Termin DHZ Hannover

  • Heute war ich also in Hildesheim um mir eine zweite Meinung einzuholen. Dieses Klinikum hat mir (Bauchgefühl) besser gefallen. Alles war viel persönlicher. Der Chefarzt und auch der Oberarzt haben sich 2 h Zeit genommen und keine meiner Fragen unbeantwortet gelassen. Allerdings empfehlen sie mir nicht Cochlear zu nehmen sondern med el oder oticon, advanced bionics würde auch gehen. Also überlege ich jetzt neu.

    Interessant war ihre Argumentation, daß man meist hinterher weniger Zusatzgeräte braucht, als man vorher denkt...

    Mit meiner (schlechten ) Hörgeräteerfahrung versuche ich natürlich mit zusätzlichem Equipment so viel rauszuholen, wie geht. Merke aber letztendlich reicht die Verdtärkung doch nicht. Vielleicht ist mit CI doch alles anders. Schon irgendwie schwierig, wenn man nicht so genau weiß was da auf einen zukommt.

    Sie haben mir angeboten beide Ohren, die fast gleich schlecht sind im Abstand von 6-8 wochen zu operieren. Wer hat denn damit Erfahrungen?

    LG Sabine

    Bin für jeden Tip dankbar, der mir zur Entscheidung verhelfen kann.

  • Hallo,


    Bauchgefühl finde ich prima, hat bei mir auch noch nie verwirklich versagt!


    Ich bin auch mal gespannt, wieviel Technik bei Sohnemann letztendlich tatsächlich nötig ist. Mit HG‘s hatten wir ja auch ziemlich aufgerüstet ( leider ohne den gewünschten Erfolg). Im Moment staunen wir jeden Tag neu, wie schnell sich das Hören verbessert und wie umgänglicher er wird. Für uns war das CI ( trotz zwischenzeitlichem Hadern), die beste Entscheidung!


    VG Fibi

    Sohn (16 Jahre) rechts HG von Oticon bei hochgradiger SH

    links CI von Cochlear - OP am 04.05.2018 / EA 18.06.2018

  • Hallo Auditorin71,


    ich wünsche dir ebenfalls jetzt schon mal alles Gute für deine bald bevorstehende OP!

    Man sollte wirklich immer auf sein Bauchgefühl hören. ;-)



    Liebe Grüße Janina :-)

    Bilaterale AB-Trägerin! :)^^

    - rechts: Naîda Q70
    - links: Naîda Q90 --> Erstanpassung vom 11.06.-15.06.2018 :S

  • Auch von mir alles Gute für die richtige Entscheidung & eine komplikationslose OP.

    Hat man denn begründet, warum Du Cochlear nicht, aber dafür Med-El oder Oticon wählen sollst?

    Das Exposé von Oticon habe ich in keiner schlechten Erinnerung. Aber Versprechungen machen und dann aber auch umsetzen, sind zwei Paar Schuhe.

    Normal hörend geboren
    RE normal hörend
    LI im 4.-5.LJ durch Mumps > Meningitis (fast) taub
    OP 23.11.2016 > Cochlear CI522 / EA 02.01.2017 > Cochlear CP910

  • Zu cochlear sagten sie mir, es sei die älteste Technik im implantierten Teil. 9 (Ca 20 Jahre). Das was man außerhalb trägt wäre modern und schick, aber der implantierte Teil wäre bei den anderen Firmen besser...

    Bin noch in der Entscheidungsfindung und zugegebenermaßen ziemlich verwirrt.

  • Das klingt etwas ominös für mich. Ich wurde im Januar implantiert und trage ein ci522 Implantat mit nucleus 7. Lt. meinen Recherchen ist diese Elektrode ca. 2011/2012 auf den Markt gekommen. Oticon wurde bei mir nur am Rande erwähnt, es würde kaum implantiert. AB, Medel und cochlear waren bei mir alle drei aus med. Sicht machbar. Selbst wenn die „Inerei“von einem Anbieter so alt wäre, profitieren ja viele von den Weiterentwicklungen der SPˋs. Ich finde das sogar super so. Sonst müßten wir ja alle paar Jahre ein neues Implantat bekommen. Aus meiner Sicht wird der Schwerpunkt bei allen Herstellern auf der Weiterentwicklung der SPˋs und deren Sprachumwandlungsstrategien bestehen.

    LG Sabine

    durch Masernerkrankung im Kleinkindalter progrediente Schwerhörigkeit beidseits, rapide Verschlechterung in letzten Jahren,

    li: HG Siemens Motion P, re: CI - Cochlear CI522+N7, OP: 30.1.2018, EA: 12.3.2018(Kanso), 2.5.2018 (N7)

  • http://presse-de.cochlear.com/…t-elektrode-ci522-1208249

    Hier ist zbsp. der Pressebericht für meine Elektrode. Demnach ist die sogar noch neuer.

    Für mich wäre interessant zu wissen, warum solche Unwahrheiten potentiellen CI-Trägern erzählt werden. Bekommt man(die implantierende Klinik) eventuell eineProvision von Oticon???? Müssen bestimmte Fallzahlen gebracht werden???????

    durch Masernerkrankung im Kleinkindalter progrediente Schwerhörigkeit beidseits, rapide Verschlechterung in letzten Jahren,

    li: HG Siemens Motion P, re: CI - Cochlear CI522+N7, OP: 30.1.2018, EA: 12.3.2018(Kanso), 2.5.2018 (N7)

  • Hallo Sabine,


    Das finde ich ebenfalls sehr merkwürdig von der Klinik. Mich ärgert so ein Vorgehen enorm, als wäre man eine unmündige Person.


    Letztendlich bin ich froh, dass ich mich vor 28 Jahren nicht in diesem Entscheidungsdilemma befand, damals stand in Hannover nur das Implantat von Cochlear zu Verfügung. Und genau dieses Uraltimplantat funktioniert bei mir seitdem einwandfrei. Bisher bin ich noch nicht reimplantiert worden, Gottseidank. Auch die Sprachprozessoren werden für dieses alte Implantat upgradet. ( Allerdings wird für dieses Upgrade nocheinmal 2 Jahre benötigt). Das spricht aus meiner Sicht sehr für Cochlear, dass nach so langer Zeit der Support so unterstützt wird.


    Daher fiel mir die Entscheidung letztes Jahr sehr leicht. Zudem wollte ich auch nicht den Hersteller nicht wechseln. Ich bin mit Cochlear sehr zufrieden.


    Trotzdem sind deswegen die Systeme von anderen Firmen nicht schlechter. Könntest du die Sprachprozessoren auch einmal anprobieren, um zu sehen, welcher Sprachprozessor bei Dir am besten sitzt.


    Entscheiden musst Du. Du bist die Diejenige, die dieses Implantat jahrzehntelang trägt.


    Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung!


    LG Karin

    rechts: von Kindheit an mittel- bis hochgradig schwerhörig, letzter Hörsturz mit 22 Jahren verursachte totale Taubheit.

    Juli 1990: in Hannover CI-Operation, aktuell Nucleus 6, CP920


    links: geburtstaub, Juli 2017: in München-Großhadern CI-Operation, EA: 07.08.17, aktuell Nucleus 6, CP920

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von KarinLa ()

  • Vielen Dank für die interessanten Berichte. Ich hatte die MHH auch zur Wahl. Und genau die Terminabfrage per Mail inclusive. Überweisungsschein fand ich komisch und sehr unpersönlich. Das war bei keiner anderen Klinik so, bei der ich zum Vorgespräch war. In meiner Klinik wurden mir drei Herrsteller vorgestellt ( Otticon glaube ich nicht, weiß es aber nicht mehr zu 100 %) und ich wurde nicht einmal beratend in eine Richtung gedrängt 🤔.

    Es mag sicher medizinische Gründe geben, die die Implantation von einem Hersteller sinnvoller macht, aber ist das die Regel?

    Rückblickend bin ich sehr froh, nicht in der MHH gewesen zu sein.

    Ich war nach meiner OP mal dort, weil ich das Kundencenter meines Hersteller aufsuchen wollte. Schon die Kurverei durch H und die dortige Parkplatzsituation hat mich sehr genervt.

  • Vielen Dank für die interessanten Berichte. Ich hatte die MHH auch zur Wahl. Und genau die Terminabfrage per Mail inclusive. Überweisungsschein fand ich komisch und sehr unpersönlich. Das war bei keiner anderen Klinik so, bei der ich zum Vorgespräch war. In meiner Klinik wurden mir drei Herrsteller vorgestellt ( Otticon glaube ich nicht, weiß es aber nicht mehr zu 100 %) und ich wurde nicht einmal beratend in eine Richtung gedrängt 🤔.

    Es mag sicher medizinische Gründe geben, die die Implantation von einem Hersteller sinnvoller macht, aber ist das die Regel?

    Rückblickend bin ich sehr froh, nicht in der MHH gewesen zu sein.

    Ich war nach meiner OP mal dort, weil ich das Kundencenter meines Hersteller aufsuchen wollte. Schon die Kurverei durch H und die dortige Parkplatzsituation hat mich sehr genervt.

    Ich hatte mal bei mir im SCIC Dresden angefragt, da ich eine Weile zuvor das Exposé von Oticon gesehen hatte, also nur interessehalber. Man sagte mir, das man nicht noch einen vierten Hersteller "verbaut". Mit Cochlear, AB & Med-El ist man bestens aufgestellt, die betreuen ja da ganze Sortiment dieser drei Hersteller, soweit ich das einschätzen kann.

    Normal hörend geboren
    RE normal hörend
    LI im 4.-5.LJ durch Mumps > Meningitis (fast) taub
    OP 23.11.2016 > Cochlear CI522 / EA 02.01.2017 > Cochlear CP910

  • War Anfang Juni in der MHH zu einem ersten Gespräch und zur Beratung. Ich kann nur sagen dass alles sehr provisonell abgelaufen Ist. Auch das Gespräch mit Frau Prof. Lesinski- Schiedat war sehr gut, da Sie sich Zeit genommen hat und alles sehr fundiert vermittelte. Die Entscheidung welche Firma ich mir aussuche sei meine Sache. Ein Techniker hat mir alle 4 Hersteller vorgeführt und auch erklärt was die Unterschiede sind. Ich werde Cochlear Nucleus 7 nehmen. Der Op Termin bei Prof. Lenartz wird am 12.9.2018 sein. Hinzu kommt zur meiner Entscheidung, dass in Hannover Stammzellen mit eingesetzt werden, das sonst noch nicht der Fall ist. Ich werde berichten, wenn ich meine OP hinter mir habe.

  • Ich denke das dies gemeint ist:


    Hörhilfen der Zukunft

    Regeneration der Haarzellen im Innenohr durch Stammzellen

    Die Vielfalt der Zellarten im Innenohr macht eine Therapie zu einer echten Herausforderung. Neu generierte Haarzellen können nur dann funktionieren, wenn sie sich an ihrer korrekten physiologischen Position befinden, das heißt in Kontakt mit der Tektorialmembran und den Ausläufern der Spiralganglienzellen sind. Die HNO-Klinik der MHH arbeitet derzeit daran, ein molekularbiologisches Positionierungssystem zu entwickeln, das die zielgerichtete Stammzelltransplantation zum Ersatz untergegangener Haarzellen im Innenohr ermöglicht.

  • Die Transplantation von Stammzellen soll die Narbenbildung verbessern und es soll neue Haarzellen generieren werden. Bei der OP werden Stammzellen aus dem Blut aus dem Brustbein gewonnen. Mehr im Internet auf den Seiten der MHH.

  • Das Nach-generieren von Haarzellen im Innenohr ist ja ein alter Traum, der sicherlich auch der richtige Ansatz ist. Aber ich denke, dass hier noch einige Jahre ins Land gehen dürften.

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


    ____________________________________


    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

  • Hallo,


    das wäre wirklich ein Fortschritt. Allerdings würde diese Therapie bei Sohnemann nur bedingt helfen, da die nächste Zerstörung vorprogrammiert wäre... leider.


    Ich wusste allerdings nicht, dass die Forschung sozusagen schon angewandt wird, man lernt nicht aus.


    Viel Erfolg! Fibi

    Sohn (16 Jahre) rechts HG von Oticon bei hochgradiger SH

    links CI von Cochlear - OP am 04.05.2018 / EA 18.06.2018