn diese Aussage gemacht?


    Online-Umfragen, egal ob Facebook oder hier im Forum sind garantiert nicht repräsentativ. Daran würde ich mich keinesfalls orientieren.


    Batterien oder Akku ... eine Energieversorgung wird von der Krankenkasse übernommen. AB hat vom Start an in erster Linie auf Akkus gesetzt, bietet daneben aber immer auch ein Batteriefach an. Wie weit dies mittlerweile Bestandteil der Erstausstattung ist, kann ich leider nicht sagen. Sinnvoll wäre es, da man so auch mal unabhängig von Ladegerät und Stromversorgung reisen kann. Wenn Du Dich für Akkus entscheidest, musst Du die Batterien natürlich selbst tragen. Da es ganz normale Standardbatterien sind, gibt es da keine herstellerspezifischen Vorschriften oder Preisunterschiede.


    Haltbarkeit der Akkus ... für meine beiden Q70-SP habe ich jeweils drei 230 mAh-Akkus erhalten, die gut 5 Jahre zwischen 22 und 25 Stunden Betriebszeit gehalten haben. Seit etwa einem halben Jahr läßt nun die Leistung nach. Aktuell sind es ca. 15 Stunden. Da ein Wechsel sehr schnell möglich ist, ist das für mich aber kein Problem. Ausserdem steht nach 6 Jahren ein neuer SP mit neuen Akku an. AB hat mich dazu schon angeschrieben. Da ich mit dem aktuellen System zufrieden bin, überlege ich aber, auf den Nachfolger des Q90 zu warten, der dann ja wohl auch intern mit SWORD ausgestattet sein sollte, statt mit dem Nadia Connect.


    T-Mic/Überträgerkabel ... wie der Hörschlauch beim Hörgerät unterliegen alle Kunststoffe einer gewissen Alterung, erstrecht unter Schweißeinwirkung und ... wie ich es oft sehe ... unverhältnismäßiger und unnötiger mechanischer Belastung. Da wird der SP am T-Mic oder am Überträgerkabel vom Kopf abgezogen, Kabel unnötig verdreht ... etc. pipapo ... bei sachgerechter Nutzung verbleibt eigentlich nur dass verspröden der Kabel bzw. beim T-Mic die Ummantelung. Bei mir ist ein Austausch pro Seite maximal einmal im Jahr fällig.


    "... geht schneller kaputt ..." ... schneller als? Das T-Mic gibt es nur bei AB. Bei den anderen Herstellern sind die Mics intern verbaut und durch Filter geschützt, die regelmäßig getauscht werden müssen. Wie oft bei den anderen Herstellern Überträgerkabel getauscht werden, würde mich mal interessieren. Dabei soll es sogar Kabel geben, die mit dem Überträger untrennbar verbunden sind, also gleich auch ein neuer Überträger fällig wird.


    Mein Tipp: schau Dir die einzelnen System mit ihrem Zubehör an und überlege, welche Lösung für Dich in Deinem Alltag am besten paßt.


    Gruß vom Christian

  • Danke für eure Stellungsnahmen

    Christian :danke für die ausführlichen Informationen

    was bewirkt SWORD ?

    "Du musst Dir aber darüber im klaren sein, dass bei einer MRT-Untersuchung des Kopfes JEDES Implantat mit einem Magneten zu Artefakten führen wird."

    Und das heisst-MRT Kopfaufnahmen mit CI sind nicht verwertbar ??obwohl gegenteiliges beworben wird


    Was die Akkus von AB betriff-macht du mir Mut-ich bin kein Anhänger von Sondermüll>Batterien.

    Man wird mir entgegnen,das Hörgeräte auch Batterieverschleiss bringen-aber längst nicht so viele,wie ein CI verbraucht je nach Hersteller.

    22-25 std. für 230er Akku klingen gut, dann käme man sogar 2 tage mit aus gegebenfalls.


    wenn die Entscheidung nach der Voruntersuchung ansteht-welches CI-,wird man mir auch nicht unendlich viel Bedenkzeit geben-deshalb versuche ich im Vorfeld möglichst viele Kriterien dingfest zu machen

    Gruss Marc

    wohnhaft: Kreis Pinneberg(bei Hamburg)

    HNO Arzt Juhl/deichmann in HH eidelstedt

    ~mehr als 70 Hörstürze /Vestibularerkrankung bds.

  • was bewirkt SWORD ?


    SWORD steht für "Sonova Wireless One Radio Digital"

    Sonova ist die Mutter von Phonak und AB und SWORD soll die Anbindung an Bluetooth-fähige Geräte ohne Streamer (ComPilot) direkt mit dem SP ermöglichen. Das ganze ist noch recht neu und kommt für den AB Naida Q90 jetzt gerade erst als Naida Connect auf den Markt - mehr dazu hier: https://advancedbionics.com/de…cts/naida-ci-connect.html


    MRT Kopfaufnahmen mit CI sind nicht verwertbar ??obwohl gegenteiliges beworben wird


    Da hast Du glaub ich etwas falsch verstanden. Bei der MRT-Tauglichkeit geht es zunächst einmal nur darum, ob Du überhaupt mit Deinem CI in die Röhre darfst. Bei nicht MRT-tauglichen Implantaten besteht die Gefahr, dass der Magnet aus dem Implantat herausgezogen wird. Da ist so eine Untersuchung nur unter gewissen Vorsichtsmaßnahmen möglich. Schlimmstenfalls muß der Magnet vorm MRT durch einen kleinen Hautschnitt entfernt und hinterher wieder eingesetzt werden. Der Hautschnitt muss dann natürlich erstmal wieder abheilen, bevor der Überträger wieder getragen werden kann.


    Bei den neuen Implantaten von MED-EL und AB ist eine MRT-Untersuchung bis 3,0 Tesla möglich, ohne dass der Magnet gesichert oder gar entfernt werden muss. Bei einer Untersuchung des Kopfes kommt es aber darauf an, wo etwas erkannt werden soll. Magnete verursachen im Umkreis von einigen Zentimetern Artefakte bis hin zur vollkommenen Schwärzung, sodass auch hier evtl. der Magnet erst entnommen werden muss.

  • Hallo Marc,


    es ist richtig, dass die MRT-Aufnahmen vom Kopf nur begrenzt durch die Artefakte bewertbar sind. Das gilt auch für ganz normale CT Aufnahmen. Allerdings sind alle anderen MRT-Aufnahmen von anderen Körperstellen möglich.


    Ich benutze seit kurzem Akkus für meine N6-Sprachprozessoren. Sie halten links 26 Stunden und rechts 22 Stunden. Wie lange letztendlich ein Akku hält ist letztendlich von anderen Sachen noch abhängig (z.B. wie weit das Elektrodenbündel vom Hörnerv entfernt ist, und wie die Map von Deinem Sprachprozessor eingestellt ist. Cochlear hat zwar nicht so leistungsstarke Akkus wie AB. Dafür ist AB vom Programm her ein kleiner Stromfresser, deswegen sind AB-Benützer auf ein besonders leistungsstarken Akku angewiesen.


    Da ich rechts schon seit fast 30 Jahren mit einem CI (das Implantat hält bis heute!) versorgt worden bin und damals nicht die Qual der Wahl hatte, weil nur der Sprachprozessor von Cochlear zur Verfügung stand. Als ich vor fast 2 Jahren mein anderes Ohr mit einem CI versorgen lies, war für mich die Entscheidung ganz eindeutig, da ich keine zwei verschiedene Systeme benützen wollte.


    Ich würde allerdings an Deiner Stelle erst einmal die Voruntersuchung abwarten. Erst danach kann festgestellt werden, ob Du wirklich ein CI-Kandidat bist. Nach Deinem Syndrom habe ich gegoogelt..... Da stand auch, dass die Cochlea eine Hypoplasie vorweisen kann. Das sollte medizinisch erst einmal abgeklärt werden. Zu diesem Zeitpunkt würde ich mich noch nicht so festlegen. Als ich mein geburtstaubes Ohr implantieren lasse habe, habe ich auch erst einmal in Ruhe die Voruntersuchungen abgewartet, da ich nicht wußte, ob dieses Ohr Überhaupt mit einem CI versorgt werden kann. Für mich war es wichtig, sonst wäre bei einer Ablehnung die Enttäuschung zu groß gewesen. Gottseidank lies sich auch dieses Ohr zum Hören erwecken. Wie gesagt, ein Schritt nach dem anderen.


    Leistungsmässig sind alle CI-Hersteller im gleichen Bereich. Entscheidend ist Dein Gehirn, wie es mit den Bruchstücken von Sprach- und Höreindrücken zurecht kommt. Keine kann dies planen.


    LG Karin

    rechts: von Kindheit an mittel- bis hochgradig schwerhörig, letzter Hörsturz mit 22 Jahren verursachte totale Taubheit.

    Juli 1990: in Hannover CI-Operation, aktuell Nucleus 6, CP920


    links: geburtstaub, Juli 2017: in München-Großhadern CI-Operation, EA: 07.08.17, aktuell Nucleus 6, CP920

  • Meine Ärztin hat im beratungsgespräch vorsichtig optimistisch gezeigt, hatte ihr MRT Berichte von 2009 und 2016(+Aufnahmen)vorgelegt und alte Audiometrie diagramme-bevor meine Hörsturz Odyssee begann.-siehe Anhang re 1977 und nach etliche Hörstürzen 1988

  • Hallo Marco,


    wie Karin bin ich der Meinung, bei Deiner schon recht gruseligen Hörbiographie erst mal die Voruntersuchungen abzuwarten. CT und MRT müssen eh neu gemacht werden, um die Schnecke und das Felsenbein als Zugang für die Elektrode zu beurteilen....


    Bei mir war die erste Implantation aufgrund meiner neurologischen Grunderkrankung ein Sprung ins kalte Wasser, weil keiner der beteiligten Fachärzte überhaupt eine Prognose wagen wollte. Dennoch ging es sehr gut und beide CI's haben mir eine wunderbare Lebensqualität beschert - akustisch wie auch physisch.


    Was ich damit sagen möchte: Man sollte nicht viel erwarten und nach Implantation und Erstanpassung sich auch über kleine Erfolge erfreuen - so meine Erfahrung.

  • Zum Thema Akku:


    AB hat 3 Akkukapazitätsgrößen verfügbar:

    - 110: 110 mAh

    - 170: 170 mAh

    - 230: 230 mAh


    Die 110er und 170er gibt es noch in der Mini-Ausführung, d.h. sie sind bei gleicher Kapazität noch kleiner und damit leichter. Der 170er Mini entspricht etwa die Größe der 110er Standard und kann somit im AquaCase, ein wasser- und staubdichter Behälter, der den Prozessor auch noch vor Stößen schützt, genutzt werden. Aufgrund seiner Bauform kann das AquaCase nur ohrfern getragen werden, zB am Oberarm.


    AB setzt von Anfang an auf Akkubetrieb als Schwerpunkt, was das größere Angebot an Akkus erklärt.

    Das Batteriefach, das mit dem Prozessor ausgeliefert wird, ist eher für den Fall, wenn man aus irgendwelchen Gründen auf CI-Batterien ausweichen muß.

    Links: CI - HiRes 90K Advantage Med Scale - 21.10.2015 / EA: 23.11.2015 - Naida CI Q90 (Upgrade 11.10.2016)
    Rechts: CI - HiRes 90K Advantage Med Scale - 02.09.2016 / EA: 10.10.2016 - Naida CI Q90
    Uni-Klinik Freiburg

  • AB setzt von Anfang an auf Akkubetrieb als Schwerpunkt, was das größere Angebot an Akkus erklärt.

    AB war von Anfang an gezwungen, leistungsstarke Akkus zu entwickeln, da der Sprachprozessor sehr viel Strom aufgrund der Sprachkodierung verbraucht. Ein Batteriebetrieb ist daher kaum wirklich praktikabel. Ich möchte das gerne richtig stellen, da es vorrangig keine ökologischen Gründe waren, die zu dieser Entwicklung von leistungsstarken Akkus gesorgt haben.


    Aus Umweltgründen sind Akkus sicherlich zu bevorzugen. Ich habe fast 29 Jahre ausschließlich Batterien verwendet, und bin nun seit ungefähr 2 Monaten auf Akkus umgestiegen und bin begeistert, da die Hörqualität aus spannungstechnischen Gründen deutlich besser damit ist. Der Akku hält fast 2 Tage bei mir, und damit bin Ich sehr zufrieden,


    LG Karin

    rechts: von Kindheit an mittel- bis hochgradig schwerhörig, letzter Hörsturz mit 22 Jahren verursachte totale Taubheit.

    Juli 1990: in Hannover CI-Operation, aktuell Nucleus 6, CP920


    links: geburtstaub, Juli 2017: in München-Großhadern CI-Operation, EA: 07.08.17, aktuell Nucleus 6, CP920

  • Danke für die Info, Karin!


    Dies war mir nicht bekannt. Ich hatte Anfangs ebenfalls Batterien benutzt, die mitgeliefert waren, da die Akkus erst aufgeladen werden mussten. Die Batterien hielten 2 Tage. Die Akkus lade ich nachts wieder auf, so dass es mir reicht, wenn ich damit durch den Tag komme. Im Gegensatz zu CI-Träger mit Cochlear und Med-El mußte ich nicht zwischen Akku und Batterieabo entscheiden.


    Das größte Pro für Akkus ist die höhere Spannung von ca. 3,4 V. Da streikt der Prozessor nicht gleich wegen der zu niedrigen Spannung, der offenbar unabhängig vom Hersteller passieren kann.

    Links: CI - HiRes 90K Advantage Med Scale - 21.10.2015 / EA: 23.11.2015 - Naida CI Q90 (Upgrade 11.10.2016)
    Rechts: CI - HiRes 90K Advantage Med Scale - 02.09.2016 / EA: 10.10.2016 - Naida CI Q90
    Uni-Klinik Freiburg

  • Hallo,

    -Die Hörqualität ist deutlich besser mit modernen Akkus? :/ Das lese ich zum ersten Mal! Kannst du mir das genauer schildern, Karin?

    Wegen zu niedriger Spannung sind meine Prozessoren noch nie ausgestiegen, auch nicht bei maximalen Pulsraten, die ich lange Zeit genutzt habe.


    Greetz,

    Martina

  • Martina , habe ausführlich im Thread Batterien contra Akku geantwortet. Dort passt es nach meiner Ansicht besser hin.


    Batterien Contra Akku

    rechts: von Kindheit an mittel- bis hochgradig schwerhörig, letzter Hörsturz mit 22 Jahren verursachte totale Taubheit.

    Juli 1990: in Hannover CI-Operation, aktuell Nucleus 6, CP920


    links: geburtstaub, Juli 2017: in München-Großhadern CI-Operation, EA: 07.08.17, aktuell Nucleus 6, CP920

  • Hi,

    Ich habe gestern ein Arztbrief der Implantat Klinik zum beratungsgespräch vom 26 März 2019 bekommen.,der wohl auch an die HNO Praxis gesendet wurde.

    Demnach empfiehlt die Klinik Advanced Bionics Implantat Ultra 3D Slim J / Naida CI einseitig links aufgrund meiner Hörgeräte PHONAK BASEO Q15 ,SP,

    und rät zur bimodalen(?) Versorgung.


    wieviel elektroden hat das AB CI Ultra 3D Slim J überhaupt?

    wohnhaft: Kreis Pinneberg(bei Hamburg)

    HNO Arzt Juhl/deichmann in HH eidelstedt

    ~mehr als 70 Hörstürze /Vestibularerkrankung bds.

    Edited once, last by Maho68 ().

  • 16 Elektroden.
    HiRes Ultra 3D Datenblatt


    Die Zahl der Elektroden spielt inzwischen eine untergeordnete Rolle. Man kann bei der Wahl der Implantate heute nichts falsch machen.
    In Deinem Fall geht es um die bimodalen Versorgung und hier ist AB die Nr. 1, daher die Empfehlung. AB gehört wie Phonak zur Sonova Gruppe und für diese Marken gibt es Geräte zur gemeinsamen Unterstützung.


    AB ist im Rahmen der bimodalen Versorgung angesichts des größeren Angebots an Hilfsmittel tatsächlich die bessere Wahl. Vergleichbarer Anbieter ist seit Kurzem Oticon Medical, nach Kauf des französischen CI-Herstellers Neurelec und deren Zusammenschluß mit dem dänischen Hörgerätehersteller Oticon.

    Im Rahmen der Kooperation arbeitet Cochlear mit Resound zusammen. Auch Med El hat seinen Partner, der mir aber unbekannt ist.


    Normalerweise darf die Klinik keine Empfehlungen zu einem Hersteller geben. In Deinem Fall ist die Empfehlung aus o.g. Gründen nachvollziehbar. Letztlich liegt die Entscheidung einzig bei Dir.

    Mein Tip: lass Dir ein Hörgerät der jeweiligen Partnerfirmen von Cochlear und Med El testen, um zu sehen, wie Du damit klarkommst.


    Zuletzt ein Hinweis zu AB:

    AB hat in seinem Sortiment das Ohrhakenmikrofon T-Mic 2, das die aktive Nutzung der Ohrmuschel ermöglicht. Diese Art von Mikrofon ist einzigartig unter der CI-Community und wird nur von AB angeboten. Wie gut das T-Mic 2 wirklich ist, wird in den Foren oft kontrovers diskutiert. Echte Aussagen können aber nur Träger von Harmony- und Naida-CI-Soundprozessoren machen.

    Fakt ist: mit dem T-Mic 2 hört man wirklich anders als mit Prozessormikrofonen und dass geschätzt über 80% aller Naida-CI-Träger mit T-Mic 2 ausschließlich mit dem T-Mic 2 hören, spricht Bände (in meinem Umfeld sind es tatsächlich über 90%).

    Sollte Dir das T-Mic 2 unwichtig sein, stehen Dir alle Optionen offen.

    Links: CI - HiRes 90K Advantage Med Scale - 21.10.2015 / EA: 23.11.2015 - Naida CI Q90 (Upgrade 11.10.2016)
    Rechts: CI - HiRes 90K Advantage Med Scale - 02.09.2016 / EA: 10.10.2016 - Naida CI Q90
    Uni-Klinik Freiburg

  • Moin,

    ob du 16, 22 oder mehr Elektroden hast, ist egal. Den Gehirn muss die Informationen verarbeiten. Die ersten Generationen von Elektrodenträgern haben sogar nur 8 Elektroden und es funktioniert.

    Da du schon mit Phonak versorgt bist und eventuell sogar jedemenge Zubehör hast, wäre es sinvoller auch auf AB zu gehen. Da AB und Phonak in einer Gruppe - der Sonova-Gruppe - unter einem Dach sitzen und ihre Entwicklungen zum teil anpassen. So gibt es für den SP NaidaQ90 das HG NaidaLink. Damit ist eine Bimodale Versorgung gewährleistet und du kannst fast das gesamte Zubehör weiter nutzen.

    Vorteile des AB SP ist das Alleinstellungsmerkmal "T-Mic2". Dieses Mikrophone hängt genau vor dem Eingang deines Innenohrs. So werden Geräusche, Sprache usw. aufgenommen wie bei menschlichem hören. Durch das T-Mic ist auch ein besseres Richtungshören gegeben und telefonieren geht damit auch wunderbar. Einfach den Telefonhörer an das Ohr halten wie jeder "Flotthörende" und fertig. Das lästige suchen der Mikrophone oberhalb der Ohrmuschel entfällt.

    Mein physikalischer Doktor hat mich mal Probehören lassen nur T-Mic, Überträgermikrophone und SP integrierte Mikrophone. Der unterschied ist enorm. Überträgermikrophon ist sehr undeutlich und leise, wird aber für die Benutzung des Aqua-Case gebraucht (wird aber extra geschaltet). Bei den SP integrierten Mikros war es dumpfer und Richtungshören war fast nicht möglich. Am Besten komme ich mit dem T-Mic klar und so konnte ich - nach 4 Monaten EA - schon telefonieren.


    Über kurz oder lang, wirst du dein Baseo Q15 SP gegen ein NaidaLink tauschen. AB hat (bitte beim Techniker oder dem CI-Akustiker nachfragen) eine Aktion laufen. Wenn du Glück hast, zahlt deine Kasse ansonsten greifst du selber in die Tasche. (ich hab selbst gegriffen, da ich sonst noch 4 Jahre hätte warten müssen)

  • Die Ohrmuschel ist ein phänomenales Organ. Sie verzerrt den Schall je nach Einfallswinkel und das Gehirn erkennt recht schnell, von wo der Schall herkommt: vorne, hinten, seitlich, oben oder unten. Dazu unterstützt sie auch das Hören im Störschall, weshalb AB auch auf seiner Homepage mit um bis zu 44% besseres Sprachverständnis mit dem T-Mic 2 wirbt.


    Die Prozessormikrofone haben ihre Stärken beim von vorne eingehenden Schall, insbesondere wenn man Algorithmen zur Störschallunterdrückung verwendet. Bei aus allen Richtungen kommenden Schall versagen sie, denn die Ohrmuscheln lassen sich schlicht und einfach nicht simulieren.


    Bei meinen Selbsttests kann ich die enorme Unterschiede bestätigen. Mit den Prozessormikrofonen höre ich von allen Seiten hin nahezu gleich laut, nur von vorne wird es etwas deutlicher. Schalte ich auf T-Mic allein um, ist der Schall von hinten deutlich leiser wahrzunehmen als von vorne. So kann ich die Schallquelle im Vorfeld grob lokalisieren, ehe ich nachsehe.

    Bei einer Studie lernte ich die Leistungsfähigkeit der Ohrmuschel kennen. Ich musste Quatschsätze (OLSA-Test) unter verschiedenen Bedingungen nachsprechen, darunter auch mit T-Mic allein sowie Prozessormikrofone allein. Das Resultat war, dass das T-Mic dank der Ohrmuschel gegenüber den Störschallunterdrückungsalgorithmen nutzenden Prozessormikrofonen bei von vorne kommenden Nutzschall ebenbürtig war, seine Stärken aber bei seitlich kommenden Nutzschall enorm ausspielen konnte.

    Links: CI - HiRes 90K Advantage Med Scale - 21.10.2015 / EA: 23.11.2015 - Naida CI Q90 (Upgrade 11.10.2016)
    Rechts: CI - HiRes 90K Advantage Med Scale - 02.09.2016 / EA: 10.10.2016 - Naida CI Q90
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  • Über kurz oder lang, wirst du dein Baseo Q15 SP gegen ein NaidaLink tauschen. AB hat (bitte beim Techniker oder dem CI-Akustiker nachfragen) eine Aktion laufen. Wenn du Glück hast, zahlt deine Kasse ansonsten greifst du selber in die Tasche. (ich hab selbst gegriffen, da ich sonst noch 4 Jahre hätte warten müssen)

    Das Naida Link gibts beim normalen HG Akkustiker. AB subventioniert das Naida Link, sollte der Akkustiker nichts davon wissen, soll er einfach mal bei AB anrufen. Natürlich nur wenn man ein AB Implantat hat. In meinem Fall war das so, dass ich am Ende "nur" knapp 500 Eur Zuzahlung leisten musste. Da ich keine Lust auf ein langwieriges Verfahren mit der KK hatte, habe ich die 500 Eur selber bezahlt.