Frisch implantiert

  • Hallo zusammen!

    War lange ein stiller Mitleser, möchte mich bei euch bedanken: es ist hier ein großer Fundus an Wissen und Erfahrung entstanden!

    Am 20.10.2011 wurde ich rechts am CCIC Tübingen operiert. Soweit nun ok :wink:

    Näheres zu meiner Entscheidungsfindung u. OP könnt ihr in meinem Blog nachlesen: http://weakearsingermany.blogspot.com - dürft ihr gerne auch kommentieren...

    Kämpfe gerade mit einem deftigen Schnupfen, so kurz nach der OP nicht so günstig...

    Momentan scheint im Mittelohr noch einiges verklebt u. geschwollen, so daß das evtl. vorhandene Restgehör zusätzlich reduziert ist?! Wie lange hat das bei euch evtl. gedauert bis sich das (weitgehend) regeneriert hat?

    Viele Grüße, Jürgen :D

    OP 20.10.2011 rechts, Med-El Concerto/FlexSoft/Opus2 XS, EA 24.11.2011 - Sonnet 3, 5.11.2025
    OP 18.02.2013 links, Med-El Concerto/Flex28/Opus2 XS, EA 25.03.2013 - Sonnet 3, 5.11.2025

  • Danke Miriam, dann ist alles klar...!

    Gruß, Jürgen

    OP 20.10.2011 rechts, Med-El Concerto/FlexSoft/Opus2 XS, EA 24.11.2011 - Sonnet 3, 5.11.2025
    OP 18.02.2013 links, Med-El Concerto/Flex28/Opus2 XS, EA 25.03.2013 - Sonnet 3, 5.11.2025

  • Hallo Jürgen,

    willkommen hier und gute Genesungszeit, aber wie ich schon im Blog gelesen habe, hast mit der Arbeit wieder aufgenommen?! Geht es dir wirklich ganz gut trotz mit deinem Schnupfen???
    Gute Besserung.

    Bei mir, bis es alles wiederhergestellt ist, dauerte ca gute 4- 6 Monate, d.h. Geschmackempfindung kam schneller wieder als das Taubheitsgefühl am Ohrmuschel, Haare auf eine Länge wieder nachgewachsen. Ja, Tinnitus hat längerer gedauert auf dem Normalpegel wie vorher mit HG. Das hat mich am längsten geplagt. Allerdings den Symptom von dir kann nicht sagen, jedenfalls nach 8 Wochen wegen Urlaubverschiebung war dann meine EA. Bis dahin war größtenteils alles i.O. der Rest nach und nach.

    Leider ist bei mir mein Restgehör ganz weg, dafür höre ich megaviel im Sprachbereich, Musik dagegen gewöhnungsbedürftiger, wobei ich mit meinem MP3 genüsslicher höre. Anders als über Boxen, nicht so schön, dagegen unterstützt noch mein HG auf der anderen Seite.

    Dein Blog hast du gut gestaltet! Gibt zwar einige Anmerkungen, aber dazu fehlt mir einfach die Zeit und hier ist mein "einziges" Forum zum Quasseln.

    LG, Liane

    "... das Ohr ist das Tor zur Seele..."
    (Indonesisches Sprichwort)
    ___________________________________
    rechts: N5 06/2010
    links: N5 11/2012

  • Hallo Jürgen,

    herzlich Willkommen auch von mir. :)
    Ich wurde auch in Tübingen implantiert. Mein Restgehör hat sich nicht sofort verabschiedet. Sondern eher später. Aber es ist mir auch egal, denn vor meine CI's war ich sowieso schon fast taub. Wer wird bei dir die Erstanpassung machen? Meine Audiologin ist die Frau Correnz von Erdmannsdorf :D Ich wünsche dir Gute Genesung.

    LG
    Aysel

    CI rechts seit 09.07.2009 (Medel OPUS 2)
    CI links seit 19.07.2010 (Medel OPUS 2)
    Implantiert in Tübingen

    Seit Juni 2019 Rondo 2 beidseitig

  • Vielen Dank für eure guten Wünsche! :)

    Jetzt ist WE, da kann ich den Schnupfen hoffentlich soweit auskurieren! Auf der Arbeit konnte ich noch programmieren... ansonsten geht es soweit gut, der Hinterkopf juckt fröhlich vor sich hin! :wink:

    Zum Blog: sollte ich Unsinn verzapfen :oops: , dann korrigiert mich bitte! Beiße dann bestimmt nicht :wink: Es ist nicht einfach, Vor- und Nachteile der einzelnen CI's und -Hersteller korrekt gegenüberzustellen, das was im Internet sonst so zu finden ist, ist wieder sehr veraltet und ungenau bzw. unvollständig, insbesondere wenn's Hersteller macht...

    Viele Grüße, Jürgen

    OP 20.10.2011 rechts, Med-El Concerto/FlexSoft/Opus2 XS, EA 24.11.2011 - Sonnet 3, 5.11.2025
    OP 18.02.2013 links, Med-El Concerto/Flex28/Opus2 XS, EA 25.03.2013 - Sonnet 3, 5.11.2025

  • Hallo jh,

    ich erlaube mir es mal etwas aus deinem Blog zu zitieren.

    Quote


    Die potentiell höchste - implementierte - spektrale Auflösung bietet damit aktuell, siehe untenstehende Tabelle, das System von Med-El, bestehend aus Concerto und Opus2: 250 Frequenzbänder, (teilweise) parallele Stimulation und max. Pulsrate von 50704/s.

    Kannst du das mit den Frequenzbändern und der teilweisen parallelen Stimulation noch irgendwie genauer erläutern?

    Streng genommen stimuliert AB bei HiRes-P auch parallel. Aber Achtung, HiRes-P steht nicht für "parallel", sondern für "paired". D.h. bei HiRes-P werden zwei Elektroden gleichzeitig gefeuert. Wo genau stimuliert hier Med-El parallel? IPS ist meines wissens nach noch nicht von Med-El freigegeben worden.

    Hinzu kommen die Frequenzbänder. Ja, AB hat "nur" 120 Frequenzbänder, aber kann diese auch "voll" umsetzen durch 120 innercochläre Stimulationsorte. Med-El hat dies meines Wissens nach nicht und somit 12 innercochläre Stimulationsorte. D.h. die 250 Kanäle müssen auf 12 Stimulationsorte abgebildet werden, also ist der übertragene Informationsgehalt nicht so hoch, wie die 250 Kanäle es suggestieren. Aber ich bin zugegebenermaßen kein Med-El Insider, das bist du und deshalb meine Bitte oben mir das genauer zu erklären. ;)

    Ja, das Potential des HiRes90k wird derzeit noch nicht voll ausgenutzt, das ist korrekt und der Tatsache geschuldet, dass die externe Elektronik leistungsfähiger und energiesparender werden muss, damit dies erreicht werden kann. Dies ist eigentlich auch bei Med-El der Fall wie ich finde, denn auch da finden Weiterentwicklungen statt, die nur möglich sind, weil das Implantat es prinziell kann und keine technischen Grenzen drin sind.

    Ansonsten hast du dir sehr viel Arbeit gemacht und eine sehr informative deutschsprachige Seite geschaffen! Respekt!

  • Quote from "AndyF"

    Kannst du das mit den Frequenzbändern und der teilweisen parallelen Stimulation noch irgendwie genauer erläutern?

    Streng genommen stimuliert AB bei HiRes-P auch parallel. Aber Achtung, HiRes-P steht nicht für "parallel", sondern für "paired". D.h. bei HiRes-P werden zwei Elektroden gleichzeitig gefeuert. Wo genau stimuliert hier Med-El parallel? IPS ist meines wissens nach noch nicht von Med-El freigegeben worden.

    Hinzu kommen die Frequenzbänder. Ja, AB hat "nur" 120 Frequenzbänder, aber kann diese auch "voll" umsetzen durch 120 innercochläre Stimulationsorte. Med-El hat dies meines Wissens nach nicht und somit 12 innercochläre Stimulationsorte. D.h. die 250 Kanäle müssen auf 12 Stimulationsorte abgebildet werden, also ist der übertragene Informationsgehalt nicht so hoch, wie die 250 Kanäle es suggestieren. Aber ich bin zugegebenermaßen kein Med-El Insider, das bist du und deshalb meine Bitte oben mir das genauer zu erklären. ;)

    Ja, das Potential des HiRes90k wird derzeit noch nicht voll ausgenutzt, das ist korrekt und der Tatsache geschuldet, dass die externe Elektronik leistungsfähiger und energiesparender werden muss, damit dies erreicht werden kann. Dies ist eigentlich auch bei Med-El der Fall wie ich finde, denn auch da finden Weiterentwicklungen statt, die nur möglich sind, weil das Implantat es prinziell kann und keine technischen Grenzen drin sind.

    Hallo Andy, hast du ein Papier od. Link, in dem der Begriff "innercochleare Stimulationsorte" auftaucht? Google findet hierzu nichts...

    Die Elektrodenträger von AB haben 16 Kontakte, die von Cochlear 22 und die von Med-EL 12x2=24 od. 7x2+5=19, da bei Med-EL je bis zu 2 Kontakte örtlich seitlich paralllel angeordnet sind, d.h. den selben Bereich in der Cochlea stimulieren, hat man dann hier "nur" 12 Stimulationskanäle (bzw. Stimulationsorte), AB hat dann 16 Stimulationskanäle, Cochlear dann 22.

    Wenn man 2 benachbarte Kontakte gleichzeitig (=parallel) oder kurz nacheinander (=sequentiell) lädt, überladen sich die Felder dieser benachbarten Kontakte, d.h. die Amplituden dieser Felder summieren sich auf. Das Maximum dieser summierten Amplitude ist dann örtlich zwischen den realen Kontakten (=Elektrode), d.h. am lautesten hört man die entsprechende Frequenz beim Maximum! Mit diesem Trick erzeugt man neben den realen Elektroden dazwischen weitere "virtuelle Elektroden". Jede virtuelle Elektrode entspricht einem Frequenzband.

    Werde versuchen, dir ein Papier dazu von Med-El zu schicken, das diesen Sachverhalt auch recht kurz beschreibt. Veröffentlicht im Internet ist das nicht, warum auch immer, möchte nicht einfach das online stellen, ohne explizites OK von Med-El...

    Es befassen sich viele Studien mit diesem Thema, einige Quellen nannte ich im Blog...

    Bei den Signalkodierungsstrategien FSP u. FS4p von Med-El werden die unteren 3 bzw. 4 Elektroden für den Tieftonbereich parallel angesteuert! Bei den Elektroden für die höheren Frequenzen verzichtet Med-El jetzt noch darauf, d.h. diese werden sequentiell angesteuert.

    Und ja, die Implantate von AB und Med-El sind sehr flexibel, da ist einiges an Potenzial noch vorhanden... Hauptproblem bei immer komplexeren Kodierungen wird wohl immer der Stromverbrauch sein...

    Die Anzahl der Stimulationskanäle deutlich zu erhöhen wird bei den Ansatz der elektrischen Stimulation nicht möglich sein, denn die Drähte jedes einzelnen Kontaktes müssen ja durch den Elektrodenträger zum Ort des Geschehens, so feine Drähte zu ziehen wird schwierig sein, und dazu kommen noch Störungen durch benachbarte elektrischen Magnetfelder, wenn die Ströme fließen und der Abstand zw. den Elektrodendrähten zu klein ist....

    In der Forschung verfolgt man neue Ansätze, bei der die Cochlea z.B. mithilfe von Glasfaser mit Licht stimuliert wird. Werden die Zellen der Cochlea genetisch manipuliert, dass sie bei Lichteinfall einen elektrischen Impuls abgeben, haben wir dann wieder einen Höreindruck ;) Der Vorteil von Glasfaser ist, dass die Fasern sehr viel feiner sein dürfen, das Licht stört benachbarte Fasern im Träger nicht und somit könnten wir so die Anzahl der Stimulationskanäle deutlich auf mehrere Hundert od. Tausend erhöhen...

    Wichtig ist daher m.E., möglichst atraumatische Elektrodenträger zu wählen, denn je nach Lebensdauer lohnt sich dann eine Re-Implantation mit einem dann neueren System...

    Neue Hörsinneszellen ohne Krebsgefahr wachsen zu lassen wird leider auch noch dauern...

    Hoffe, ich konnte es deutlicher machen?!

    Gruß, Jürgen

    OP 20.10.2011 rechts, Med-El Concerto/FlexSoft/Opus2 XS, EA 24.11.2011 - Sonnet 3, 5.11.2025
    OP 18.02.2013 links, Med-El Concerto/Flex28/Opus2 XS, EA 25.03.2013 - Sonnet 3, 5.11.2025

  • Hier ist eine Erklärung:

    http://www.advancedbionics.com/content/dam/ab…120(Mar_02).pdf

    (Das Forensystem hat Probleme, den langen Link so zu akzeptieren, daher bitte abkopieren)

    Siehe Seite 3 und anschließend Seite 5. 15 Zwischenräume x 8 Zwischenstufen = HiRes120. Diesen Erklärungen nach gibt es 120 Stellen innercochlär die durch diese Strategie gereizt werden. Daher meine Bezeichnung, die ich aus dem englischen habe und vor langer Zeit auf irgend einem Blog entdeckte. Versuche es daher, falls es klappt, mit englischen Bezeichnungen.

    Quote


    Wenn man 2 benachbarte Kontakte gleichzeitig (=parallel) oder kurz nacheinander (=sequentiell) lädt, überladen sich die Felder dieser benachbarten Kontakte, d.h. die Amplituden dieser Felder summieren sich auf. Das Maximum dieser summierten Amplitude ist dann örtlich zwischen den realen Kontakten (=Elektrode), d.h. am lautesten hört man die entsprechende Frequenz beim Maximum! Mit diesem Trick erzeugt man neben den realen Elektroden dazwischen weitere "virtuelle Elektroden". Jede virtuelle Elektrode entspricht einem Frequenzband.

    Klingt als würdest du HiRes120 erklären?! Kann Med-El das in den aktuellen Strategien auch?

    Quote


    Bei den Signalkodierungsstrategien FSP u. FS4p von Med-El werden die unteren 3 bzw. 4 Elektroden für den Tieftonbereich parallel angesteuert! Bei den Elektroden für die höheren Frequenzen verzichtet Med-El jetzt noch darauf, d.h. diese werden sequentiell angesteuert.

    Wusste ich noch nicht.

    Quote


    Die Anzahl der Stimulationskanäle deutlich zu erhöhen wird bei den Ansatz der elektrischen Stimulation nicht möglich sein, denn die Drähte jedes einzelnen Kontaktes müssen ja durch den Elektrodenträger zum Ort des Geschehens, so feine Drähte zu ziehen wird schwierig sein, und dazu kommen noch Störungen durch benachbarte elektrischen Magnetfelder, wenn die Ströme fließen und der Abstand zw. den Elektrodendrähten zu klein ist....

    Banaler Grund kommt noch dazu. Feinere Drähte, höhere Defektgefahr etc. Hinzu kommt, dass man die Elektrodenkontakte nicht beliebig kleiner machen kann, weil sonst die lokalen Feldstärken für die Nervenfasern ungesund werden.

    Quote


    In der Forschung verfolgt man neue Ansätze, bei der die Cochlea z.B. mithilfe von Glasfaser mit Licht stimuliert wird. Werden die Zellen der Cochlea genetisch manipuliert, dass sie bei Lichteinfall einen elektrischen Impuls abgeben, haben wir dann wieder einen Höreindruck Wink Der Vorteil von Glasfaser ist, dass die Fasern sehr viel feiner sein dürfen, das Licht stört benachbarte Fasern im Träger nicht und somit könnten wir so die Anzahl der Stimulationskanäle deutlich auf mehrere Hundert od. Tausend erhöhen...

    Abwarten. Das dafür notwendige Lichtspektrum liegt im infrarotem Bereich. Da muss man noch viel Forschen, ob sich da etwas ungesund überhitzt, oder an lokalen Punkten zu Überhitzungen kommt usw. Auch hier wird man nicht beliebig die Kontaktanzahl erhöhen können. Zudem würden dann Nervenmessungen nicht mehr möglich sein, wenn nur noch Glasfaser eingesetzt würden.

  • Hallo Andy, Das Prinzip des current steering bzw. der Stromsteuerung, ob durch parallele oder. sequentielle Stimulation, wird von allen Herstellern angewendet. Parallele Stimulation ist genauer und erlaubt es, mehrere Frequenzen gleichzeitig zu erzeugen...

    Innercochleare Stimulationsorte sind ein anderer Begriff für die virtuellen Elektroden erzeugt durch die Maxima der aufsummierten Ladungen.

    Gruß, Jürgen

    OP 20.10.2011 rechts, Med-El Concerto/FlexSoft/Opus2 XS, EA 24.11.2011 - Sonnet 3, 5.11.2025
    OP 18.02.2013 links, Med-El Concerto/Flex28/Opus2 XS, EA 25.03.2013 - Sonnet 3, 5.11.2025

  • Quote


    Das Prinzip des current steering bzw. der Stromsteuerung, ob durch parallele oder. sequentielle Stimulation, wird von allen Herstellern angewendet.

    Das stimmt so nicht ganz. Cochlear bietet es zur Zeit nicht an. Außerdem hast du auf deinem Blog bereits erläutert, wieso die Cochlear Lösung eher rudimentär ist. (Stromquellen etc.) Außerdem weiß ich immer noch nicht wie Med-El dies umsetzt.

    Quote


    Parallele Stimulation ist genauer und erlaubt es, mehrere Frequenzen gleichzeitig zu erzeugen...

    Sagt das Med-El? Parallele Stimulation kann nämlich auch massiv Nachteile haben, wenn es nicht perfekt umgesetzt ist. Es könnte vielleicht ein Grund sein, wieso Med-El es derzeit nur bei tiefen Frequenzen nutzt. Aber ich bin mal auf dein Dokument gespannt. :)

    Quote


    Innercochleare Stimulationsorte sind ein anderer Begriff für die virtuellen Elektroden erzeugt durch die Maxima der aufsummierten Ladungen.

    Nein, das stimmt nicht. Innercochläre Stimulationsorte bezeichnet die Stellen, an denen tatsächlich eine Reizung durch lokale Maxima der Feldstärken erzeugt werden kann. Ob dies durch tatsächlich vorhandene Elektroden, oder durch "virtuelle Elektroden" geschieht ist dabei unerheblich. Vor HiRes120 hatte AB z.B. nur 16 innercochläre Stimulationsorte.

    Außerdem würde ich im Zusammenhang mit Stimulationsstrategien von Cochlea Implantaten den Begriff "Maxima" nur vorsichtig anwenden. In der Cochlear Strategie hat der Begriff "Maxima" nämlich eine völlig andere Bedeutung, als wir es im Moment verwenden.

  • Hallo Andy, machen wir eine Denkpause :wink:
    Jeder Hersteller und Professor verwendet andere Begriffe, meinen aber dasselbe oder ähnlich... habe dir 2 Dateien geschickt.

    Du hast recht, Cochlear bezeichnet mit den Maxima die bis zu 12 lautesten Frequenzen pro Durchlauf, die werden kodiert, alles andere fällt hier unter den Tisch.

    Wir müssen eben den Kontext beachten.

    Bis dann, Jürgen

    OP 20.10.2011 rechts, Med-El Concerto/FlexSoft/Opus2 XS, EA 24.11.2011 - Sonnet 3, 5.11.2025
    OP 18.02.2013 links, Med-El Concerto/Flex28/Opus2 XS, EA 25.03.2013 - Sonnet 3, 5.11.2025

  • Hallo Jürgen,

    ich habe die zwei Dateien erhalten. Vielen Dank dafür, ich bilde mich gerne auf diesem Gebiet weiter.

    Wegen FSP und dessen Weiterentwicklungen brauchen wir quasi nicht zu diskutieren. Da wurde eine ganze Menge Hirnschmalz reingebracht für eine wirklich gute und interessante Lösung um u.a. auch der "Bassproblematik" zu begegnen. Obwohl ich grundsätzlich mit der Basswiedergabe meines AB-Systems zufrieden bin, würde ich gerne mal so was wie FSP ausprobieren. Denn das bessere ist des guten Feind. :wink:

    Wegen den virtuellen Elektroden bei Med-El habe ich eher Bedenken zu äußern. Dazu später per PN was. :)

  • Quote from "jh"

    Bei den Signalkodierungsstrategien FSP u. FS4p von Med-El werden die unteren 3 bzw. 4 Elektroden für den Tieftonbereich parallel angesteuert! Bei den Elektroden für die höheren Frequenzen verzichtet Med-El jetzt noch darauf, d.h. diese werden sequentiell angesteuert.

    Servus, das könnte ja mal evtl. interessant werden. Ich habe alle Daten und wirklich alles von Anfang an als pdf-files von mir bekommen. Das aber nur weil ich es so wünschte und damit zum Exoten erklärt wurde in meinem Ci-Zentrum, ein zweiter ist dann noch hinzugekommen.

    Dies ist aber etwas womit kein anderer etwas anfangen kann, außer er beschäftigt sich damit.

    Kommen wir mal direkt zu FS4p, alles andere habe ich schon durchlaufen. Ich erkläre es mal einfach damit andere es auch verstehen:

    Die ersten vier Elektrodenkontakte können damit parallel geschaltet werden, die pps wird dadurch auf diesen mehr als deutlich erhöht (bei mir das sechsfache gleich bleibend) - die verbleibenden sinken jedoch. Die Qualität der restlichen leidet aber nicht weil hier ein Kompromiss geschlossen wird und es wird umgerechnet sodass alles im grünen Bereich ist, die parallele Stimulation bleibt erhalten. (das ganze braucht Strom)

    Da wie geschrieben ich die anderen Strategien kenne und die vorletzte noch auf einem Kanal drauf habe und somit ein Vergleich vorhanden ist, folgendes:

    für mich persönlich ist die FS4p deutlich klarer als die anderen (auch ohne p), schalte ich um (was ich nie mache) ist es etwas ganz anderes.
    Mir wurde gesagt dass ich damit quasi auch ein Exote bin, das wiederum kann damit zu tun haben dass ich die anderen Strategien kenne und die für mich beste rausgesucht habe.
    Und, ich sehr lange normal hörend war.

    Um es auf den Punkt zu bringen, nicht jeder der FS4p probiert ist zufrieden sondern wechselt zurück, Technik hin und her, das Ergebnis ist der Maßstab und das gilt für alle Hersteller.

    Was das ganze hier mit AB zu tun haben soll ?

    Shaken not stirred

  • Hallo Jürgen...

    ich erlaube mir mal deinen Zitat aus deinem Blog zu holen...

    [code:1]Wie schon erwähnt, kann der Elektrodenträger FlexSoft von Med-El am schonendsten eingeführt werden. Auch der Elektrodenträger des neuen CI 512 von Cochlear ist nach Aussage meiner Klinik nicht so flexibel wie FlexSoft.[/code:1]

    Es sagt aber nur deine Klinik, denn die Leser glauben dann generell...

    Weißt du auch, daß die neuere Ci - Elektrode 422 gibt?
    Eine Ergänzung in deinem Blog wäre dies noch angebracht:
    siehe: http://www.cochlear.com/files/assets/N…brochure_lr.pdf

    VG, Liane

    "... das Ohr ist das Tor zur Seele..."
    (Indonesisches Sprichwort)
    ___________________________________
    rechts: N5 06/2010
    links: N5 11/2012

  • Hallo Liane,

    ja, Danke für den Hinweis, hatte schon ein Kommentar u. in Tabelle hinzugefügt mit den Hinweis auf die atraumatischen Träger des CI 422 u. von Med-El die neuen Flex-Varianten: Flex28, Flex24 u. Flex20.
    Wenn das Bohrtrauma entfällt, soll das besser sein für den Erhalt des ggf. vorhandenen Restgehörs. Die Insertion durch das Runde Fenster, wenn es denn möglich ist, soll besser sein.
    In der Tabelle habe ich noch den Hinweis hinzugefügt, welche der Träger atraumatisch sind, diese sind besonders flexibel, so das möglichst wenig in der Cochlea kaputt geht beim Einführen.

    Viele Grüße, Jürgen

    OP 20.10.2011 rechts, Med-El Concerto/FlexSoft/Opus2 XS, EA 24.11.2011 - Sonnet 3, 5.11.2025
    OP 18.02.2013 links, Med-El Concerto/Flex28/Opus2 XS, EA 25.03.2013 - Sonnet 3, 5.11.2025

  • Huhu,

    nicht nur die Elektrode ist fuer den Restgehoererhalt entscheidend, sondern auch und besonders die OP Methode (langsamer Bohrer, auch fuers Knochenbett, usw.), aber auch die Erfahrung des Operateurs.
    Beim zweiten CI 2007 wollte ich urspruenglich die MedEl Elektrode haben, da damit das Restgehoer nch meiner operierenden Aerztin mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % erhalten bleiben wuerde, waehrend sie mir fuer die AB Elektrode 30% nannte.
    Aus verschiedenen Gruenden habe ich die AB Elektrode bekommen, operiert im EAS Verfahren (FFM hat da sehr viel Erfahrung) mit dem Resultat des kompletten Restgehoererhalts.

    Man sollte auch erwaehnen, dass die kuerzeren Elektroden nur dann eingesetzt werden, wenn der Patient ein EAS Kandidat ist (bei Cochlear heisst das Hybrid). Ansonsten werden die normallangen Elektroden genommen. Und da ist die Elektrode von Medel am atraumatischten.

    Gruesse,
    Miriam

  • Hi Jürgen,

    willkommen im Club! Ich bin 1 Tag nach Dir operiert worden. Bin am 2. postoperativen Tag entlassen worden. Mir geht´s gut und warte nun sehnsüchtig auf die EA. Bin mal gespannt, was ich da so hören werde....
    :thumb:
    Gruß
    El Jorge

    Von Geburt an taubheit-grenzend Schwerhörig
    Links: seit 21.10.2011 Freedom-Implant CI24RE, seit 22.11.2011 Nucleus 5 Prozessor CP810
    Rechts: HG Naida V, Phonak