Ratschläge zu ersten Trainings zu Hause

  • Liebe Gleichgesinnte,
    ich habe am 15.12.15 nun in der MHH mein CI von Oticon bekommen.
    Die OP ist gut verlaufen, der Schwindel blieb bisher aus :thumbsup: (Das Ohr ist noch etwas taub, aber sonst alles top.)
    Die ersten Einstellungen wurden zwei Tage nach der OP bereits im DHZ vorgenommen. Nach dem Fadenzug am 28.12.15 habe ich nun schrittweise (erstmal 30-60 Minuten pro Tag) mit zugestöpseltem anderen Ohr angefangen am Familienleben teilzunehmen. Das Hören gestaltet sich noch etwas schwierig, aber da habe ich auch noch Geduld mit mir...

    Meine Fragen an Euch: Macht es Sinn schon jetzt vor der EA (letzte Januarwoche) mit HG und CI zu trainieren? Ab dem 11.01.16 gehe ich erstmal wieder arbeiten, dann werde ich natürlich probieren beide Systeme einzusetzen.
    Was haltet Ihr für realistische Trainingsintervalle?


    Fast hätte ich es vergessen :rolleyes:
    Ein frohes neues Jahr!


    Ich freue mich über Eure Antworten.


    Liebe Grüße
    Madlen

    Rechts HG von Oticon seit 2014
    Links Taubheit: CI Oticon Neuro One seit 15.12.2015 (MHH)
    EA: 25.01.-29.01.2016

  • Hallo Madlen,
    lass das Ohr erstmal etwas Zeit und Ruhe zukommen. Es wird noch geschwollen sein und innerlich muss es ja auch noch verheilen. Ich kann mir nicht vorstellen, das es jetzt schon sinnvoll ist. Setz Dich bitte nicht unter Druck!
    Das Üben kommt noch früh genug...

  • Hallo Madlen,


    Du schreibst, dass die EA erst Ende Januar stattfindet.
    Wieso kannst Du schon derzeit mit dem CI hören?


    Falls das CI nur zwecks kurzem Funktionstest angepasst wurde, ist die Einstellung wohl eh nicht optimal.


    Gruß
    Schera

  • Hallo Madlen
    Dir und allen anderen auch ein klangvolles frohes neues Jahr.
    Ich wundere mich, das du vor der EA überhaupt den SP schon hast. Ich persönlich würde auch erst mal alles in Ruhe verheilen lassen.
    Haben sie dir im DHZ gesagt , das du den SP schon tragen kannst / sollst ?
    Wenn nein , dann würde ich ihn auch nicht tragen. Es heißt ja nicht um sonst Erstanpassung
    LG

  • Vielen Dank für Eure Antworten. Hören kann ich schon etwas mit dem CI, verstehen ist natürlich noch nicht drin.


    Das DHZ hat mit dieser Methode wohl gute Erfahrung gemacht und daher den SP schon vorangepasst und mir mitgegeben. Nach Zwischenabstimmung mit dem Techniker soll ich in der Tat zum Wiedereinstieg im Job mein HG und das CI nutzen.


    Die ersten Anpassungen gingen schon über einen Funktionstest hinaus.


    Viele Grüße
    Madlen

    Rechts HG von Oticon seit 2014
    Links Taubheit: CI Oticon Neuro One seit 15.12.2015 (MHH)
    EA: 25.01.-29.01.2016

  • Hallo,


    ich bin mir gerade nicht sicher, ob es ein CI oder ein implantierbares Hörgerät ist, denn mir ist nicht bekannt, dass die Firma Oticon CIs herstellt.
    Auch macht die MHH keine Voranpassungen sondern man bekommt dort den Sprachprozessor zum CI erst in der EA Woche.


    Was für ein System hast du denn bekommen?
    Soundbridge vielleicht?


    Grüße,
    Miriam

  • Hallo und Guten Abend Madlen.


    Wenn es sich tatsächlich um ein CI von Neurelec / Oticon handelt und du spezifische
    Fragen dazu hast stehe ich natürlich gerne dir zur Verfügung im DCIG - Forum oder mit persönlicher Nachricht.


    Du kannst ja meine Berichte (stichwortartig) lesen, da stehen viele Informationen.


    Ich trage ein CI - Implantat Neurelec/Oticon seit Februar 2014 und bin damit sehr zufrieden als “ Erlkönig. “


    Gruß


    Wilfried



    Rechts:
    NEURELEC / OTICON
    Implantat: Digisonic Sp Evo SP: Saphyr Sp Neo
    OP 13/02/2014 Marienhof Koblenz
    EA: 14/03/2014 erfolgreich


    Links:
    taub

  • Huhu,


    vielen Dank für die ainfos.
    Neurelec war mir ein Begriff, allerdings wusste ich nicht, dass da nun Oticon hintersteht.


    Allerdings erscheint es mir merkwürdig, dass der SP vor der EA eingestellt und mitgegeben wurde.


    Grüße,
    Miriam

  • Hallo Madlen, natürlich hat es Sinn, jetzt schon mit dem CI/ HG zu üben!
    Ich tat es sofort nach der 2, 3 Einstellung, mit der CD, die mir von der Audiologin mit auf den Weg gegeben wurde. Nach einiger Zeit wollte ich schon Hörbücer hören, was natürlich gar nicht ging, die waren schlicht zu schnell gelesen. Ich habe mir überlegt, was langsam ist, und so kam ich auf die Weihnachtslieder ;) auch, wenn ich die Musik kaum ertragen konnte, freute ich mich über jedes gesungene Wort, das ich erkannte. Es ist sinnvoll, das zu hören, damit zu üben, was man schon kennt und wieder erkennt.
    Viel Erfolg!

    rechts: CI seit Sept. 2013, danach Opus 2XS (sehr gern)+ Rondo (weniger gern). Seit 7.07.2020 Sonnet 2.
    links: Schwerhörigkeit bei Otosklerose, HG von Phonak

  • Guten Morgen zusammen,


    herzlichen Dank für die vielen netten Antworten.


    Nun komme ich zum Antworten:



    natürlich hat es Sinn, jetzt schon mit dem CI/ HG zu üben!

    Danke mit beidem zusammen klingt es gar nicht so verkehrt. Wenn ich meine CI-Seite den Gesprächspartnern zuwende ist es noch etwas merkwürdig.


    Wenn es sich tatsächlich um ein CI von Neurelec / Oticon handelt und du spezifische
    Fragen dazu hast stehe ich natürlich gerne dir zur Verfügung im DCIG - Forum oder mit persönlicher Nachricht.

    Es handelt sich in der Tat um ein CI von Oticon. Herzlichen Dank für Dein Angebot, ich komme bestimmt darauf zurück.


    Allerdings erscheint es mir merkwürdig, dass der SP vor der EA eingestellt und mitgegeben wurde.


    Das scheint in der MHH jetzt so zu sein. Mir wurde gesagt, dass alle damit gute Erfahrungen gemacht haben. Die komplette Erstanpassung ist sicher noch nicht gelaufen, aber ich habe bereits sagen müssen, wenn ich Töne höre, wenn der Ton wieder weg war. Dann sollte ich noch bei vier verschiedenen Tönen, die alle gleich laut klingen sollten, sagen wenn einer nicht so laut oder lauter als die anderen war. Das ergab dann die ersten Einstellungen.


    Ich werde es langsam weiter versuchen. Mein Ohr fühlt sich oberhalb noch etwas nach "Fremdkörper" an, aber auch das wurde hier ja schon beschrieben.


    Viele Grüße
    Madlen

    Rechts HG von Oticon seit 2014
    Links Taubheit: CI Oticon Neuro One seit 15.12.2015 (MHH)
    EA: 25.01.-29.01.2016

  • muggel
    Soweit mir bekannt ist wird versucht zuschauen wie sich das ganze verhält, ohne 4Wochen zuwarten bis zur EA. Daraus soll eine Studie werden.

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011

  • Habe auch kurz vor Weihnachten und einen Tag nach der OP in der MHH/DHZ meinen SP gleich erstangepasst und mitgegeben bekommen. Von einer Studie hat bei mir allerdings niemand was gesagt. Mir wurde das als seit Sommer gängige Praxis präsentiert.


    Finde das eigentlich gut, so verliert man nicht so viel Zeit. Aber frage mich natürlich auch, ob zu frühe Stimulation im noch wunden Ohr oder zu frühes Ziehen am noch nicht eingewachsenen Implantat durch den Magneten auch Gefahren bergen.

  • Aber um auf die Ausgangsfrage zu antworten: Ich meine, ein paar Minuten pro Tag üben kann nicht schaden. Habe gute Erfahrungen damit gemacht, sich in den ersten Monaten immer wieder mit sehr simplen (langweiligen) Übungen zur Lautunterscheidung zu befassen. Finde z.B. die CI-Hörtraining-App von der MHH ziemlich gut dafür. Und mit Tonhöhenunterscheidung (falls Du z.B. ein Klavier o.ä. in der Nähe hast).


    Womit ich auch gute Erfahrungen gemacht habe: Üben und dann schlafen. Mittagsschläfchen oder abends.

  • Von einer Studie hat mir auch keiner etwas gesagt. Egal, ich probiere mal Stück für Stück weiter.


    Ich habe ein IPhone, leider ist die Hörtrainings-APP daher für mich nicht möglich. Schade eigentlich!


    Viele Grüße & vielen Dank an alle
    Madlen

    Rechts HG von Oticon seit 2014
    Links Taubheit: CI Oticon Neuro One seit 15.12.2015 (MHH)
    EA: 25.01.-29.01.2016

  • Ob die Studie noch läuft oder nicht weiß ich nicht. Kann aber auch sein das es eine andere Klinik war die darüber eine Studie gemacht hat-

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011

  • Ob Studie oder nicht
    Ich finde es sehr komisch, wie unterschiedlich die Kliniken arbeiten.
    Auch die Art der EA's scheint ja sehr unterschiedlich zu sein !
    Da Frage ich mich doch WARUM ?(?(?(

  • Hallo,


    die MHH war als erste Klinik die CI implantierte. Mit den Jahren entstanden Deutschlandweit immer mehr Kliniken.
    Die Neuerungen wurden oftmals als erstes in MHH "vorangetrieben" - auch wird oftmals die Markteinführung der neuen SP und/oder Sprachstrategie als erstes in MHH "freigegeben" Ich vermute, dass dies heutzutage teilweise noch so läuft was die Neuerungen anbelangt.


    Was die Anpassungen anbelangt gilt momentan meistens, dass die EA ca. 3-6 Wochen nach OP stattfinden. Ablauf ist in vielen Kliniken ähnlich. Was sich unterscheidet ist, ob dies an 5 zusammenhängende Tagen als stationär oder an 3 Tagen innerhalb von ca. 10 Tagen ambulant etc. stattfinden. Da hat jedes Klinik, CI-Zentren sein eigenes Konzept.
    In MHH war in Anfängen der 2000 oftmals stationär - egal ob vor Ort wohnte oder nicht und damals fand dies für 2 Wochen statt (WE konnte man nachhause fahren)! Auf "Teufel komm raus" einen früheren EA Termin zu bekommen war damals nicht so einfach .... bei mir ging beim 1. CI aus terminlichen Kapazitätgründen nicht, da Ostern dazwischen lag und musste demzufolge 8 Wochen von OP bis EA warten!
    Das nur als Hinweis, wieviele hier in letzter Zeit noch schnell schnell vor Weihnachten auf EA Termin drängelte.


    Dann kommt auch darauf an in welche Klinik/CI-Zentrum die OP/EA machen lässt. Welche Klinik mit CI-Zentrum/Rehaklinik kooperieren zb. CI-Patienten von Mannheim und/oder Homburg/Saar werden wg. EA an Bosenbergklinik verwiesen und von dort wird zeitnah stationäre Reha veranlasst! Damals gab noch vereinzelte Kliniken in diesem nicht immer Techniker vor Ort da war sondern erst seperat von jeweiligen Firma einbestellt werden musste (ob das heutzutage noch sowas gibt oder inzwischen überall mind. ein Audiologe auf Abruf im Haus ist, weiss ich nicht)!
    Auch kommt es an wieviele CI-OP jeweilige Kliniken pro Jahr machen können und demzufolge die mit den Jahren steigende Patientenanzahl der Nachsorgetermine dazu kommen.


    Dann gibt zb. Freiburg und auch Erfurt die auf 3 Jahre verteilt ca. 20 Rehatermine (für Erwachsene) anbieten. Dort wird dann Patient ca. 2 mal pro Jahr für 3 Tage zwecks Nachjustierung und Hörtraining einbestellt!
    Es gibt div. Kliniken (je nachdem wie Audiologische Abteilungen aufgebaut ist - was für Team vorhanden sind) und CI-Zentren die den Patienten ambulante Hörtrainingstherapien anbieten.
    Diejenigen die nicht in Wohnortsnähe der CI-Kliniken/Zentren wohnen suchen sich vor Ort eine Logopädische Praxis aus in der Hoffnung, dass diese mit CI etwas erfahren sind um dort dann das Hörtraining absolvieren zu können.


    Eine 3-6 wöchige stationäre CI-Reha wie in Bad Nauheim, St. Wendel, Bad Salzuflen oder Bad Berleburg, kann noch zusätzlich gemacht werden. Manchmal bieten die Kliniken dies an, manche müssen die Patienten auf Wunsch dies bei CI-Klinik um Unterstützung des Antrages bitten. Bad Grönenbach lasse ich mal aussen vor, da hierbei nur um eine 3-wöchige Reha OHNE Verlängerung und an feste Termine seitens Rehaklinik möglich ist!


    Ich vermute, dass in den Jahren mit CI versorgung oftmals gut verlief und die Patienten immer eher hören wollen (im Forum las man auch schon, dass CI´lern sagten, kann nicht so lange beruflich ausfallen - muss telefonieren - komme ohne Hören nicht aus etc.), dass dann irgendwann zwangsläufig einen Versuch machte um die EA vorzuziehen. Wie aus dem von mir weiter oben eingestellten Link Artikel zu lesen ist, dass es positiv verlief - scheint wohl dies an MHH jetzt langsam immer öfters zu kürzere Wartezeit zwischen OP und EA zu geben. Mal schauen wielange jetzt noch dauert bis andere Kliniken der MHH bzgl. OP/EA Abstand folgen werden.


    Die Messlatte zum Hören wird immer weiter nach oben gelegt, wo vor 15 Jahren die Ci´ler mit weniger als heute zufrieden geben "mussten" - Das Hören können müssen wird immer mehr als Selbstverständlich "hingestellt"
    Letztendlich kommt auf Hörbiografie des jeweiligen Person an und inwiefern man dazu motiviert ist das Hören zu lernen.


    madlen: So wie aus dem Artikel zu lesen ist, vermute ich, dass Dein SP erst nur einmal "grob" eingestellt wurde, damit Du überhaupt was hörst. Mit Hörbuch kannst Du probieren, aber lass Dich nicht unter Druck setzen - falls noch nichts ankommen sollte und bedenke, dass die Feinjustierugen noch vor Dir anstehen. Vermute, dass Du mit den Geräuschen im Alltag auch gut zu tun hast um dies und jenes zu identifizieren. Wurde Dir gesagt, dass Du die SP ganztags tragen kannst/sollst?


    Bierchen: Welche Unterschiede fällt Dir auf? Was wünscht Du Dir, was Du momentan ggf. nicht hast?


    Ich finde es zwar schön und gut, wenn die Hörerfolge da sind, bedenke bitte, dass die Werte welches beim Nachsorgetermin erreicht wird, nicht mit Alltag zu vergleichen ist. NIcht alle kommen gleich gut im privaten/beruflichem Umfeld klar! Das sollte nicht verallgemeinert werden. Manche CI-Neulinge sind "Schnellstarter" und mit der Zeit stagniert sich und man merkt kaum fortschritte bzw. wird nur noch unbewusst wahrgenommen. Andere brauchen lange und die Erfolge kommen dann irgendwann immer mehr zum bewusst sein. Dann gibt noch eine Gruppe bei denen nicht so klappt wie man gern hätte bzw. geben sich mit "nur" Geräusche zufrieden etc.


    Gruß
    Sandra

  • Meine Fragen an Euch: Macht es Sinn schon jetzt vor der EA (letzte Januarwoche) mit HG und CI zu trainieren? Ab dem 11.01.16 gehe ich erstmal wieder arbeiten, dann werde ich natürlich probieren beide Systeme einzusetzen.
    Was haltet Ihr für realistische Trainingsintervalle?


    Hallo, Madlen, ich denke, es macht Sinn erst einmal im täglichen Leben "zu trainieren" d.h. festzustellen, was Du besonders gut hörst, was Du gut und was Du schlecht hörst. Immer mit der Einstellung, dass Dein neues Gehör (CI/SP) und Dein Gehirn noch nicht so synchronisiert sind und alle Lücken des normalen/originalen Hörens geschlossen sind! Du wirst sehr bald merken, wo Deine speziellen Grenzen des Hörens und Deine Energie für das neue Hören enden! Das gilt es auch erst einmal zu akzeptieren und z.B. mal eine Pause z.B. eine Runde Schlaf einzulegen!


    Deine Beobachtungen beim neuen Hören dienen vor allem auch der Justierung während Deiner EA-Phasen, wie auch immer die Klinik das zeitlich ablaufe lässt.


    Stress und Druck, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, sind schlechte Ratgeber und behindern mehr als es nützt, vor allem, wenn manche noch dazu mit Tinnitus zu kämpfen haben!
    Du wirst die richtige Wahl treffen, da bin ich mir sicher, nachjustieren ist ja jederzeit möglich!


    Viele Grüße


    Michael