Cochlear oder nun doch Med-El mit dem neuen Sonnet

  • Hallo zusammen,


    nun interessiert mich Eure Meinung. Eigentlich hatte ich mich
    schon für Cochlear entschieden. Meine Entscheidungsgründe waren ganz banal:
    Design des SP, die schicke Fernbedienung, die neuen wireless Funktionen,
    Scanprogramme und vielleicht noch die Tatsache das Cochlear mit 22 Elektroden
    arbeitet.


    Nun bringt Med-El ja den Sonnet und die Synchrony Implantate
    und schon werde ich unsicherer. In diesem Zuge habe ich wieder ein wenig
    gegoogelt zu dem Thema und stieß auf die unterschiedlichen Kodierungsstrategien
    von Cochlear und Med-El.


    Coochlear arbeitet sequentiell und Med-El im Tieftonbereich
    sequentiell und höher parallel.
    Kann jemand von Euch was darüber sagen welche
    Auswirkungen diese unterschiedlichen Strategien haben könnten?


    Für mich ist
    Med-El mit seinen neuen Produkten nun wieder im Rennen, auch die 3 Tesla MRT-Fähigkeit
    überzeugen mich.


    Für ein wenig Hilfe wäre ich dankbar……..


    LG
    Malu

    Im Dezember 2013 links ertaubt nach Hörsturz


    Li : Cochlear Nucleus 6, CP910, CI422 / OP 16.9.2014 / EA 20.10.2014
    Re: Normalhörend


    "Wenn du unter Wirklichkeit verstehst, was du siehst, was du
    riechst, was du anfassen, fühlen und hören kannst, dann ist die
    Wirklichkeit nichts weiter als elektrische Impulse interpretiert von
    deinem Verstand." (Morpheus erklärt Neo die Sinnes-Realität (Matrix))

  • Hallo Malu,
    ich denke, du kannst weder mit Cochlear noch mit Medel was falsch machen! Ich glaube, nahezu jeder hier wird "sein" Implantat verteidigen. Ich habe zumindest noch niemanden getroffen bzw. gelesen, der im nachhinein meinte, "hätte ich doch nur Medel/Cochlear/AB gewählt". Im Gegenteil, hier im Forum und auch in einem anderen Forum, habe ich immer das Gefühl, dass jeder die Vorteile seines Herstellers anpreist und "verteidigt". Das ist ja auch irgendwie klar, Erik z.B. hat CIs von Cochlear und hört super damit und wir kommen gut mit dem SP zurecht, weshalb sollte ich dann hier schreiben: Nimm doch Medel? Das einzige, worüber ich froh bin, ist, dass ich mir heute sagen kann, mit Medel könnte es nicht besser laufen :) . Bei uns war es damals so, dass während der VU der neue N5 auf den Markt gekommen ist, wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte Erik heute Medel (weil der SP da einfach wesentlich (nicht nur einen Hauch) dünner war als der "alte" Freedom von Cochlear, ansonsten hatte mir auch vorher Cochlear besser gefallen). Dann würde ich heute wahrscheinlich zu den Medel-Verfechtern gehören :P .

    was für Auswirkungen diese unterschiedlichen Strategien haben, kann ich dir nicht sagen, technisch bin ich wirklich nicht versiert. Aber ICH PERSÖNLICH glaube nicht dass man generell sagen kann, die eine ist besser oder die andere ist besser, auch wenn der eine oder andere dies vielleicht so empfindet. Es mag ja sein, dass manche CI-Träger mit der einen bzw. der anderen Strategie besser zurecht kommen würden, aber das weiß man vor der Implantation ja nicht :S . Das einzige, was ich schon ganz oft gehört und gelesen habe (im ICF, von Ärzten und Technikern, hier im Forum, anderen Foren), ist eben, dass der Hörerfolg unanhängig ist von der Wahl des Herstellers. Der eine proftiert mehr vom CI, der andere weniger, egal ob er jetzt ein Implantat von Medel, AB oder Cochlear hat. Die allerwenigsten haben einen Vergleich zwischen verschiedenen Herstellern, weil man normalerweise ja bei einem Implantat bleibt.
    Wir lassen bei Erik übrigens auch keine MRTs bei 1,5 Tesla machen (ok, im absoluten Notfall, bei Verdacht auf Hirntumor, wenn es lebensnotwendig wäre evtl. schon, aber nicht zur Shuntkontrolle z.B.), obwohl sein Implantat "offiziell" bis 1,5 Tesla aushalten soll, das ist mir trotzdem zu unsicher.
    Ich glaube, dass musst im Endeffekt einfach du irgendwann entscheiden, im Endeffekt ist und bleibt es dann doch eine individuele Entscheidung und ein "Bauchgefühl". Ich habe vor der Entscheidung damals auch einiges gelesen, aber viel geholfen hat es mir nicht...
    Ich wünsche dir, dass du nicht allzu viel grübeln musst, falsch machen kannst du eigntlich nichts.
    Gruß,
    Katja

  • zum thema wireless bluetooth kann ich nur sagen, das ist beim n6 noch nicht freigeschaltet. und ob es das beim medel sonnet von anfang an frei ist, steht wenn ich mich richtig erinnere auch nicht da oder doch ?? und noch was, wenn man "höranfänger" ist, sollte einem das ganze extra ziemlich wurscht sein, ok gut zu haben, aber zum hören lernen genügt erstmal "das volle programm".

    Liebe Grüße
    Martina


    OP: bilaterale Versorgung, 01.04.2014, Cochlear N6, CI422, EA 06.05.2014 (( :thumbsup: ))


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  • Hallo Katja,


    genauso sehe ich das auch und das ist auch der Tenor aus allen Richtungen.
    Mein Baugefühl sagt nach wie vor Cochlear, und ich gehe stark davon aus, dass ich auch dabei bleibe.


    Das Problem ist bei den CI's ja, dass man sie nicht testen kann und man nie sagen kann, wie es mit den anderen gelaufen wäre.
    Ich bin mir auch sicher das es keinen großen Unterschied machen wird.


    Die Hersteller und Ihre Marketingabteilungen werfen natürlich mit Begriffen und Eigenschaften um sich, um Ihren Produkten ein Alleinstellungsmerkmal zu verpassen.
    Und da niemenad wirklich objektiv vergleichen kann, weil die wenigsten beidseitig implantierten unterschiedliche Hersteller wählen, wird es wohl immer ein Geheimnis bleiben.
    Höreindrücke sind und bleiben subjektiv.
    So ist es ja auch bei allen normalhörenden. Niemand weiß wie der andere hört.....

    Im Dezember 2013 links ertaubt nach Hörsturz


    Li : Cochlear Nucleus 6, CP910, CI422 / OP 16.9.2014 / EA 20.10.2014
    Re: Normalhörend


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  • Die extras sind auch wurschd, da hast Du vollkommen recht, aber wenn man so zu sagen mit allen drei Herstellen die gleichen Chancen hat, fällt das als Entscheidungskriterium ja weg.
    D.h. man fängt automatisch an, die Geräte mit diesen Extra's zu vergleichen, diese sind dann für die Entscheidungsfindung sehr wohl ausschlaggebend.


    Und jeder Anfänger wird einmal ein Rotinier (hoffentlich) ;-)


    LG

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    Re: Normalhörend


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  • Hallo!


    Wundert mich immer wieder, hier und in anderen Threads, dass die Entscheidung für ein Implantat weitgehend dem Patienten überlassen wird.


    In einer so wichtigen Frage, welches am besten für den persönlichen Fall geeignet ist, sollte zuallererst der Meinung der Fachleute, also der Mediziner und Ingenieure, gefolgt werden und nicht irgendwelchen Versprechungen raffinierter Marketingstrategen der Hersteller, die in erster Linie den Umsatz ihrer eigenen Firma im Blick haben. Obwohl auch diese sicher nur das Beste wollen.


    Aufgrund vorliegender Untersuchungsergebnisse sollten die Fachleute am ehesten in der Lage sein, eine Empfehlung auszusprechen. Jeder Fall für sich ist einmalig und lässt sich nicht so einfach mit einem anderen, wenn auch ähnlichem, vergleichen.


    Grüße, Wolfram

  • Hallo,


    mein Eindruck war, das sich die Fachleute auch schwer tun, eben weil man nichts direkt empfehlen will. Auch hier ist der tenor eindeutig mal etwas salopp formluiert, es sind alle gleich gut!
    Eine eindeutige Empfehlung für den persönichen Fall kann man schon gleich gar nicht erwarten.


    So viel ich weiß, implantiert Freiburg am meisten Cochlear. Auch das vielleicht Argument für diesen Hersteller. Aber wirklich fundierte Argumente für den einen oder gegen den anderen Hersteller habe ich noch von nichts und niemanden gehört.


    Also bleibt einem bei der Entscheidungsfindung oft nur das Bauchgefühl.


    LG

    Im Dezember 2013 links ertaubt nach Hörsturz


    Li : Cochlear Nucleus 6, CP910, CI422 / OP 16.9.2014 / EA 20.10.2014
    Re: Normalhörend


    "Wenn du unter Wirklichkeit verstehst, was du siehst, was du
    riechst, was du anfassen, fühlen und hören kannst, dann ist die
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  • Hallo Wolfram,
    wenn für den Hörerfolg wirklich nicht die Wahl des Implantate-Herstellers entscheidend ist, was für eine Empfehlung sollen dann die Ärzte dann geben? Es gibt ja Kliniken, die nur einen Hersteller implantieren, da ist die "Empfehlung" bzw. die Entscheidung dann klar, wenn man sich/sein Kind dort implantieren lassen will!
    Uns wurde damals übrigens gesagt, dass es durchaus Fälle gibt, wo sie zu dem einen oder anderen Implantat raten (z.B. wegen Form und Länge des Elektrodenstranges), dass das bei Erik aber nicht so wäre (seine Cochlear ist völlig normal aufgebaut) und wir uns selbst entscheiden könnten. Wir wurden vor der Op aber darauf hingewiesen, dass sie sich während der OP ggfs. noch für ein anderes Implantat entscheiden würden, wenn sich die Gegebenheiten so darstellen würden, dass dieses besser geeignet wäre. Das käme wohl selten mal vor.
    Ich glaube, es kommt hier immer auf den Einzelfall an, ob die Ärzte ein bestimmtes Implantat empfehlen oder nicht. Jetzt, wo wir in der Klinik aren wegen der Mandel-Op, habe ich eine Mutter gesprochen, die meinte, bei ihr hätten die Ärzte gesagt, dass für ihren Sohn nur Cochlear in Frage kommen würde.
    Gruß,
    Katja

  • Hallo Malu,


    bei der Wahl eines Medel-SP ist das Kriterium „Fernbedienung“ vermutlich auch bei dir entbehrlich, wenngleich ich das schlanke kleine Teil absolut schick gegenüber den Alternativen finde. Mit Ausnahme in der Anpassungsphase wird die FB von dir vermutlich ebenfalls nicht wirklich gebraucht. Zumindest ist es bei mir so, dass ich diese nicht mit mir ständig herumtrage, weil die „SP-Automatik“ (Anpassung-Dynamikbereich) zusammen mit dem Oberstübchen einfach Top funktioniert. Nur in Situationen wo auch der Normalhörende zum Kopfhörer greift, nutze ich die FB um auf die T-Spule umzuschalten weil es schlicht praktischer ist als einen Kopfhörer zu nutzen … so ein interner Kopfhörer hat schon was … 8o


    Bei mir persönlich haben die vor einigen Monaten deutlich erhöhten Pulsraten zusammen mit Medel-Finehearing (FS4P) klare Vorteile im Klang des Gehörten gebracht, schade eigentlich das es nicht noch weiter nach oben geht …. Ob der Klang aber besser ist als mit dem Cochlear-SP kann ich mangels direkten Vergleichs nicht sagen. Ggf. aber hohe Pulsraten prinzipiell mal bei der Anpassung ausprobieren zu können war seinerzeit für mich als Techniker ein starkes Auswahlkriterium, weil audiotechnisch gesehen das Tonsignal zumindest differenzierter an die Elektroden übertragen wird. Sequentielle oder Parallele Stimulation (FS4P nutzt auf den 4 Tieftonelektroden Parallelstimulation) hat wohl nach entsprechenden Studien nicht unbedingt DEN entscheidenden Vorteil. Mir persönlich war es aber schon wichtig, dass es technisch zumindest prinzipiell auf möglichst vielen Elektroden realisierbar ist um so ggf. in der Anpassungsphase sehr flexibel zu sein.


    Was die Wireless-Lösung von Sonnet betrifft bin ich gespannt wie diese implementiert wurde. Leider ist die neueste Lösung von Cochlear nicht so wie sich das die Meisten wohl vorstellen, sondern es müssen wieder Zwischenzusatzgeräte genutzt werden um den SP mit einer Bluetooth-Quelle zu koppeln :( . Sollte es aber mit Sonnet möglich sein unmittelbar den SP via Bluetooth (z.B. mit dem Handy) zu koppeln, wäre das sicherlich für viele ein Megapluspunkt zugunsten des Sonnet-SP …


    Bzgl. der generellen Funktion eines CI würde ich mir aber keinen Kopf machen, egal wie du dich entscheidest, hören oder besser wäre verstehen wirst du in Abhängigkeit von deiner Hörbiografie gleich gut. Ein nahes Familienmitglied z.B. hat vor mir bereits zwei Cochlear bekommen und ist so wie ich mit Medel sehr zufrieden. Also ruhig Bauchgefühl nutzen und gut ist …
    Wichtig aber ist, du musst von Deiner persönlichen Wahl überzeugt sein und VOLL dahinter stehen und dann heißt es „nur noch“ üben, üben, üben und Geduld und nochmals Geduld, … das wird schon … :thumbsup:



    Liebe Grüße
    Norbert d(^_^)b

    *1963
    Links: HG Phonak Naída Q30-SP (CI vorübergehend aufgeschoben :whistling: ; Verstehen/Hören ist aber absolut kein Vergleich zu meinem "hifi-CI")
    Rechts: CI MED-EL MAESTRO [Concerto Mi1000+Flex28 ; SP Opus2XS mit D-Spule] OP-Klinik CIC KH Köln-Holweide; OP 22.5.2012, EA 18.6.2012

    Einmal editiert, zuletzt von d(^_^)b ()


  • Was die Wireless-Lösung von Sonnet betrifft bin ich gespannt wie diese implementiert wurde. Leider ist die neueste Lösung von Cochlear nicht so wie sich das die Meisten wohl vorstellen, sondern es müssen wieder Zwischenzusatzgeräte genutzt werden um den SP mit einer Bluetooth-Quelle zu koppeln :( . Sollte es aber mit Sonnet möglich sein unmittelbar den SP via Bluetooth (z.B. mit dem Handy) zu koppeln, wäre das sicherlich für viele ein Megapluspunkt zugunsten des Sonnet-SP …

    deshalb ja meine frage oben, ist denn sicher, daß der sonnet sofort nutzbar mit bluetooth ist, oder dauert es auch noch bis ein upgrade erfolgt ??
    mich wurmt es bei cochlear nur, daß letztes jahr als ich "bestellte" man sagte, anfang 2014 so bis april mai ist das frei verfügbar und jetzt haben wir juli und ein upgrade ist erst für ende des jahres in aussicht gestellt.


    nicht daß ich es zwingend bräuchte, oder sagen wirs anders, noch brauch ichs nicht, aber diese "werbeaussage" ist nun mal nicht wirklich zielführend von cochlear und hier wünsch ich denen, die sich für den sonnet entscheiden, mehr glück, daß es sofort funktioniert.

    Liebe Grüße
    Martina


    OP: bilaterale Versorgung, 01.04.2014, Cochlear N6, CI422, EA 06.05.2014 (( :thumbsup: ))


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  • Ich persönlich finde es gut, wenn der Patient wählen kann
    Es gibt wohl auch Kliniken die nur einen Hersteller anbieten.
    Vor der OP habe ich mich sehr intensiv informiert und mich dann für AB entschieden, obwohl ich eigentlich zu Cochlear tendierte.


    Für mich war das T-Mic 2 entscheidend. Die Platzierung des Mikrofons ist dem natürlichen Hören sehr nahe.


    Jetzt in der Reha wurden die anderen Mikrofone deaktiviert, damit ich besser das Richtungshören trainieren kann.


    Ich bin sicher, dass die Unterschiede bei den Herstellern nur marginal sind.


    Ach ja, gegen MedEl haben für mich die nicht vorhandenen Tasten gesprochen. Ohne Fernbedienung lässt sich da nichts verstellen.


    Gruß, Andy

    Links ertaubt seit 2005, rechts normal hörend.


    Advanced Bionics HiRes 90K mit HiFocus Mid-Scala Elektrode, OP 07.02.2014
    Naida CI Q70 / EA 24.02.2014 / Reha in Sankt Wendel Juli 2014 / Oktober 2018

  • mich wurmt es bei cochlear nur, daß letztes jahr als ich "bestellte" man sagte, anfang 2014 so bis april mai ist das frei verfügbar und jetzt haben wir juli und ein upgrade ist erst für ende des jahres in aussicht gestellt.


    Das ist nicht neues und erlebte ich schon bei allen Fabrikate. Auch wenn um jeweilige SP oder Implantat handelte, gab in der Vergangenheit oft verzögerungen bis diese Verfügbar waren. Es liegt oftmals an Zulassungsfreigaben.
    Bzgl, Sonnet oder dem Implantat ist jetzt erst grad seit ein paar Tagen verfügbar.
    Wenn ich auf die etwa 14-15 Jahren zurückblicke seitdem ich mit CI beschäftigte....... in der Anfangszeit vor meiner Entscheidung gab von Cochlear und AB noch den Taschenprozessor. Als ich vor der Entscheidung stand hiess es, dass HdO demnächst auf dem Markt kommt. Keine der Firmen hat sich an den Herausgabetermin bzw. Zeitraum eingehalten.


    Gruß
    Sandra

  • Und lass dich nicht von den 22 Elektroden beeinflussen. Für mich wäre die drahtlose Anbindung und deren Realisierung auch wichtig. Aber da hab ich auch noch keine Infos.
    Mit jedem Gerät kann man zufrieden sein und Erfolg haben, die Werbung bringt nichts....
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich
    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Natürlich MUSS der Patient wählen, die Klinik sollte bestenfalls Empfehlungen aussprechen. Und das Zubehör finde ich schon ein sehr wichtiges Kriterium. Die Anzahl der Elektroden bei den heutigen Implantaten spielt keine Rolle. Wichtig ist das Gefühl, wie der Prozessor am Ohr / Kopf sitzt. Das sollte man ausprobieren.
    Wichtige Kriterien sind z.B. die Rückwärtskompatibilität, die Zeiträume der Upgrades und vor allem die Erfahrung der implantierenden Klinik mit dem gewählten Hersteller-Produkt.


    maryanne

  • die Tatsache das Cochlear mit 22 Elektroden
    arbeitet.

    Als ich mich letztes Jahr entscheiden sollte, wurde mir gesagt, dass ich nichts an der Zahl der Elektroden festmachen soll, da es nicht wirklich auf die Zahl ankommt; wichtig ist, was ich- mein Hörnerv, mein Hörzentrum- daraus macht. 10 Elektroden mehr bedeuten nicht, dass man damit besser/ schneller hören kann.

    rechts: CI seit Sept. 2013, trage Opus 2XS (sehr gern)+ Rondo (weniger gern)
    links: Schwerhörigkeit bei Otosklerose, HG von Phonak

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die vielen Stellungnahmen.


    Das die 22 Elektroden nicht unbedingt ausschlaggebend sind war mir schon bewusst, aber auf der Suche nach Argumenten von der technischen Seite wäre das vielleicht ein Punkt gewesen, aber auch dieser spielt im Grunde keine Rolle. Resumierend kann man festhalten, das man nichts falsch macht, wenn man sich auf das erste Gefühl verlässt. Und das ist bei mir Cochlear, quasi Liebe auf den ersten Blick ;-)


    Bei Med-El stört auch mich das keine Tasten am SP sind, und das Design bei Cochlear gefällt mir einfach am Besten.


    Nach Euren Berichten hier kann ich sagen, ich bleibe bei Cochlear.
    Zu dem ganzen Thema Bluetooth oder sonstige Optionen, finde ich jetzt es jetzt noch nicht ganz so schlimm. Wichtig ist das die Hardware dafür ausgelegt ist. Also kann man sich auch darauf verlassen das es kommt. Es ist bei Cochlear später als ursprünglich angekündigt und es wird beim Sonnet nicht vie anders laufen. Aber es ist ein gutes Gefühl, dass man für die Zukunft gerüstet ist, was immer auch noch kommen mag und wie immer das auch bei mir noch alles verlaufen wird.


    Der Patient hat die Qual der Wahl, das ist prinzipiell auch gut so. Eine Beratung ist schwer, auch für Fachleute, da keiner richtig sagen was nun wirklich für den jeweils Betroffenen das Beste ist. Am Ende müssne doch wir selber die Verantwortung für unser Tun übernehmen, so ist das im Leben, und allzu viel kann man bei den drei großen Herstellen auch nicht falsch machen.


    Also liebe Leute, ab September beginnt mei Weg mit Cochlear und ich hoffe, das auch ich hier noch einige interessante Erfahrung kund tun kann.


    LG
    Malu

    Im Dezember 2013 links ertaubt nach Hörsturz


    Li : Cochlear Nucleus 6, CP910, CI422 / OP 16.9.2014 / EA 20.10.2014
    Re: Normalhörend


    "Wenn du unter Wirklichkeit verstehst, was du siehst, was du
    riechst, was du anfassen, fühlen und hören kannst, dann ist die
    Wirklichkeit nichts weiter als elektrische Impulse interpretiert von
    deinem Verstand." (Morpheus erklärt Neo die Sinnes-Realität (Matrix))

  • Es sei, wie geforscht wird, mit über 1000 Elektroden. Aber ob das kommt, und wenn, dann in 10 Jahren oder so. Aber bis dahin höre ich auch mit 12 Elektroden gut.
    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich
    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Und dann die nächsten 10 Jahre nicht hörend warten bis vielleicht etwas besseres kommt kann es ja auch nicht sein.
    Bei mir ist es ja erst 7 Monate her das ich auf der linken Seite nicht mehr höre. Das soll ja nicht ganz schlecht sein, da die Hörbahn noch voll entwickelt ist und noch nicht so viel Zeit hatte, um sich zurück zu bilden. Das wäre dann alles verlorene Zeit, und ob es wirklich so viel besser wäre sei dahin gestellt.


    Wir werden sehen (bzw. hören) und ich werde berichten......

    Im Dezember 2013 links ertaubt nach Hörsturz


    Li : Cochlear Nucleus 6, CP910, CI422 / OP 16.9.2014 / EA 20.10.2014
    Re: Normalhörend


    "Wenn du unter Wirklichkeit verstehst, was du siehst, was du
    riechst, was du anfassen, fühlen und hören kannst, dann ist die
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  • Es sei, wie geforscht wird, mit über 1000 Elektroden. Aber ob das kommt, und wenn, dann in 10 Jahren oder so. Aber bis dahin höre ich auch mit 12 Elektroden gut.

    1000 Elektroden?! Dann wird ja eine Anpassung ca. 8-9 Stunden dauern.... 8|


    Klar, sicher werden dann nicht mehr jede Elektrode einzeln eingestellt falls es jemals soweit kommt.


    Wichtig finde ich, dass die Anzahl Elektroden (12, 16 oder 22) rein gar nichts über die Qualität eines Herstellers aussagen. Alle drei der hier am häufigsten genannten Hersteller sind gut. Letztlich entscheidet, falls man das kann oder muss, auch das Bauchgefühl.


    Obwohl ich zu den Naida CIs auch eine Fernbedienung erhalten habe, bevorzuge ich die direkte Bedienung am Prozessor. Aber auch das ist Geschmackssache. Mit der Fernbedienung hatte ich das Problem, dass ich ständig die Programme wechselte und so verhinderte, dass ich mich mal an das Grundprogramm gewöhne. Gerade für CI-Anfänger empfehle ich, die Fernbedienung nicht zu oft zu benutzen. Ich habe sie zwar oft dabei, aber sicher nicht in Griffweite.


    Sonst kann ich nur sagen: Obwohl ich mich für AB entschieden habe und sehr zufrieden bin, weiss ich, dass ich auch mit Cochlear oder mit Med-el nicht besser oder schlechter gefahren wäre.


    Ob das stimmt weiss ich nicht, aber irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Technologie (Implantat + CI-Prozessor) ca. 10% des Hörerfolges ausmachen, den Rest (90%) liefert unser Gehirn bzw. liefern wir selber mit unserer Erfahrung, Geduld, Offenheit und Lernfähigkeit.


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Links: Naida CI Q70, EA am 25.02.2014
    Rechts: Naida CI Q70 seit Juli 2013, EA am 12.12.2012 mit dem Harmony