Willibald stellt sich vor !

  • Hallo an alle,

    erst mal was zu mir,

    ich bin 73 Jahre alt u. seit frühester Kindheit schwer hörbehindert.

    links bin ich zu 95 % taub u. rechts habe ich nur noch 45 % Hörvermögen,

    links bin ich unversorgt u. rechts mit Hörgerät versorgt.

    Vor 2 Jahren habe ich mich in der Uniklinik Würzburg untersuchen lassen u. habe eine Indikation für ein CI im linken Ohr erhalten.

    Bis vor kurzem konnte ich mich nicht entschliesen diese OP machen zu lassen.

    Nun habe ich mir doch einen Termin zur Implantation am linken Ohr am 24.09.18 geben lassen, dort in Würzburg.

    Was mich besorgt ist die Frage wie den mein vorhandenes Hörgerät mit dem geplanten Implantat harmoniert.

    Für einen bestimmten Hersteller u. Typ des Implantates habe ich mich noch nicht entschieden, was aber jetzt ansteht.

    Ich hoffe dass es möglich ist das Hörgerät mit einem bestimmten Implantat zu verknüpfen so dass ich dann beidohrig hören kann.

    Mein Hörgerät ist von Starkey u. zwar ein 3 Series 20 Power.

    Hat hier im Forum jemand Erfahrungen zu diesem Thema gesammelt u. mir mitteilen ?

    Ich wäre dafür sehr dankbar.

    Mit besten Grüßen

    Willibald

  • Lieber Willibald,


    herzlich willkommen bei uns!


    Soviel ich weiß, gibt es zu Starkey kein kompatibles Cochlear Implant. Aber ich habe selbst nie ein Hörgerät mit dem CI verwendet und kann daher nicht wirklich mitreden.


    Hast Du jemals Hörgeräte auf der linken Seite getragen? Hast Du seit frühester Kindheit einen Hörverlust von 95 % auf der linken Seite? Das sind für mich auch relevate Daten, um Deine Situation besser beurteilen zu können. Es kann durchaus sein, dass Dein rechtes Ohr das Dominante bleibt. Letzendlich wirst Du abwarten müssen, und Dir vielleicht nach ein paar Monaten nach der EA ein neues Hörgerät auf der rechten Seite verschreiben lassen. Das Hören mit dem CI ist so individuell, keiner kann sagen, wie Du eines Tages damit hören wirst. Ich würde auch nicht den Typ des Hörgerät als Entscheidungskriterium hernehmen. Das ist ein äußerlicher Teil, der wieder ausgewechselt werden kann. Wichtig ist, welches Implantat Dir zusagt.


    Lieber Gruß


    Karin

    rechts: von Kindheit an mittel- bis hochgradig schwerhörig, letzter Hörsturz mit 22 Jahren verursachte totale Taubheit.

    Juli 1990: in Hannover CI-Operation, aktuell Nucleus 6, CP920


    links: geburtstaub, Juli 2017: in München-Großhadern CI-Operation, EA: 07.08.17, aktuell Nucleus 6, CP920

  • Hallo Willibald,


    auch von mir erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Ich kann mich der Karin nur anschließen.

    Jedoch habe ich „nur“ rechts ein CI und links ein HG.

    Für mich kam im letzten Jahr aus persönlichen Gründen der Kanso von Cochlear infrage, da es nur den Kanso von Cochlear und den Rondo von MedEl als Single Prozessoren gibt. Der Kanso hat mich von den technischen Daten einfach mehr überzeugt. Diesen trage ich gerne und bin sehr zufrieden mit ihm.


    Mein Hörverlust vor der CI OP betrug rechts 85 %, links 83% von Geburt an. Erst im 3. Lebensjahr wurde die Schwerhörigkeit erkannt und ich mit HG versorgt. Wie schlecht ich tatsächlich mein Leben lang gehört habe, habe ich erst im Rahmen der CI Versorgung letzten Sommer nach über 45 Jahren bitter erfahren müssen.


    Nun zum eigentlichen: da bei mir im Rahmen der Neuverordnung von HG, diese waren schon über 8 Jahre alt, zum CI geraten wurde, habe ich über Kompatibilität erstmal nicht nachgedacht, weil nur das CI erstmal wichtiger war.

    Ich hatte zuerst testweise ein HG von Oticon, dies ist jedoch nicht mit den CI s von der Firma Cochlear kompatibel, so dass meine Akustikerin zu einem Resound HG geraten hat. Das erste Resound HG hatte ich lange Zeit testweise, seit dem Sommer habe ich nun das aktuellste Modell.

    Und ja, es ist vorteilhaft, wenn das Minimikrofon vom CI kompatibel mit dem HG ist, so kann ich im Dienst besser und einfacher telefonieren. Zufällig benötigen beide Geräte (Kanso und HG) die gleichen Batterien, so dass ich nicht ständig mit zwei verschiedenen Sätzen Batterien rumlaufen muss- ein nicht zu unterschätzender Vorteil😉.


    Also ich würde auch erstmal mir das passende CI bzw. den passenden Hersteller aussuchen und danach die Verordnung eines neuen, evtl kompatiblen HG in Angriff nehmen.


    Ich hoffe, ich konnte dir aus meiner Erfahrung heraus etwas weiter helfen.


    LG aus dem Rheinland,

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Es geht ja nicht immer um das dominate Ohr, es geht auch um besseres Sprachverstehen, Richtungshören usw. Meine Frau hat auch auf ihrem rechten Ohr nie was gehört und vor einiger Zeit sich auch dort ein CI einsetzen lassen. Auch wenn sie nur mit dem neuen CI nichts versteht, versteht sie mit beiden CIs zusammen nun mehr. Das ehemals taube Ohr unterstützt da also schon etwas.


    Mit Starkey Hörgeräten gibt es meinens Wissens keine "Verknüpfung", das würde nur mit Phonak/Advanced Bionics und Cochlear/Resound gehen.

  • Erstmal vielen Dank für Eure Antworten auf meine Fragen.Ich habe mittlerweile mit meiner Hörgeräte Akkustikerin gesprochen u. die hat gemeint es gäbe keine HG u. Ci die miteinander kompatibel sind.

    Wenn das wirklich so ist macht eine CI Versorgung für mich keinen Sinn da mein Bestreben ein beidohriges Hören ist welches auch der Oberarzt im der Uniklinik in Aussicht gestellt hat.

    Zitat : Ich solle die beidohrige Hörfähigkeit in den Mttelpunkt stellen u. deshalb wäre eine Ci Versorgung nötig.

    Habe ich das falsch interprediert ?

  • Hallo Willibald,


    Deine Hörakustikerin ist nicht richtig informiert! Das ist eine definitive Falschaussage! Eventuell musst du den Akustiker wechseln.


    Nach meinem Wissen gilt folgende Kompatibilität;

    CI-Hersteller Cochlear - Hörgerät Resound

    CI-Hersteller Advanced Bionics - Hörgerät Phonak

    CI-Hersteller Neurolec - Hörget Opticon


    LG Karin

    rechts: von Kindheit an mittel- bis hochgradig schwerhörig, letzter Hörsturz mit 22 Jahren verursachte totale Taubheit.

    Juli 1990: in Hannover CI-Operation, aktuell Nucleus 6, CP920


    links: geburtstaub, Juli 2017: in München-Großhadern CI-Operation, EA: 07.08.17, aktuell Nucleus 6, CP920

  • Übrigens, Hörgeräte koppeln ist keine Zwangsvoraussetzung. Du musst das auch realistisch sehen, du sagst du bist links zu 95% taub. Hast du auf dem Ohr früher gehört? Mit Hörgeräten? Wenn du z.B. noch nie gehört hast, würde ich mich nicht da unbedingt drauf versteifen. Es kann dann Jahre dauern, bis du dann mit dem CI so hörst, was du dir erhoffst. Die ganzen Technologien sind Stand jetzt (Hallo Kovac...^^) , in 5 Jahren kann das ganz anders aussehen. Med -El hat derzeit z.B. gar keine Lösung dafür, das wird sicher nicht so bleiben bei denen.


    Die Frage ist halt auch, wird das Hörvermögen rechts stabil bleiben oder verschlechtert es sich ggf.? Das sind halt alles Faktoren, die man berücksichtigen muss. Ich habe auch lange gegrübelt und stand jetzt bin ich mit meiner Entscheidung zufrieden.


    Solltest du den Akustiker wechseln? Finde ich nicht unbedingt. Wenn du mit ihm zufrieden bist, dann kläre ihn auf. Auch mein Akustiker hatte mit meinem Naida Link und dem Koppeln mit dem CI noch nie was zu tun gehabt, aber am Ende hat alles geklappt. Das ist für ganz viele auch Neuland. Es gibt allerdings auch einige Akustiker die auch CI Einstellungen machen, z.B. Köttgen hier in Köln. Evtl. gibt so einen auch in deiner Nähe?

  • Hallo Willibald und Willkommen bei uns!


    Zu deiner Frage, ich trage rechts ein CI von MedEl (Sonnet) und links ein Hörgerät von Phonak. Die sind ja eigentlich anscheinend nicht miteinander kompatibel, aber ich hab nicht den Eindruck, damit "schief" zu hören. Natürlich merke ich den Unterschied, wenn ich nur mit einem der beiden Ohren höre, dass die Töne auf dem CI-Ohr "blecherner" rüberkommen und das Hören auf dem HG-Ohr noch "natürlicher" ist, aber beides zusammen ergibt für mich trotzdem ein stimmiges Klangbild, mit dem ich mich wohl fühle.

    Ich kann auch das Zubehör fürs CI mit beiden Geräten nutzen (Artone Maxx) und im Büro telefoniere ich mit Headset, mit welchem ich auch "beidohrig" telefonieren kann. Somit bin ich schon zufrieden :) Allerdings wird bei mir auch das linke Ohr mal operiert werden, was wohl auch ein Grund ist, warum ich mich jetzt nicht so sehr mit der Kompatibilität CI-Hörgerät beschäftige.

    Ich hoffe, dass du für dich eine gute Lösung findest und bald von beidseitigem Hören mit gutem Klangbild profitieren kannst!


    LG Christina

  • Hallo Willibald,

    Auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Meine Situation ist folgende: ich hatte erst das HG und paar Monate später das Ci.

    Ich wußte garnicht, dass es Kompatibilität gibt. Ich bin auf dem Ci-Ohr seid dreiundzwanzig Jahren taub und habe das Ci seit März 2017. Fakt ist das ich auch mit dem Ci das HG unterstütze ohne Kopplung, denn ich höre dann definitiv mit beiden besser.

    VG Ute

  • Danke nochmal an alle die sich in meinem Thread geäußert haben, das hat viel für mich weiter gebracht.

    Ich habe mir von meiner OP Klinik nun Infomaterial zu den einelnen CI Anbietern schicken lassen u. mich durchgelesen, zu den 3 Kombis die Karin genannt hat gibt es noch die Alternativen von AB Naida CI u. Naida Link Hörgerät sowie Oticon Neuro 2 u. Oticon Hörsystemen.

    Zwischen beideren letzteren werde ich mich wohl letztens entscheiden.

    Vielleicht kann mir aber jemand genaueres mitteilen , vielleicht sogar aus eigener Erfahrung, bunte u. aufwendige Broschüren der Hersteller gehen ia machnmal gerne an der Wirklichkeit vorbei.

    Ich freue mich auf weitere Antworten zu meinem Thma,

    Ein schönes Wochenende an alle,

    Willibald

  • Jetzt hätte ich noch eine Frage ,

    betrifft Kostenübernahme für eine CI von der Krankenkasse,

    es gibt doch bestimmt große Unterschiede bei den Preisen je nach Hersteller u. Modellbei den Implantaten.

    Die Systeme werden ja dauernd weiter entwickelt u. aufwendiger.

    Gibt es da bestimmte Richtlinien von den Kostenträgern welches die Preise für die jeweiligen Implantate betrifft ?

    Das wäre bestimmt interessant zu erfahren,

    Beste Grüße

    Willibald

  • Hallo Willibald,


    soweit ich weiß, gibt es bei den gesetzlichen KK keine Vorschriften, für welches Fabrikat man sich entscheidet. Die Entscheidung trifft man mit der Klinik und diese beantragt dann die KÜ bzw. bei uns sagte man, die Klinik müsse es vorher gar nicht beantragen ( aufgrund der Größe und der Verträge 🤔), nur die Indikation zur OP muss stimmen.


    Für das Zubehör gibt es von den Herstellern Preislisten, nach denen die Kassen bezahlen. Es gibt da wohl kleine Abweichungen zwischen den Herstellern, aber die Kassen können nicht den günstigsten Preis wählen....wäre ja noch schöner 😉.


    Viel Erfolg bei deiner Wahl ( bei uns war es auch ein bisschen Bauchentscheidung) 😊.


    VG Fibi

    Sohn (16 Jahre) rechts HG von Oticon bei hochgradiger SH

    links CI von Cochlear - OP am 04.05.2018 / EA 18.06.2018

  • Ich weiß nicht wie das bei oticon ist, aber bei AB wird das Naida Link Hörgerät subventioniert. Natürlich nur, wenn man ein AB Implantat hat.


    Das Naida Link ist baugleich mit dem Phonak Q90, falls dein Akustiker dieses Gerät noch zum testen hat. Ist ein älteres und ist mittlerweile durch zwei neue Produktreihen ersetzt worden. Das Link ist leider noch auf dem etwas älteren Stand. Phonak Naida Q90 müsste bei ca 2.500 Eur liegen, das baugleiche Naida Link bei ca. 1400 Eur. Preise sind Akustikerabhängig. Falls dein Akustiker nichts von der Subvention weiß, soll er bei AB anrufen und sich erkundigen.

  • Guten Abend, es ist wieder soweit dass ich Fragen zur CI habe,

    irgendwo im Forum habe ich gelesen dass es Probleme geben kann wenn kurz nach der OP nicht die Nase geschneuzt werden darf u. auch das Niesen Probleme machen kann.

    Nun ist es bei mir so dass die Nase öftermal läuft u. es ohne schneuzen die Nase verstopft.

    Was nun ?

    Danke erstmal für Eure Einschätzung.

    Willibald

  • Hallo Willibald,


    ja, man sollte schon etwas vorsichtiger mit dem Nase putzen sein- auch dann, wenn die OP schon länger her ist.

    Wichtig ist, dass die Nase frei bleibt; evtl. müsstest du in der ersten Zeit nach der OP ein paar Mal öfters Nasentropfen nehmen, rein prophylaktisch.

    Man merkt aber auch, wann man sich wie die Nase putzen muss, damit es im implantierten Ohr nicht unangenehm wird oder gar weh tut.


    Mit Niesen hatte und habe ich grundsätzlich keine Probleme. Da kann ich (für mich zum Glück) leider nichts zu sagen.


    Ich wünsche dir allzeit eine freie Nase 😉.


    LG

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear