Schwankende Hörkurven

  • Hallo,


    ..wer hat auch das Problem schwankender Hörkurven.
    Mein HNO nennt das Fluktuation. :?


    Ich hab mal die letzten 10 Hörkurven der letzten 8 Monate zusammengefasst und eingehüllt. (siehe Foto)
    Wobei bis zu 20 dB Schwankung vorkommen.


    Da ist es ja schon nicht einfach HG anzupassen und eine tagesgenaue Einstellung ist ja wohl auch nix für Dauer. :(


    [Blocked Image: http://picfront.de/d/tCfdA9GrVI/Hrkurve.png]


    Gibt es mit CI's auch solche Effekte?


    LG Manfred :D

  • Hallo Manfred,


    also.. ich selbst hatte kein schwankendes Gehör, kenne jedoch einige, die dieses haben.
    Sie haben dann sich verschiedene Programme auf die Hörgeräte legen lassen, d.h. eines, welches für Tage ist, an denen man gut hört, ein anderes für Tage, wo die Lauscher einfach dicht machen.


    Eine gewisse Schwankung jedoch hat man immer, ca. 5 dB sind vollkommen normal, auch innerhalb eines Tages.


    Ist denn diese Fluktuation in jeder Frequenz gleich, d.h. hörst du an "schlechten" Tagen generell schlechter... oder einige Frequenzen besser, andere schlechter?


    Wie das mit dem CI ist, ist abhängig davon, woher diese Hörschwankungen kommen. Liegt der Defekt im Ohr selbst, dann hat man mit sehr großer Wahrscheinlichkeit keine Hörschwankungen bei einem CI mehr. Jedoch gibt es auch Patienten, die diese Hörschwankungen auch mit dem CI haben, je nachdem, was die Ursache dafür ist. Dieses Phänomen ist zwar selten, aber ich kenne eine Person, die auch Hörschwankungen mit dem CI hat... Tage, wo sie wesentlich schlechter versteht, und Tage, wo das Verstehen mit der Einstellung optimal zu sein scheint.


    Grüße,
    Miriam

  • Hallo Manfred,
    ich habe ein sehr schwankendes Hören mit meinen beiden CI´s. Ich war vor meiner Ertaubung, die ganz plötzlich kam, nie schwerhörig. Aber in meinem Kopf hatten sich alle kleinen Gefäße entzündet, hatte auch einen Pneumokokkenmeningitis und durch die ganzen Entzündungern entstanden auch im Innenohr viele Narben und der Hörnerv, der ja aus vielen Fasern besteht, ist wohl teilweise doch geschädigt.
    Da das Medikament was ich in der Klinik bekam bei mir nicht anschlug, war resistent dagegen, kam es zu dieser Vaskulitis, die mir dann auch dort in der Klinik 3 Schlaganfälle bescherte. Das einzige, was dieses Medikament machte, war die totale Ertaubung und Zerstörung beider Gleichgewichtsorgane .
    Ich weiß aber nicht, ob das der Grund der ganzen Hörschwankungen ist, die jeden Tag auftreten, wie z.B. sobald etwas sehr laut war,ich anschließend nur noch ganz leise hören kann oder alles hört sich blechern an, als ob ein kaputter Ventilator nicht rund läuft.
    Auch in Freiburg können sie sich diese ganzen Hörschwankungen nicht erklären. Es macht auch das Einstellen der CI´s sehr kompliziert und es ist an einem Tag optimal und am anderen Tag schon wieder passe.
    Was auch sich auf mein Hören mit den Cis neuerdings auswirkt, sind meine Therapien, Lymphdrainage im Gesicht und im Mund, habe dort einen ständigen Lymphstau nach 4 großen Operationen und auch die krankengymnastischen Behandlungen an der HWS und Nacken und Schultern wirken sich negativ auf mein Hören aus. Nach dieser 1 stündigen Behandlung, kann ich fast gar nichts mehr hören, gibt sich dann wieder nach 2-3 Stunden. Warum das so ist, weiß auch niemand. Also mein Kopfinnenleben steckt voller Rätsel.


    Liebe Grüße, Rosemarie.

    2005 links CI Freedom
    2006 rechts CI Freedom mit Double Array Implant wegen verknöcherten Cochlear
    seit Freitag dem 13.09.2013 beiderseits den N5 von Cochlear

  • Hallo Manfred


    ich habe solche schwankungen auch. Bei mir wurde die ursache für solche schwankugen teilweise gefunden. Bei mir liegt es am Stress. Ich merke das sehr gut wenn ich in der Baclstube unter Stress stehe machen meine ohren dicht und ich muss die hgs aufdrehn, lässt der Stress nach hör ich wieder viel besser.
    Aber auch den Tests kommen manchmal Hörkurven raus die teilweise gar net sein können.


    Gruß Franzi

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011

  • Hallo Manfred,


    ich hatte ja schon in Deinem anderen Beitrag geschrieben, dass ich auch ein fluktuierendes Gehör auf einem Ohr habe. Ich habe ein ido-Gerät mit 3 Programmen, die ich je nach Tagesform wählen kann. An manchen Tagen brauche ich auch gar kein HG.


    Solange noch ein relativ passables Hörvermögen vorhanden ist, würde ich auf keinen Fall ein CI auf diesem Ohr einsetzen. Bei der normalen OP-Methode ist der Verlust des Restgehörs sehr wahrscheinlich. Inzwischen gibt es zwar auch eine schonendere OP-Methode, bei der der Hörverlust deutlich unwahrscheinlicher ist. Die wird aber noch nicht überall angeboten.


    Auch wenn ich mit meinem rechten Ohr inzwischen nur noch sehr wenig anfangen kann, ist mir jedenfalls dieses wenige aber sehr wertvoll. So bekomme ich unter der Dusche oder im Bett wenigstens noch mit, wenn jemand in den Raum kommt oder wenn es an der Türe klingelt oder das Telefon schellt.


    Auch wenn ich diese Schwankungen ziemlich nervig finde und so manches mal einfach nicht mehr mag - gar nichts mehr zu hören hat trotz des erfolgreichen Einsatzes eines CI auf dem inzwischen ertaubten Ohr seinen Schrecken für mich noch nicht völlig verloren.


    Herzliche grüße
    Michael

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    rechts seit 09/2007 HG von Oticon, epoq xw, seit 11/2016 Phonak Link UP
    links seit 03/2009 Advanced Bionics, Harmony, seit 11/2016 Naida Q90

  • Danke für eure Berichte,


    am ehesten gehts mir so wie franzi schreibt. Nur meine neuen Phonak Naida Testgeräte haben wohl nicht die Programmauswahl sagt meine Akustikerin. hm.


    Ich benutze aber die Lautstärkeregler, das hilft wenigstens.


    Bei mir hilfts auch wenn ich das rechte HG abnehme (schlechteres Ohr), dann hör ich links besser. Meistens ist das Gesamthörvermögen ohne rechtes HG besser als mit 2 HG.


    Eine plausible Erklärung dafür konnte mir auch noch niemand geben. Oder habt ihr dafür eine gute Erklärung?


    LG Manfred


    :?

  • Ob meine Erklärung zutrifft, kann ich nicht sagen, aber zumindest ist es meine Erfahrung. Das schlecht eingestellte HG liefert im Zweifelsfall eben nur zusätzlichen Störschall. Das Gehirn ist ja im Gegensatz zum Ohr bei normalhörenden nicht mehr in der Lage aus den so nah ans Ohr gebrachten (im Zweifel recht lauten) Geräuschen sinnvoll zu filtern. Ich habe auch am Anfang immer gedacht, dass zusätzliche Lautstärke mein Hörproblem mindert. Ist aber nicht so.
    SChönen Abend
    Michael

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    rechts seit 09/2007 HG von Oticon, epoq xw, seit 11/2016 Phonak Link UP
    links seit 03/2009 Advanced Bionics, Harmony, seit 11/2016 Naida Q90