Änderung der Versorgungsmedizinverordnung

  • Hallo Paula,


    einfach einen Text kopieren würde ich nicht - Urheberrecht.

    Inwieweit man als Privatperson eine Petition einreichen darf, erkundige dich da am besten bei zuverlässigen Quellen selbst.

    Karin hat recht, am besten sollte das über die Verbände laufen, ich denke da z. B. Deutscher Schwerhörigenbund usw.

    vielleicht kannst du dich mit denen lieber in Verbindung setzen ?.


    LG SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Die zuständige Kollegin hat heute den Link tatsächlich per E-Mail an alle Behindertenbeauftragte des Landes NRW weitergeleitet. ?Es betrifft ja nicht nur Hörbehinderte Menschen.

    LG SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Karin

    Ich kann als Privatpersin aber auch selbst so eine Petition beim Bundestag einreichen, oder? Ob ich dafür den Text der charge-Petition einfach kopieren darf? ?

    Gruß Paula

    Jeder Bundesbürger hat das Recht eine Petition einzureichen.

    Wenn es eine Sache ist, die alle Bundesbürger angeht, dann beim Bundestag einreichen und wenn es nur bestimmte Bürger in einem bestimmten Kreis (meisten Sachen, die Länderrelevant sind) angeht, in die dafür zuständigen Landtage.

    Die Petition muss einen bestimmten Aufbau haben. Dort muss dein Name, Adresse und das Anliegen stehen. Das Anliegen muss genau beschrieben sein und sollte für viele Bürger relevant sein.

    Meine Frau hatte mal eine Petition beim Landtag NRW eingereicht und die wurde dort in ihrem beisein erörtert. Hatte mit Kindergeld, Harz4 und Ausbildung zu tun.

  • "Ich habe gerade mit Mühe und Not die 35 Arbeitsjahre für die Schwerbehindertenrente zusammenbekommen und jetzt kommen sie auf die Tour........"

    Ich habe mich jetzt auch drauf eingestellt-noch einige Monate arbeiten, ein Jahr stempeln und ich hätte meine 35 jahre erfüllt.


    Wegen dieser 6.Verordnung im schwerbehindertenrecht jetzt aufs CI zu verzichten-betrifft mich aktuell 2019-wäre ja makaber. dann lass ich nur ein Ohr machen.

    Ich habe seit 2012 wegen zusätzlicher Vestibularerkrankung bds. 80% GdB bekommen ,unbefristet.

    Hatte vorher 60 % GdB,davor sogar 100 % GdB mit Sonderzeichen "B" bis mitte der 90ziger -dann die erste böse Überraschung von Blüm und Kohl und FDP gggrrrr

    Überall lauern Gefahren -auch und gerade in Demokratien nach dem Motto "Flüchtlinge rein-behinderte raus ekeln" ich überspitze etwas !

    wohnhaft: Kreis Pinneberg(bei Hamburg)

    HNO Arzt Juhl/deichmann in HH eidelstedt

    ~mehr als 70 Hörstürze /Vestibularerkrankung bds.

  • Überall lauern Gefahren -auch und gerade in Demokratien nach dem Motto "Flüchtlinge rein-behinderte raus ekeln" ich überspitze etwas !

    Ich glaube, das hier ist kein politisches Forum. Ich persönlich möchte so etwas hier nicht lesen. Bitte solche Meinungen außen vor lassen. Danke.

    Viele Grüße

    MadameMim

  • Überall lauern Gefahren -auch und gerade in Demokratien nach dem Motto "Flüchtlinge rein-behinderte raus ekeln" ich überspitze etwas !

    Als Admin möchte ich hier eine Verwarnung aussprechen. Die Änderung der Versorgungsmedizinischen Grundlagen hat nichts, aber auch wirklich nichts, mit der Flüchtlingspolitik zu tun. Ausländer- / Flüchtlings-/Fremdenfeindliche Sprüche haben in diesem Forum nichts zu suchen!


    Meine persönliche Ansicht hinsichtlich dieser Thematik:
    Aufgrund der Veränderungen der Sichtweise von Behinderung durch die ICF bzw. durch das bio-psycho-soziale Modell ist eine Änderung der Versorgungsmedizinischen Grundlagen eigentlich längst überfällig, denn es ist nicht die Diagnose an sich relevant, sondern wie diese sich letztendlich auf den Betroffenen auswirkt und welche Beeinträchtigungen hierdurch individuell entstehen.

    Wie jedoch diese Änderung der Versorgungsmedizinischen Grundlagen momentan getätigt wird und mit welchen (teils weitreichenden) Konsequenzen ist etwas, was mir nicht gefällt! Diesbezüglich schließe ich mich den Meinungen von VdK und anderen Vereinen an. SO ist es nicht sinnvoll!

  • zu meiner kritischen Äusserung stehe ich-werde es aber nicht weiter ausbreiten. Ist in der Tat kein Politicum hier!

    Ich frage mich ernsthaft, was die ganze Sparerei zu Ungunsten Behinderter bringen soll.

    Anderorts wird per Giesskanne über s land verteilt und unser einer wird wegen medizinischen fortschritt gleich für gesund erklärt:thumbdown:

    jetzt sollen ganze Ärzte gremien-die bisher übers wohl der Patienten entschieden haben -vom Bundesgesundheitsministerium unter Jens Spahn(Möchtegern Bundeskanzler:S)übernommen werden-weil Ärzte offenbar zu sehr zum wohle der Patienten entscheiden

    wohnhaft: Kreis Pinneberg(bei Hamburg)

    HNO Arzt Juhl/deichmann in HH eidelstedt

    ~mehr als 70 Hörstürze /Vestibularerkrankung bds.

  • Hallo,


    gerade habe ich auf openPetition eine Petition unterschrieben, die dich interessieren könnte. Unterzeichne auch du:


    https://www.openpetition.de/pe…hindertenrechtskonvention

  • Hallo Jochen,


    habe ebenfalls unterschrieben, diese Petition sagt mir deutlich mehr zu, als change.org, auch wenn ich dort ebenfalls unterschrieben habe.


    Leider geht diese Petition nur noch 9 Tage,


    Lieber Gruß


    Karin

    rechts: von Kindheit an mittel- bis hochgradig schwerhörig, letzter Hörsturz mit 22 Jahren verursachte totale Taubheit.

    Juli 1990: in Hannover CI-Operation, aktuell Nucleus 6, CP920


    links: geburtstaub, Juli 2017: in München-Großhadern CI-Operation, EA: 07.08.17, aktuell Nucleus 6, CP920

  • Ich weiß nicht, ob es Sinn macht diese Petition auch noch zu unterstützen. Sie wurde am 13.01.19 eingestellt und hat 9 Tage vor Sammlungsschluß gerade mal 2.500 Unterschritten zusammen.


    Die weiter o.g. Petition der Kreisbehindertenbeauftragten Claudia Oswald-Timmler hat zwar auch nicht das notwendige Quorum von 50.000 Stimmen innerhalb der ersten 4 Wochen erreicht, um im Petitionsausschuss gehört zu werden, aber immerhin aktuell über 17.500 Unterstützer. Wie ich von der Petentin erfahren habe, liegen zusätzlich ca. 6.000 Unterschriften in Papierform vor.

    (https://www.change.org/p/bundesministerium-für-arbeit-und-soziales-teilhabeabbau-durch-verschlechterung-der-versorgungsmedizin-verordnung-stoppen)


    Es mag den einen oder anderen wundern, dass die Petition bei change.org und nicht beim Bundestag eingestellt wurde. Der Grund dafür: auf der Petitions-Seite des Bundestags werden Petitionen nur über einen zeitlich begrenzten Zeitraum zur Abstimmung freigeschaltet. Damit eine Petition sicher gehört wird, müssen binnen 4 Wochen 50.000 Unterstützer gefunden werden. Diese Beschränkungen gibt es bei change.org nicht.


    Die Petentin plant nun, die Unterstützerliste bei einem Termin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales an Bundesminister Hubertus Heil zu übergeben. und so den Forderungen der Dachverbände mit den Stimmen der Betroffenen Nachdruck zu verleihen. Je mehr Stimmen sie zusammen hat, umso besser - wer also noch nicht unterschrieben hat, darf und soll das gerne tun.


    Die Petition ist m.E. sehr gut begründet. Wer sich tiefer einlesen möchte, findet bei KomSem (eine Website für Schwerbehindertenvertretungen) Links zum Referentenentwurf, zu Stellungnahmen von VdK, SoVD, DBSV, DGB, DBR ... und eines Anwalts für Sozialrecht.

    (https://www.komsem.de/archiv/online-petition/)


    Die Deutsche Gesellschaft der Hörbehinderten - Selbsthilfe und Fachverbände e.V. (Dachverband unter anderem von DCIG, DSB, DHS ...) hat Mitte Februar ebenfalls eine Stellungnahme herausgegeben.

    (https://www.deutsche-gesellsch…llungnahme-zur-6versmedvo)


    Auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bringt sich in die Diskussion ein. Am 14.02.19 wurden "Informationen und häufige Fragen zum Entwurf der 6. Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV)" veröffentlicht.

    (https://www.bmas.de/SharedDocs…_blob=publicationFile&v=3)


    In der Vergangenheit wurde aus den Reihen der Hörgeschädigten schon mal die Meinung laut, doch besser die Füße still zu halten, weil das Kapitel 5 "Hör- und Gleichgewichtsorgan" des Anhangs zu § 2 VersMedV im Referentenentwurf nicht behandelt würde. Das ist zwar richtig, blendet aber eine gravierende Änderung unter "1 Grundlagen" aus. Dort heißt es im Entwurf:

    Quote from Referentenentwurf 6.ÄndVO vom 28.08.18

    1.2.7 Das Behandlungsergebnis beeinflusst die Teilhabebeeinträchtigung maßgeblich. Die in Teil B angegebenen GdB geben die Teilhabebeeinträchtigung bei bestmöglichem Behandlungsergebnis wieder.

    Dies steht ja wohl im krassen Widerspruch zum einleitenden Satz im bisherigen Kapitel 5, dass für die Bewertung des GdB/GdS bei Hörstörungen die Herabsetzung des Sprachgehörs maßgebend ist, deren Umfang durch Prüfung ohne Hörhilfen zu bestimmen ist. Es ist abzusehen, dass dies über kurz oder lang wieder zu Diskussionen bei der Bewertung von Hörschädigungen führt, insbesondere mit den Sachbearbeitern der Versorgungsämter und den Gutachtern. Da es auch nur einen eingeschränkten Bestandsschutz bis 31.12.2022 geben soll, darf sich jeder schon einmal Gedanken zu einer Herabstufung seines GdB Gedanken machen.

  • Da es auch nur einen eingeschränkten Bestandsschutz bis 31.12.2022 geben soll, darf sich jeder schon einmal Gedanken zu einer Herabstufung seines GdB Gedanken machen

    Genau so sehe ich das nämlich auch und daher kann man nur noch empfehlen, rette sich wer kann und zwar vorher !

    Die Letzten werden die Hunde beißen.


    ist inzwischen bekannt, ab wann die neue Verordnung rechtskräftig wird oder wie auch immer so was gilt ?

    Gruß Bestager


    -----------------------------------------------------------------------
    Links seit 2/2006 Implantat, seit 6/2018 N7
    Rechts seit 5/2012 Implantat, seit 6/2018 N7
    Reimplantiert, Tinnitus

    -----------------------------------------------------------------------

  • http://www.deutscher-behindert…e/00113599D1556262995.pdf


    Hier findet ihr die/ eine Stellungnahme des Deutschen Behindertenrates. Es kann also weiter spannend werden.

    Ein schönes Wochenende

    Sabine

    durch Masernerkrankung im Kleinkindalter progrediente Schwerhörigkeit beidseits, rapide Verschlechterung in letzten Jahren,

    li: HG Siemens Motion P, re: CI - Cochlear CI522+N7, OP: 30.1.2018, EA: 12.3.2018(Kanso), 2.5.2018 (N7)

  • Ich bin jetzt in den Sozialverband VdK eingetreten, weil selbst berechtigte Wiederversorgungen mit neuen Soundprozessoren in neuerer Zeit recht häufig abgelehnt werden.


    Ein aktueller Fall dank VdK erfolgreich zu Ende gebracht: SO HILFT DER VdK Besser hören mit Cochlea-Implantat VdK setzt neuen Prozessor für Mitglied durch


    Denn in den nächsten Jahren dürfte es noch schwieriger werden...

  • Ich bin im Vorstand von der VdK Xanten, es lohnt sich immer diesen bei sozialen Problemen einzuschalten.


    Gruß, Manuela

    linkes Ohr Cochlear Implantat Nukleus 6 CP 910 seit dem 14.02.2017
    rechtes Ohr Cochlear Implantat Nukleus 7 CP 1000seit dem 20.09.2018


    Man ist nicht behindert, man wird behindert!

  • Hallo Viola.

    Vielen Dank, daß es Menschen wie Dich gibt, die sich engagieren.

    Finde ich klasse!!! Da profitieren viele.

    Bin Mitglied im SOVD.

    LG Sabine.

    Mi 1200 Synchrony Flex 28 re. OP 13.11.2018 Helios Hildesheim.

    MI 1250 Synchrony 2 Flex 28 li. OP 29.08.2019 Helios Hildesheim.

  • Schon bald Ende 2019 und immer noch keine Klarheit ?

    Dann hoffentlich noch lange in dem Zustand verharrend, habe es nämlich bald geschafft und bin dann in sicherer Rente.

    Rette sich wer noch kann !


    Im VDK bin ich auch, schon 15 Jahre.

    Gruß Bestager


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    Links seit 2/2006 Implantat, seit 6/2018 N7
    Rechts seit 5/2012 Implantat, seit 6/2018 N7
    Reimplantiert, Tinnitus

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  • Ich hols noch mal hoch.

    Gibt es immer noch keine Neuigkeiten ?

    Kommt die Änderung vielleicht gar nicht ?

    Das wäre natürlich am besten.

    Gruß Bestager


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    Links seit 2/2006 Implantat, seit 6/2018 N7
    Rechts seit 5/2012 Implantat, seit 6/2018 N7
    Reimplantiert, Tinnitus

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  • Da muss ich Dich enttäuschen. Die Änderung ist nicht vom Tisch.


    Die o.g. Petitionen haben wohl dazu beigetragen, dass der Entwurf ein weiteres Mal überarbeitet wird, gestoppt - wie es einige Meldungen Glauben machten - ist die 6. Änderung mitnichten und auf der Website des Deutschen Gehörlosenbundes findet sich seit Februar eine Meldung, dass eine 7. Änderungsverordnung mit dem Fokus "Hören" in der Entwicklung wäre ...


    Informationen zum Stand der Diskussion finden sich z.B. im "Forum Rehabilitations- und Teilhaberecht" der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) unter folgenden Links:



    Bitte dort auch die verlinkten Sites und Dokumente beachten.

  • Bitte keine schlafenden Hunde wecken ... :) Je länger das verzögert wird, desto besser; auch wenn eines Tages der Tag der Wahrheit kommen wird...