Interview mit einer Cochlea Implantierten Person

  • Hey Leute,
    Ich besuche momentan die 11. Klasse eines Gymnasiums, und muss daher dieses Jahr meine Abschlussarbeit schreiben. Ich habe als Thema das Cochlea Implantat gewählt, und würde gerne ein Interview mit einer CI-implantierten Person einfließen lassen. Daher wollte ich fragen, ob sich jemand für ein Interview bereitstellen würde - das würde mir sehr helfen!
    Meine fertige Arbeit wird im Anschluss in der Schulbibliothek offen gelegt, daher muss der/die Interviewte mit der Veröffentlichung einverstanden sein.

    Liebe Grüße

  • moin moin, meine tochter hatte sich auch fürs thema entschieden - was genau willst du da schreiben, bzw. fließen noch umfelder mit ein, wie z.b. gebärdensprache oder so ??
    hast du besondere vorstellungen zum interviewteilnehmer ??

    Liebe Grüße
    Martina

    OP: bilaterale Versorgung, 01.04.2014, Cochlear N6, CI422, EA 06.05.2014 (( :thumbup: ))

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  • Ja, wohin und woher. Wäre bereit dazu....
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2

    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...

    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • doppelpostings bringen leider auch keine antworten :( die anfrage gibts nochmal

    Liebe Grüße
    Martina

    OP: bilaterale Versorgung, 01.04.2014, Cochlear N6, CI422, EA 06.05.2014 (( :thumbup: ))

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  • Vielen Dank für die schnellen Antworten!
    Ich komme aus Tirol, Österreich und besuche dort ein Bundesrealgymnasium (= Gym. mit Naturwissenschaftlichen Schwerpunkt), weswegen ich mich in erster Linie auf den technischen Aspekt des CI spezialisieren werde. Allerdings möchte ich, wie bereits erwähnt, gerne auch ein Interview mit einfließen lassen.

    Zum Interview: Ich hätte mir das so überlegt: Ich schreibe ein paar Fragen in einem word-Dokument zusammen, das ich dann meinem Interviewpartner schicke, dieser sie im Anschluss beantwortet, und mir die Antworten wieder zurückschickt. Im Interview soll es um ganz grundlegende Sachen gehen, also wie sieht die Krankengeschichte aus, was sind die größten "Alltagsprobleme" die man hat etc.
    Ich würde dann das Interview so wie ich es bekommen habe in meine Abschlussarbeit übernehmen.

  • Die Erfahrung bei solchen Umfragen zeigt, dass ein Außenstehender in der Regel nicht gut abschätzen kann, wie die Situation eines Menschen mit CI ist. Das hat oft zur Folge, dass diese Umfragen mit Fragen gespickt sind, die am Thema oder an den Menschen vorbeigehen. Das löst dann oft Unmut aus und deswegen sind viele auch umfragenmüde. Du kannst es natürlich probieren, ich rate Dir aber auch zu einem Dialog, wie Audi es vorschlug.
    Liebe Grüße und viel Glück, otoplastik

    Sohn, 18 Jahre, li. taub und re. hochgradig seit 14. LM, rechts HG (Phonak Naida Link), links CI seit 01/14 (Naida Q70)

  • Hallo, Laurenz,
    ich möchte "Audi" und "otoplastik" hier voll und ganz zustimmen!
    Das Thema "CI und Neues Hören mit dem CI" ist für die Betroffenen, egal, wie gut sie hören und egal wie ihre Hörbiografien sind, vor allem eines: hoch emotional!

    Damit muss klar sein, dass ein normales Beantworten per Fragebogen eigentlich nicht in Frage kommt, da man die Fragen interpretieren kann und damit beim Beantworten und beim Auswerten, Interpretationsfehler entstehen können! Man würde dem Patienten nicht gerecht werden, da bei der Beantwortung die Zielsetzung Deiner Fragen nicht bekannt war.
    Ohne direkten Kontakt würdest Du möglicherweise falsche Schlüsse ziehen!

    Im direkten Gespräch oder via Video-Conference-Software kann man hier entgegensteuern! Soweit waren Audi und otoplasik auch schon!

    Was für Dich aber am wichtigsten sein sollte, ist die Qualität Deiner Arbeit und die Qualität Deiner Fragen & Antworten durch direkte Validierung mit dem Patienten!
    Man kann dann die Frage & Antwort durchdiskutieren, d.h.:
    1) Deine Fragen könnten dadurch justiert werden!
    (Habe ich die richtigen Fragen auch richtig gestellt? Hat der Patient/alle Patienten die Frage auch so verstanden, wie ich sie verstanden wissen wollte?)

    2) Die Antworten gezielt und auf den Punkt sind!
    (Nur wenn 1) gilt, kann der Patient eine in Deinem Sinne "richtige" Antwort geben und nur dann hilft sie Dir im End-Ergebnis!)

    3) Damit die Ergebnisse für Deine Arbeit auch das widerspiegeln, was Du Dir als Themen-Ziel gesetzt hast!
    (Nur wenn 1) und 2) gelten, kann Dein Ergebnis qualitativ hochwertig werden, weil über alle befragten Patienten Deine Fragen von Allen gleich verstanden wurden!)

    4) Ableitung von Ergebnissen aus der Befragung!
    (Nur wenn 1), 2) und 3) gelten, kannst Du "saubere und belastbare" Schlüsse aus Deiner Befragung ziehen!)

    Mein Fazit: Nur solche Schlüsse rechtfertigen den Aufwand einer Befragung und werden auch den Patienten gerecht, die an Deiner Befragung teilnehmen!
    Viele Grüße
    Michael


    Nur so als Tipp von mir! :)

    Li: CI-Implantation 06/2015(Profile CI512) | EA: 07/2015 Nucleus 6(CP910)
    Re: CI-Implantation 09/2015(Profile CI512) | EA: 10/2015 Nucleus 6(CP910,Aqua+
    Universitätsklinik Frankfurt-KHNO

  • Wow, Michael, das ist es schon "wissenschaftlich" auf den Punkt gebracht.

    Ich möchte Laurenz zugute halten, dass er Schüler ist und das eine Schülerarbeit sein wird.
    Es ist seine Arbeit und Auffassung und keine "wissenschaftliche" Studie für irgendwelche Zwecke.
    Ich finde sein Vorgehen der Situation völlig angemessen, habe als Mutter und Nachhilfelehrerin etwas Erfahrung darin.
    Laurenz, ich bin gerne bereit dich zu unterstützen, mach es am besten über PN.

    Grüße
    Sigrid


    schwerhörig nach Masern 1962
    HG seit 1964
    Hörsturz 2000
    bilateral CI von Cochlear: Okt. 2007/Nov.2008, N6 seit 29.11.2013

  • Wow, Michael, das ist es schon "wissenschaftlich" auf den Punkt gebracht.


    Hallo, Laurenz, ich hoffe, ich habe Dich nicht vertrieben!?
    Mir ging es darum zu systematisieren und zu helfen, solche "Arbeiten" in meiner Firma aufzubauen, durchzuführen und auszuwerten, ist mein Job und den mache ich schon eine zeitlang!
    Deshalb wollte ich Dir mit meinem Post eher helfen, als abschrecken! Vielleicht hat Ziggy Recht, vielleicht war es zu "oversized"! Sorry for that!

    Hoffentlich meldet Laurenz sich noch mal. Ich bin auch bereit seine fragen zubeantworten.


    Ich würde mir wünschen, das sich Laurenz noch mal meldet, ich bin auch dabei, wenn es um die Beantwortung der Fragen geht!
    Wenn Du das jetzt noch möchtest! :whistling:

    Viele Grüße
    Michael

    Li: CI-Implantation 06/2015(Profile CI512) | EA: 07/2015 Nucleus 6(CP910)
    Re: CI-Implantation 09/2015(Profile CI512) | EA: 10/2015 Nucleus 6(CP910,Aqua+
    Universitätsklinik Frankfurt-KHNO

  • Nein, Nein, TheBavarian, du hast mich nicht vertrieben:).
    Vielen Dank für die ganzen Ratschläge und Zusagen, ich denke ich werde mich per PN melden :).
    In meiner VWA (so wird heißt die Abschlussarbeit in Österreich) soll es in erster Linie um den technischen Aspekt gehen, das Interview soll keine Befragung im herkömmlichen Sinne sein, sondern vielmehr dem Leser (und mir) einen Einblick in den Alltag von CI-Trägern geben.
    Wie auch immer, danke nochmal für die ganzen Tipps, ich werde sie auf jeden Fall anwenden!:)